
Die Landesliga-Fußballer des TSV Dachau 1865 haben das Lokalderby in Olching trotz großer Überlegenheit 1:2 verloren.
Es war wieder eine Niederlage der Kategorie „selbst verschuldet“ für den Fußball-Landesligisten TSV Dachau 1865. Die kräftezehrende englische Woche endete am Samstag mit einem 1:2 in Olching.
Das Ergebnis ist ärgerlich, denn der TSV Dachau 1865 war im Lokalderby über rund 60 Minuten die deutlich überlegene Mannschaft. Letztlich gab es zwei entscheidende Gründe für die Niederlage. Zum einen gelang es den Dachauern nicht, ihre Überlegenheit in weitere Tore umzumünzen. Zur Halbzeit schon hätte die Partie bereits mit 3:0 für Dachau oder sogar höher entschieden sein können. Doch beste Chancen wurden leichtfertig vergeben.
Zum anderen funktionierte auf Olchinger Seite ein altbewährtes Mittel: Weil spielerisch klar unterlegen, brachten die Olchinger durch viele Unterbrechungen, Fouls und Nickligkeiten Hektik ins Spiel. So verloren die Dachauer ihre Linie. Zudem fühlten sie sich durch einige Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns benachteiligt. Tatsächlich wurden zahlreiche enge Situationen zugunsten der Gastgeber entschieden.
Auch die beiden Assistenten hinterließen nicht immer einen glücklichen Eindruck, da sie bei kniffligen Szenen kaum unterstützend eingriffen. Stattdessen lag ihr Augenmerk auf Nebensächlichkeiten, etwa darauf, ob die Trainer 50 Zentimeter außerhalb der Coaching-Zone standen. Oder sie legten dem Referee nahe, fürs Schuhebinden die Gelbe Karte zu geben.
Von Beginn an dominierte der TSV Dachau das Geschehen. Die Gäste waren spielerisch überlegen und setzten den Gegner im Spielaufbau immer wieder unter Druck. Die Olchinger fanden kaum Wege in die Nähe des Dachauer Strafraums.
Die erste große Chance hatte Dino Burkic in der 15. Minute, als er nach einem Zuspiel von Lorenz Knöferl knapp verzog. In der 30. Minute fiel dann die verdiente Führung. Nach einer Traumflanke von Albin Zekiri hämmerte Burkic den Ball aus rund 18 Metern in die Maschen.
Auch danach erspielte sich Dachau weitere Möglichkeiten. Allerdings fehlte häufig entweder die Präzision im Abschluss oder die richtige Entscheidung im letzten Drittel. Hier zeigte sich, dass die Mannschaft in manchen Situationen noch lernen muss.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild. Olching setzte nun verstärkt auf körperliche Präsenz und brachte Unruhe ins Spiel. Die Dachauer verloren zunehmend ihren Rhythmus und fanden nicht mehr zu ihrer spielerischen Dominanz zurück.
Der Ausgleich fiel in der 61. Minute. Nach einer Flanke konnte TSV-Keeper Marco Jakob zunächst parieren, doch Omar Grbic staubte zum 1:1 ab. In der Schlussphase fehlten den Dachauern sichtbar die Kräfte. Olching kam in der 85. Minute zum entscheidenden Treffer. Collins Idukpaye stand völlig frei und traf aus acht Metern zum 2:1-Endstand.
„Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, aber vergessen, die Tore zu machen“, ärgerte sich TSV-Trainer Christian Doll. „Der August war mit sieben Spielen sehr hart. Man hat gemerkt, dass ein paar Körner gefehlt haben und die geistige Frische nicht mehr voll da war. Trotzdem ein Riesenlob an die Mannschaft, sie ist richtig gut marschiert.“