2026-03-13T07:45:35.464Z

Spielbericht

Trotz Führung: TSV Ebersberg und TSV Zorneding verlieren erneut

Bezirksliga Ost

von Christian Scharl · Heute, 13:00 Uhr · 0 Leser
Wieder keine Punkte: Der TSV Ebersberg verlor gegen Miesbach.
Wieder keine Punkte: Der TSV Ebersberg verlor gegen Miesbach. – Foto: Marc Marasescu

Ebersberg verschenkt ein 1:0 durch individuelle Fehler. Zorneding kassiert in der 96. Minute das bittere 1:2 gegen Dorfen.

Auch am 21. Spieltag in der Bezirksliga Ost präsentierte sich der TSV Ebersberg als guter Gastgeber und lud die Miesbacher Gäste zum Toreschießen ein. Aufgrund individueller Fehler unterlag die Mannschaft von Michael Hieber trotz einer 1:0-Führung mit 1:2.

Wer mit Hieber spricht, erlebt immer einen Trainer, der souverän und reflektiert auf die Fragen zum Spiel eingeht. Am Samstagnachmittag wusste aber auch er nicht mehr, wie er die 14. Saisonniederlage erklären sollte, ohne repetitiv zu wirken: „Es ist wahrscheinlich wie bei einer Schallplatte, die man immer wieder auflegt. Ich wiederhole mich wahrscheinlich in vielen Sachen, die ich zuletzt gesagt habe“, so der Coach. Das liegt daran, dass seine Spieler immer und immer wieder dieselben Fehler machen. Mal sind es verschossene, mal verursachte Elfmeter. Mal sind es Platzverweise oder wie an diesem Samstag individuelle Fehler im Spielaufbau, die bestraft werden. Immer wieder dieselben Muster, die zu Punktverlusten führen.

Dabei hatte man eine starke Anfangsphase gezeigt. „30, 35 Minuten waren wirklich gut“, so Hieber. Dennoch stand es am Ende dieser Phase nur 1:1. Timo Schaller hatte die Platzherren per Foulelfmeter 1:0 in Führung gebracht (15.), in der Folge wurde aber vergessen, nachzulegen. „Wir hätten uns mit mehr als dem einen Tor belohnen müssen“, ärgerte sich Hieber. Drilon Shukaj war nach einem Ebersberger Ballverlust im zweiten Anlauf zur Stelle und markierte den Ausgleich (32.).

„Wieder laden wir den Gegner ein, da schauen wir einfach nicht gut aus“, kommentierte Hieber die Entstehung des 1:2, das Florian Haas kurz nach der Pause für die Gäste erzielte (48.). Ebersberg probierte in der zweiten Halbzeit nach vorne viel, „wir haben es aber nicht geschafft, zwingend zum Abschluss zu kommen. Bis zum Strafraum haben wir es gut gespielt, dann hat aber der letzte Punch gefehlt.“ Lange Zeit, um sich zu grämen, bleibt dem TSV Ebersberg nicht. Schon am Dienstag geht es daheim gegen den TSV Ampfing weiter.

Viel unglücklicher kann eine Niederlage nicht zustande kommen. Der TSV Zorneding führte in der Bezirksligapartie beim TSV Dorfen lange Zeit, musste dann aber in der 78. Minute den Ausgleich hinnehmen. Kurz darauf übersah der Unparteiische Philip Reimann eine Tätlichkeit eines Dorfener Akteurs. Trotz Anzeige seines Assistenten blieb diese ungeahndet.

Und mit Beginn der Nachspielzeit hätte Dorfens Gerhard Thalmaier auch nach Einschätzung seines eigenen Trainers Andreas Hartl nach einem zu späten Tackling gegen Daniel Winzer eigentlich mit der Ampelkarte oder einer Zeitstrafe vom Feld gemusst. Die Folge: Mit der letzten Aktion der Partie in der 96. Minute köpfte, zudem glücklich, eben Thalmaier eine Rechtsflanke von Daniel Vorderwestner ins Zornedinger Netz zum 2:1-Endstand.

Hier fehlte nicht nur Sascha Bergmann die Courage und das Fingerspitzengefühl des Schiedsrichters, auch wenn Zornedings Trainer in der Summe aufgrund der Ballbesitzanteile Dorfens Sieg als gerechtfertigt betrachtete. Aber eben aufgrund der letzten zehn gespielten Minuten auch als maximal unglücklich: „Es tut mir vor allem für die Jungs leid.“ Seine Mannschaft setzte nämlich die Vorgaben trotz personeller Not clever um und ließ Dorfens hohen Ballbesitz am eigenen Strafraum versanden.

Die laut Hartl „ganz schwache erste Halbzeit“ von Dorfen nutzte der Gast, der zuletzt schon zweimal in Folge nur mit einem Tor Differenz unterlegen war, denn auch nach 29. Minuten zum 0:1. Marco Rastel hatte den Ball nach einer Abwehr des Dorfener Schlussmanns Maximilian Grichtmaier gegen Yazar Taskin über die Linie gedrückt. Im zweiten Abschnitt drückte die Heimelf dann aber vehement, nach dem Ausgleich von Thalmaier (78.) folgte aber noch die denkwürdige Nachspielzeit.