
Die Luft im Abstiegskampf wird für den Sportbund Rosenheim langsam knapp. Gegen den TSV Dorfen setzte es die nächste vermeidbare Niederlage.
„Es ist einfach der Wurm drin“, lautete das ernüchternde Fazit von SBR-Trainer Patrick Zimpfer nach der Niederlage gegen den TSV Dorfen. Der Sportbund Rosenheim führte, stand kurz vor einem wichtigen Punktgewinn – und ging am Ende erneut leer aus.
Im Heimspiel gegen den Tabellenvierten aus Dorfen setzten die Grün-Weißen – wie bereits gegen Aschheim – auf eine stabile Defensive. Zwar gelang es der Elf von Zimpfer offensiv nur selten, Nadelstiche zu setzen, doch defensiv stand der SBR über weite Strecken sicher. Die beste Chance der Gäste hatte Gerhard Thalmaier, der per Kopf am stark reagierenden Johannes Deckert scheiterte.
Auf der anderen Seite verpasste Sanel Sehric die Führung für Rosenheim: Nach einer Ecke kam er zum Kopfball, wurde jedoch im letzten Moment geblockt.
„Dorfen hat das Spiel weitgehend kontrolliert, ohne wirklich zwingend zu werden. Unsere Kette stand stabil, und Keeper Decker war zweimal stark zur Stelle. Insgesamt war es eine überschaubare Partie, in der wir selbst nicht richtig ins Spiel gefunden haben“, analysierte Zimpfer.
Auch nach der Pause änderte sich zunächst wenig am Spielverlauf. Doch diesmal setzte der Sportbund den entscheidenden Nadelstich: Der eingewechselte Felix Heimes bereitete mustergültig für Marco Oberberger vor, der in der 69. Minute zur Führung einschob.
Was folgte, war ein bitterer Spielverlauf für die Gastgeber. Zwei Standardsituationen drehten die Partie zugunsten des TSV Dorfen: Zunächst entschied der Schiedsrichter auf einen umstrittenen Elfmeter, den Thalmaier sicher verwandelte (77.). Nur drei Minuten später köpfte Michel Friemer nach einer Ecke zur Führung für die Gäste ein (80.).
„Wir gehen ein Stück weit aus dem Nichts in Führung. Nach der starken Vorarbeit von Heimes trifft Oberberger zum 1:0. In dieser Phase müssen wir das Spiel einfach sauber über die Zeit bringen“, ärgerte sich Zimpfer. „Von Dorfen kam im zweiten Durchgang bis dahin kaum etwas.“
Trotz des Rückschlags bot sich den Rosenheimern noch die große Chance zum Ausgleich. Erneut war es Heimes, der Joker Silvio Havic in Szene setzte – doch dessen Abschluss wurde in letzter Sekunde geblockt.
In der Schlussphase machte Alois Eberle schließlich alles klar und erhöhte auf 3:1 für die Gäste (89.).
„Das ist aktuell einfach brutal“, zeigte sich Zimpfer enttäuscht. „Der Schiedsrichter entscheidet auf einen sehr kleinlichen Elfmeter – und mit dem Ausgleich kippt das Spiel komplett.“
„Uns fehlt derzeit das Spielglück, uns fehlt das Momentum. In den entscheidenden Momenten läuft alles gegen uns. Jetzt gilt es, das Glück wieder zu erzwingen“, so Zimpfer abschließend.