2025-12-03T05:51:34.672Z

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Den Ausgleich zum 1:1 für den TV Stockdorf erzielte Phillip Daul (r.); links der Inninger Maximilian Rothamel.
Den Ausgleich zum 1:1 für den TV Stockdorf erzielte Phillip Daul (r.); links der Inninger Maximilian Rothamel. – Foto: Dagmar Rutt

Trotz früher Unterzahl: TV Stockdorf „domininert“ Gegner im Landskreisderby

Der TV Stockdorf erkämpft nach frühem Rückstand gegen Inning einen 5:2-Heimsieg in Unterzahl und schießt den Gegner in die Krise.

Der TV Stockdorf hat im Landkreisderby der A-Klasse 1 zu Hause gegen den SV Inning eine beeindruckende Willensleistung gezeigt. Trotz einer frühen Roten Karte und eines 0:1-Rückstands drehte die Mannschaft von Trainer Mario Benz am Sonntag die Partie und feierte am Ende einen deutlichen 5:2 (2:1)-Erfolg.

Stockdorfer Sieg des Willens – frühe rote Karte als Extramotivation

„Wir sind schlecht reingekommen, der Platz war schwierig, die ersten Bälle nicht gut“, fasste Benz den Beginn zusammen. Tatsächlich gehörte die Anfangsphase den Gästen aus Inning, die aggressiv anliefen und Stockdorf früh unter Druck setzten. Die Gastgeber fanden zunächst kaum in die Zweikämpfe, wirkten nervös. Torhüter Lennart Stukenberg verhinderte mit zwei starken Paraden einen frühen Rückstand. Doch in der 23. Minute war auch er machtlos: Nach einem Handspiel von Kapitän Michael Wallner auf der Linie zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt – Rot für Wallner, Elfmeter für Inning. Sascha Raebiger verwandelte sicher zum 0:1. Aber anstatt zu wackeln, reagierte Stockdorf mit enormer Entschlossenheit. „Nach der Roten Karte hat jeder zehn Prozent mehr gebracht“, lobte Benz.

Der TVS stellte auf Dreierkette um, organisierte das Mittelfeld neu – und plötzlich drehte sich das Spiel komplett. Stockdorf übernahm das Kommando, gewann die wichtigen Zweikämpfe und zeigte nun auch spielerisch klare Vorteile. Philip Daul glich in der 38. Minute nach einer schönen Kombination aus, nur drei Minuten später traf Kadir Sadovic zur 2:1-Führung. „Wir haben dann richtig ins Spiel gefunden“, so Benz.

Nach dem Seitenwechsel spielte nur noch eine Mannschaft. Stockdorf kam hoch motiviert aus der Kabine, presste weiter früh an und ließ Inning kaum Luft zum Atmen. Paul Ziegner erhöhte in der 50. Minute auf 3:1, ehe Tim Herrmann mit einem wuchtigen Abschluss zum 4:1 nachlegte (71.). Ziegner legte in der 75. Minute mit seinem zweiten Treffer nach und krönte damit eine überragende Vorstellung.

„Wir haben den Gegner größtenteils völlig dominiert – auch mit einem Mann weniger“

Mario Benz

„Wir haben den Gegner größtenteils völlig dominiert – auch mit einem Mann weniger“, freute sich Benz. Erst in den Schlussminuten ließ die Konzentration leicht nach, wodurch Inning durch Josef Freymann noch zum 5:2-Anschlusstreffer kam.

SVI-Trainer Markus Lachmayr musste die Niederlage realistisch einordnen: „Nach dem 1:0 war total der Bruch drin. Der Gegner hat in Unterzahl besser gespielt als wir mit elf Mann“, ärgerte er sich. „Wir haben heute keinen Zugriff gefunden, waren zu weit von den Männern weg. Das spiegelt unsere letzten Wochen wider – viele Verletzte, viele Kranke, kein Rhythmus.“

Für Stockdorf dagegen war es ein Sieg, der in Erinnerung bleibt – nicht nur wegen der fünf Tore, sondern wegen der Art und Weise. Trotz Unterzahl, auf schwerem Geläuf und nach frühem Rückstand zeigte das Team Moral, Teamgeist und spielerische Klasse. „Die Rote Karte hat uns wachgerüttelt. Aus der Halbzeit sind wir mit so einem Willen gekommen, als wären wir hinten gelegen.“ (anton morbitzer)

Aufrufe: 027.10.2025, 08:59 Uhr
Redaktion StarnbergAutor