2026-06-09T05:59:15.975Z

Allgemeines

Trotz Entlassung: »Beste Trainer, den wir die letzten 20 Jahre hatten«

Der Wahl-Oberpfälzer Thorsten Seufert muss beim Kreisklassen-Schlusslicht SV Saal/Donau seine Koffer packen

von Thomas Seidl · 30.10.2024, 14:25 Uhr · 0 Leser
Thorsten Seufert ist nicht mehr Trainer des SV Saal/Donau
Thorsten Seufert ist nicht mehr Trainer des SV Saal/Donau – Foto: Tobias Bauer

Verlinkte Inhalte

präsentiert von
ZF BKK

Der SV Saal/Donau und Coach Thorsten Seufert gehen getrennte Wege. Damit endet nach knapp zweieinhalb Jahren eine Zusammenarbeit, die dennoch vom sportlichen Erfolg geprägt war. Der ehemalige Landesliga-Kicker, der in seiner ursprünglichen Heimat unter anderem ein Leistungsträger beim FT Schweinfurt war, übernahm das Traineramt beim niederbayerischen Traditionsklub, der in seiner sportlichen Glanzzeit in der vierten Liga um Punkte und Tore kämpfte, im Sommer 2022 und führte die Gelb-Schwarzen auf Anhieb in die Kreisklasse.

Nach dem Klassenerhalt in der Vorsaison kamen die SVS-Kicker in dieser Spielzeit überhaupt nicht in die Gänge und zieren momentan mit mageren neun Punkten das Tabellenende der Kreisklasse Kelheim. "Wie heißt es so schön: Zuerst hatten wir kein Glück, dann kam auch noch Pech hinzu. Dieser bekannter Spruch passt wie die Faust aufs Auge zu unserer sportlichen Situation. Wir haben eine absolut konkurrenzfähige Truppe, die schon deutlich mehr Punkte auf dem Konto haben könnte, eigentlich müsste", klagt Saals Fußballchef Mario Reichl, dem es sehr schwer gefallen ist, Übungsleiter Thorsten Seufert freizustellen: "Thorsten ist in allen Bereichen ein Top-Mann. Wohl der beste Trainer, den wir die letzten 20 Jahre hatten. Deswegen ist das für mich eine brutale Entscheidung. Aber die sportliche Situation ist sehr kritisch, zumal wir am Sonntag bei der 0:2-Niederlage gegen die SG Rottenburg unsere mit Abstand schwächste Saisonleistung abgeliefert haben. Es stehen vor der Winterpause noch zwei richtungsweisende Schlüsselspiele gegen Abstiegsmitkonkurrenten auf dem Programm. Deshalb wollten wir nochmal einen neuen Impuls setzen und hoffen, dass wir die Trendwende schaffen."




Markus Will, ehemaliger Landesliga-Spieler des TV Schierling, springt in den Partien beim TSV Elsendorf und gegen die SG ATSV Kelheim II / Essing I als Interimscoach in die Bresche. Der frühere Klassefußballer wird aber nicht als längerfristige Lösung zur Verfügung stehen. "Im Winter werden wir uns in Ruhe um einen geeigneten Trainer umsehen. Der Erhalt der Kreisklasse - sei es über die Relegation - ist für uns extrem wichtig. Daher brauchen wir aus den beiden kommenden Partien unbedingt noch Punkte", betont Mario Reichl. Der in der Nähe von Sinzing im Landkreis Regensburg lebende Thorsten Seufert, der in Unterfranken schon einige Spielertrainer-Stationen hatte, verabschiedet sich nicht im Groll: "Wir hatten im bisherigen Saisonverlauf viel Pech, dennoch war auch die Einstellung mancher Spieler nicht mehr so, wie ich es mir vorgestellt hätte. Das habe ich schon vor einem Jahr angemahnt, leider vergeblich. Dennoch war es eine schöne Zeit, die ich in positiver Erinnerung behalten werde", sagt der Wahl-Oberpfälzer, der auch künftig gerne weiterhin als Übungsleiter aktiv sein möchte: "Mir macht der Trainerjob Spaß und ich hoffe, dass sich wieder eine interessante Aufgabe ergibt."