
Vier Spiele, zwei Punkte, aktuell Tabellenplatz 14 – den Saisonstart hatte sich A-Ligist SV Veert etwas anders vorgestellt. Im Sommer gab’s beim Aufsteiger den personellen Umbruch, Arlind Gashi übernahm das Traineramt von Matthäus Kowalski. Insgesamt kamen zehn Neuzugänge, auf der anderen Seite sind elf Spieler aus dem Aufstiegskader der abgelaufenen Saison aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr dabei.
Dennoch hatte die Konkurrenz dem Rückkehrer aus Geldern im Vorfeld einiges zugetraut. Einhelliger Tenor: Mit den Schwarz-Gelben ist ab sofort wieder zu rechnen. Dies gilt nach wie vor – ein Abstiegsplatz hat nach vier Spieltagen noch keine sonderliche Aussagekraft. Das sieht auch der Trainer so, der keinerlei Gedanken an einen sofortigen Wiederabstieg in die B-Liga verschwendet.
„Natürlich sind wir nicht so in die Saison gekommen, wie wir uns das erhofft hatten. Doch wir kennen auch die Ursachen und machen uns deshalb überhaupt keine Sorgen“, sagt Arlind Gashi. Derzeit muss das Veerter Trainerteam auf insgesamt zehn Akteure verzichten, die allesamt angeschlagen oder verletzt sind.
„Mehr als die Hälfte der betroffenen Spieler sind eigentlich für die Startelf vorgesehen“, so Gashi. Dabei hatte der SV Veert im Vorfeld vorgesorgt und war mit einem vergleichsweise großen Kader in die Saison gestartet, um auf Ausfälle adäquat reagieren zu können. „Doch wenn es dann so knüppeldick kommt, hat man kaum noch eine Chance, eine gleichwertige Mannschaft auf die Beine zu stellen“, sagt der Trainer.
Trotz der Verletzungsmisere habe sein Team durchaus gute Leistungen gezeigt. Zur Erinnerung: Gleich am ersten Spieltag knöpfte der Neuling dem Topfavoriten Uedemer SV einen Punkt ab (0:0). Auch in den anderen Partien habe man mehr als nur mithalten können. „Wir sind in den Spielen danach immer in Führung gegangen. Fehlende Kraft und Alternativen auf der Bank haben bislang verhindert, dass wir auch mal als Sieger vom Platz gegangen sind“, sagt der Trainer, der aus der Not heraus auch schon ein Comeback auf dem Platz gefeiert hat. Außerdem mussten einige Spieler aus der zweiten Mannschaft aushelfen, die ansonsten in der Kreisliga C am Ball sind. „Der ganze Verein rückt in schwierigen Situationen zusammen. Das weiß ich sehr zu schätzen“, so Gashi.
Glücklicherweise ist ein Ende der Durststrecke in Sicht. Innerhalb der nächsten zwei bis vier Wochen werden fast alle Spieler zurück im Mannschaftstraining erwartet. Spätestens dann soll das Feld von hinten aufgerollt werden. „Ich bin mir ganz sicher, dass wir mit komplettem Kader die nötigen Punkte zum Klassenerhalt relativ schnell einfahren werden. Denn die Mannschaft hat dazu absolut die nötige Qualität“, sagt der Trainer. Seine Prognose: Der SV Veert steht in der Endabrechnung deutlich über dem Strich.