
Abstiegskrimi am Mittwochabend! Der TuS Eversen/Sülze verpasst den entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt und wird dabei auch noch von Mitbewerber Eintracht Munster im Tabellenkeller der Bezirksliga Lüneburg 2 überholt. Dabei jubelten die Hausherren schon nach wenigen Sekunden.
Die Partie war gerade einmal 30 Sekunden alt, als Eversen in Führung ging: Constantin Lück erahnte einen Rückpass, ließ Torhüter Carlo Fraenkel aussteigen und schob das Leder ins verwaiste Tor (1.). Die Freude beim Aufsteiger hielt allerdings nur für wenige Minuten, weil Eintracht-Torjäger Steven Sieling seinen Instinkt bewies. Sieling glich aus dem Gewühl nach einer Ecke aus (10.) und traf nach einem weiten Einwurf aus der Drehung zum 2:1 (12.).
Der TuS hatte in dieser Phase Schwierigkeiten zu seinem Spiel zu finden, drehte nach dem Seitenwechsel aber auf. Moritz Stahlmann traf nach einer Ecke mit dem Kopf allerdings nur den Querbalken. Stattdessen profitierte Munster von einem Absprachefehler zwischen Verteidiger und Torhüter, sodass Michel Schmidt für die Entscheidung sorgte (77.). Munster überholt damit Eversen und schafft sich ein Polster von fünf Zählern auf die Abstiegszone, der TuS bleibt vier Pünktchen über dem Strich und hofft am Wochenende auf entscheidende Schützenhilfe.
TuS-Cheftrainer Nils Rogge: „Wir sind perfekt ins Spiel gestartet, haben die Führung aber unnötig aus der Hand gegeben. Standards waren immer unser Steckenpferd, im Moment kassieren wir nach ihnen aber mehr Tore als vorher. Munster hat eine breitere Brust bekommen und wir haben sie mit vielen technischen Fehlern stark gemacht. Wir haben dann eine fußballerisch super zweite Halbzeit gespielt, in der Munster alles gut wegverteidigt hat. Wir hatten deutlich mehr Ballbesitz und es schien nur eine Frage der Zeit, bis das 2:2 fällt. Stattdessen hat ein Missverständnis zum 1:3 geführt, das für uns der Genickbruch war. Wir sind spielerisch weiterhin gut, nach vorne aber nicht zwingend genug und dann werden Kleinigkeiten bestraft, wodurch der Sieg für Munster in Ordnung geht. Wir müssen jetzt auf die Ergebnisse der anderen hoffen, behalten es aber auch so in der eigenen Hand und bleiben zuversichtlich.“