2024-07-17T10:40:36.325Z

Spielbericht
Forstinning konnte sich zurückkämpfen - aber das Remis nicht über die Zeit bringen.
Forstinning konnte sich zurückkämpfen - aber das Remis nicht über die Zeit bringen. – Foto: Stefan Rossmann

Trotz Aufholjagd kein Punkt am Ende: Forstinning verliert bitter im Abstiegskampf

90+3 fällt die Entscheidung

Nachdem man früh mit 2:0 zurücklag, zeigte der VfB Forstinning Kampfgeist und konnte das Spiel zu einem zwischenzeitlichen Unentschieden wenden. Doch in der Nachspielzeit fällt das entscheidende Tor für die Mannschaft aus Unterföhring.

In Abwesenheit von Chefcoach Ivica Coric (privat verhindert) betreuten Co-Trainer Hizir Tasci und Abteilungsleiter Thomas Herndl die Mannschaft. Und die beiden sahen eine äußerst fahrige erste Halbzeit ihres Teams mit einem Start nach Unmaß, nach gerade einmal fünf gespielten Minuten lag der Gast mit 0:2 in Front.

Nach einem Flankenball kam Marvin Kretschmar an der Fünferlinie zum Kopfball. VfB-Torwart Michael Heidfeld wehrte zunächst noch ab, doch im Nachsetzen bugsierte Kretschmar die Lederkugel über die Torlinie (2.). Und Minute 5 unterlief Leonardo Tunjic ein Handspiel im eigenen Strafraum, den fälligen Strafstoß setzte Bastian Fischer ins VfB-Netz.

Beinahe wäre zwischen den beiden Gäste-Treffern das 1:1 gefallen, doch Kapitän Korbinian Hollerieth platzierte das Spielgerät zu mittig auf Gästeschlussmann Manuel Scholz. Auf der Gegenseite verpasste Unterföhring in einer turbulenten Strafraumaktion das 0:3, als Heidfeld und zweimal VfB-Verteidiger auf der Torlinie binnen Sekunden retteten.

Der VfB zeigt Moral - wird jedoch nicht dafür belohnt

„In der ersten Halbzeit waren wir schlecht. Wir haben nicht ins Spiel gefunden, keine Präsenz gehabt,“ monierte Jubilar Mathias Hirt die Vorstellung in den ersten 45 Minuten. Der VfB musste nun eine Reaktion zeigen. Und diese kam gewaltig. Mit zwei Wechseln noch im ersten Durchgang stellten Tasci und Herndl die Ausrichtung angesichts des Rückstands offensiver und sahen eine beherzte Leistungssteigerung ihrer Elf.

Einwechselspieler Felix Meier setzte sich am rechten Flügel durch und fand mit seinem Rückpass von der Grundlinie Dominik Damjanovic (1:2/49.). Und der Ausgleich ließ die Ersatzbank und alle VfB-Fans kollektiv jubeln. Hirt köpfte eine weite Freistoßflanke von Nico Weismor am langen Pfosten ins FCU-Netz ein (65.).

Doch am Ende gab es trotz der nun drückenden Heimelf noch einmal für eine Wende in der Partie: Nach drei Zeitstrafen agierte der VfB sogar in Überzahl, Rückkehrer Mohamed Al Hosaini verpasste bei einer erstklassigen Möglichkeit mit einem Seitfallzieher das 3:2 (89.). Und dann folgte die Nachspielzeit und der Tiefschlag für den VfB: Unterföhrings Spielertrainer Andreas Faber schickte Maick Antonio auf die Reise, sein Lupfer fand den Weg ins VfB-Netz zum 2:3 (90.+3.), Abpfiff, Aus. „Das 2:3 war glücklich, wir wären auch mit einem Punkt zufrieden gewesen“, konstatierte auch Unterföhrings natürlich trotzdem glücklicher Abteilungsleiter Miki Ziegler. (arl)

Aufrufe: 08.5.2023, 08:31 Uhr
Christian ScharlAutor