
Die Forsterner Reserve setzte dem Spitzenreiter mit defensiver Taktik zu. Zwei späte Tore machten das Ergebnis noch respektabel.
Die „simple Taktik“ von FCF-Coach Jan Strehlow, der an diesem Wochenende als Trainer der Forsterner Zweitvertretung eingesprungen war, ist aufgegangen: Trotz personeller Engpässe brachte die Reserve den Ligaprimus TSV Turnerbund München mit einer überaus defensiven Ausrichtung aus dem Konzept und setzte gleichzeitig die schnellen Stoßstürmerinnen durch weite Bälle in Szene. Entsprechend fühle sich die 2:4-Heimpleite für den Übungsleiter nicht unbedingt wie eine Niederlage an.
Vielmehr wolle er seiner Truppe ein großes Lob aussprechen. Immerhin konnte sie mit ihrem disziplinierten Auftritt sogar lange die Null halten. Toptorjägerin Sheeva Seyfi gelang nämlich erst kurz vor der Pause nach einer Halbfeldflanke (43.) sowie einem Eckball (45.) ein Doppelschlag zur 2:0-Führung für die Gäste – und das, obwohl der TSV beinahe ausschließlich in der Forsterner Hälfte zu finden war. „Wir haben sie aber auch kommen lassen“, gesteht Strehlow. Vermutlich hätte seine Elf jedoch ebenfalls einen frühzeitigen Treffer verdient gehabt. Denn Lisa Dimpflmaier scheiterte ebenso wie Maria Zierer wiederholt im Eins-gegen-eins an der gegnerischen Keeperin.
Unverändert positiv gestimmt kehrten die Forsternerinnen deshalb zur zweiten Halbzeit auf den Rasen zurück. „Und auch da haben wir unsere Vorgaben weiter erfüllt“, erklärt der 37-Jährige, für den die Anschlusstreffer durch Zierer (78.) und Dimpflmaier (82.) – beide konnten sich endlich im direkten Duell mit der TSV-Torfrau auszeichnen – folglich schon fast absehbar gewesen seien. Zuvor hatte Rosalie Baus allerdings bereits für die Vorentscheidung gesorgt: So versenkte die Münchnerin erst einen Distanzschuss aus 16 Metern (52.), ehe sie nach einer Flanke auf den zweiten Pfosten zum zwischenzeitlichen 4:0 einnickte (63.).