Die Trainer des Spitzentrios: Clemens Baltes, Peter Krämer, Patrick Beia (v.l.)
Die Trainer des Spitzentrios: Clemens Baltes, Peter Krämer, Patrick Beia (v.l.) – Foto: Foto: Verein

Trio marschiert vorneweg

Drei Mannschaften mit der maximalen Punktausbeute

Nach dem 4. Spieltag haben drei Teams eine noch blütenweiße Weste: Die beiden Neulinge SV Habach, SG Scheuern-Steinbach/Dörsdorf und die SG NoWo. Tabellenführer Habach besiegte im Derby die SG Lebach-Landsweiler II klar mit 5:2, während die SG NoWo und die SG Scheuern jeweils einen knappen Sieg einfuhren. Noch ohne Punktgewinn stehen die SG Lebach-Landsweiler II, die SF Güdesweiler und der SV Humes in den Tiefen der Tabelle. Spätestens kommende Woche wird sich dies ändern, wenn Humes auf Güdesweiler trifft.

SF Güdesweiler - FC Blau-Weiß St. Wendel 1:5 (0:3). Nach der überraschenden Heimniederlage vor Wochenfrist gegen Holz-Wahlschied (1:4) war bei der Mannschaft von Trainer Stefan Schön Wiedergutmachung angesagt. Dementsprechend legten die Kreisstädter zu Beginn der Partie auch los. Sie entfachten in Güdesweiler ein wahres Offensivfeuerwerk und nutzten zwei Tormöglichkeiten direkt zur frühen 2:0-Führung. Luca Schmitt und Jonas Finn Gräßer (7./12.) hatten ins Schwarze getroffen. Danach spielte die Musik meistens im Mittelfeld, so dass das 3:0 der Gäste durch Kapitän Marvin Stutz praktisch aus dem Nichts heraus fiel (45.). Die Sportfreunde kamen nach Wiederbeginn gut aus den Startlöchern und durch Miguel Hofmann zum 1:3-Anschlusstreffer (49.). Hofmann hätte danach sogar noch auf 2:3 verkürzen können, doch Blau-Weiß-Torwart Nicolas Mävers verhinderte dies in einer Eins-gegen-Eins-Situation mit Bravour. In der Folgezeit sahen die Zuschauer eine relativ ausgeglichene Partie, in der die Gäste das bessere Ende auf ihrer Seite hatten. Durch einen Doppelschlag binnen zwei Minuten erhöhten sie eine Viertelstunde vor Schluss durch Christian Thul und Tommy Rosplesch auf 5:1. Letztendlich ein verdienter Sieg, der aufgrund der Spielanteile allerdings etwas zu hoch ausfiel.

SV Habach - SG Lebach-Landsweiler II 5:2 (4:0). Die Hausherren spielten eine bärenstarke erste Halbzeit. Von Beginn an wurde die Mannschaft von Trainer Steven Cremers unter Druck gesetzt, was auch früh fruchtete. Bereits nach drei Minuten sorgte Jonas König für die Führung der Habacher, die auch danach nicht nachließen und sich bis zum Seitenwechsel einen komfortablen 4:0-Vorsprung erarbeiteten. Die Gäste hatten außer drei Fernschüssen, die harmlos waren, dem nicht viel entgegen zu setzen. Dies sollte sich in Hälfte zwei allerdings ändern. Direkt nach Wiederbeginn erzielte Jan Mende nach einer Flanke per Kopf das 1:4 aus Sicht der Gäste (46.), dann schlug es nur drei Minuten später erneut im Habacher Kasten ein. Diesmal war Yannick Baltes per direktem Freistoß aus 18 Metern erfolgreich, sein Geschoss schlug unhaltbar im Winkel des Habacher Tores ein. Die Gäste hatten nun Lunte gerochen und hätten fast das 3:4 nachgelegt, aber SVH-Torwart Torben Welter reagierte bei einem Schuss aus 20 Metern hervorragend, die Lebacher Zuschauer hatten bereits den Torschrei auf den Lippen. "Keine Ahnung, wie Torben den noch rausgeholt hat, einfach klasse", so Habachs Trainer Clemens Baltes nach der Partie. Danach bekam Habach das Spiel wieder besser unter Kontrolle und als Nils Kockler nach 71 Minuten nach einer gekonnten Einzelleistung auf 5:2 erhöht hatte, war der Käse gegessen. Lebachs Routinier Marc Schirra sah dann wegen einer vermeintlichen Notbremse in Höhe der Mittellinie noch die Rote Karte.

SG Scheuern-Steinbach/Dörsdorf - SG Oberkirchen/Grügelborn 1:0 (0:0). Auch in Abwesenheit von Trainer Patrick Beia, der zurzeit seinen Urlaub genießt, schwimmt dessen Mannschaft weiter auf der Erfolgswelle. Viertes Spiel, vierter Sieg - wenn diesmal auch ein knapper. Die Geschichte der ersten Hälfte ist schnell erzählt. Erst kurz vor dem Seitenwechsel kamen sowohl die Hausherren als auch die Gäste zu ihrer bislang besten Chance, doch weder Torben Schärf für die Gastgeber noch Trainer Lukas Biehl für die Gäste trafen aus vielversprechender Position heraus. Nach Wiederbeginn und zunehmender Spieldauer bekamen die Hausherren allmählich Übergewicht, doch die erste gute Möglichkeit des zweiten Abschnitts hatte wiederum der Trainer der Gäste auf dem Fuß. Nach klasse Vorarbeit von Luka Jan Külpmann setzte Lukas Biehl zum Seitfallzieher an, doch er traf den Ball nicht richtig, so dass diese Chance verpuffte. Nach einigen vergeblichen Anläufen, darunter ein Treffer von Luca Schmidt, der wegen Abseits keine Anerkennung fand, war es dann schließlich so weit: In der 72. Minute markierte Jochen Meiser nach Vorarbeit von Schmidt das verdiente 1:0 für die Beia-Elf, die dieses Ergebnis über die Zeit schaukelte und der SG Oberkirchen damit die erste Saisonniederlage beibrachte.

SG Nohfelden-Wolfersweiler - VfL Primstal II 4:3 (1:1). Die dritte verlustpunktfreie Mannschaft ist die SG NoWo. Die hatte dabei allerdings mit dem VfL Primstal II einen harten Brocken aus dem Weg zu räumen. Die Gäste hatten in der ersten Hälfte ein leichtes spielerisches Übergewicht und die Vielzahl an Chancen. Marvin Simon, Felix Guttmann und Marcel Kasper brachten aber das Runde nicht ins Eckige. Auch Jannik Schulz scheiterte allein vor Torwart André Bock. Aus acht Metern jagte er die Kugel über die Kiste. Besser machte es auf der Gegenseite Rico Altmeyer. Der Neuzugang von der SG Nahe erzielte mit seinem dritten Saisontor das 1:0 für die Mannschaft von Trainer Peter Krämer, die kurz zuvor auch einige gute Tormöglichkeiten ausgelassen hatte. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte markierte Jonas Caryot mit einem Schuss ins rechte Eck aus 20 Metern den insgesamt gerechten Pausenstand. Nach Wiederbeginn setzte der VfL das erste Zeichen. Das 2:1 nach 52 Minuten! Guttmann war aus der Drehung erfolgreich. Dann war die SG wieder an der Reihe: Jannis Weider gleicht nur zwei Minuten danach aus, bevor nur drei Minuten danach die Partie durch David Zimmer völlig zugunsten der SG gedreht ist. Doch auch das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Zunächst donnert Maurice Wollmer den Ball aus 18 Metern an die Unterkante der Querlatte, von dort springt das Spielgerät auf oder hinter die Linie? Primstal jubelt, Schiri Felix Geib entscheidet auf Weiterspielen. Danach schießt Marvin Simon freistehend aus 15 Metern am Tor vorbei, bevor die Kugel dann doch im SG-Netz landet. Nach guter Vorarbeit von Guttmann vollendet Jannik Spengler zum 3:3. Doch auch dies war's noch nicht ganz. In der 69. Minute avanciert Michael Latoszewski schließlich zum Matchwinner. Nach Vorarbeit von Patrick Schmidt köpft er zum Sieg bringenden 4:3 ein. Danach hielten beide Keeper ihren Kasten sauber, so dass ein packendes Spiel schließlich einen etwas glücklichen Sieger fand.

FC Kutzhof - SG Bostalsee 5:1 (2:1). Die Hausherren kamen nur schwerlich in die Partie und gerieten bereits nach drei absolvierten Minuten und einem Platzfehler durch Bostalsees Sebastian Gebel früh in Rückstand. Davon unbeeindruckt spielte der FCK nach vorne, erzielte nach zehn Minuten durch Fabio Furlano den Ausgleich und setzte bereits drei Minuten später noch mal nach. Kevin Gemeinder zog aus 20 Metern volley ab, da gab es nichts zu halten für Keeper Daniel Metzger - ein klasse Tor! Die Kutzhofer Führung hing danach am seidenen Faden. Bostalsee agierte mit langen Bällen, meistens Diagonalbällen, mit denen Kutzhof so seine Probleme hatte. In dieser Phase rettete Kutzhofs Torwart und Kapitän Manuel Ecker seine Farben mit einigen Glanzparaden das knappe 2:1 in die Pause. Er parierte dabei sogar einen von Stefan Schätzel getretenen Foulelfmeter. In der Pause stellten die Kutzhofer Trainer um und ihre Abwehr auf die langen Bälle der SG ein. Das fruchtete und nach einer kurzen Ecke von Gemeinder auf Trainer Janik Bellia, schlug Letztgenannter einen langen Ball in den Strafraum der Gäste, wo Adnan Hodzic per Kopf einnickte. Nach 58 Minuten presste Kutzhof früh und auch dies führte zum Erfolg. Bellia wurde tief angespielt und spitzelte den Ball an Metzger vorbei - das 4:1, die Vorentscheidung! Bostalsee hatte danach noch die Chance zur Resultatsverbesserung, aber ein Ball prallte zunächst an den Innenpfosten und lief von dort über die Torlinie entlang ins Feld zurück. Max Staub markierte fünf Minuten vor dem Ende gar noch das 5:1 für Kutzhof, was auch gleichzeitig das Endergebnis bedeutete. Kutzhof ist also bestens gerüstet für das Spitzenspiel kommenden Sonntag gegen den SV Habach.

FC Uchtelfangen - SV Überroth 3:1 (2:1). Die Gäste aus Überroth erwischten den besseren Start, Jonas Hornberger war nach vier Minuten hellwach und erzielte die Führung für die Maldener-Elf. Doch deren Freude über das 1:0 war nicht von langer Dauer, denn bereits vier Minuten später schließt Janis Pätzold eine gelungene Kombination mit Yannick Huwer im Strafraum mit dem 1:1 ab. Und Pätzold hatte noch einen im Köcher. Nach 14 Minuten brachte er nach Vorarbeit von Kapitän David Kolling seine Farben in Front. Und fast wäre Pätzold sogar ein lupenreiner Hattrick gelungen, aber der Torpfosten verhinderte dies (16.). Auf der Gegenseite stand nach 38 Minuten, nachdem die Gäste wieder besser in die Partie gefunden hatten, ebenfalls der Pfosten im Weg. Pechvogel auf Überrother Seite: der nach einer Ecke mit aufgerückte Marius Schmidt. In der zweiten Hälfte ließen es beide zunächst etwas ruhiger angehen und das Geschehen spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab. Danach drängte Überroth auf den Ausgleich, wurde aber prompt ausgekontert. Der schnelle Robin Ruloff ließ sich diese Chance nicht entgehen und nach 66 Minuten stand es 3:1 für den FCU. Beide Mannschaften hatten danach noch einige Gelegenheiten zur Resultatsverbesserung, aber die sollte nicht mehr gelingen. Letztendlich ein verdienter Uchtelfanger Sieg!

SV Holz-Wahlschied - SV Humes 3:1 (2:0). Das Humeser Trainergespann Sebastian Schmidt/Pascal Rech kehrte zu alter Wirkungsstätte zurück und wollte unbedingt die ersten Saisonpunkte einfahren. Doch daraus wurde nichts. Nach einem 0:2-Pausenrückstand und dem Anschlusstreffer durch Nicolas Saar vier Minuten nach Wiederanpfiff keimte bei den Gästen Hoffnung auf Zählbares auf, was auch durchaus im Bereich des Möglichen lag. Aber am Ende sollte es wiederum nicht sein. Auf Christoph Debrand, Torgarant auf Holzer Seite, war wiederum Verlass. In der Nachspielzeit markierte er auf Vorarbeit von Christoph Margardt, das 3:1, gleichzeitig der Endstand und Debrands siebter Saisontreffer. Zuvor hatten Robin Jochem und Margardt für die Mannschaft von Trainer Christian Wagner eine 2:0-Führung herausgeschossen.

SC Alsweiler - SG Nahe 1:1 (0:1). Bereits am Samstag hatte der Neuling den Vizemeister der vergangenen Saison zu Gast. Alsweiler geriet von Beginn an unter Druck, sah sich meistens in der Rückwärtsbewegung und so war es nur eine Frage der Zeit, wann die Gästeführung fallen würde. Die fiel, allerdings ziemlich spät. Es lief die letzte Minute der ersten Hälfte, als Michael Rauber nach einem Einwurf in Ballbesitz kam, nach innen flankte, wo Elias Dewes am zweiten Pfosten stand und das Leder per Kopf über die Torlinie bugsierte. Zuvor hatten die Gäste einige gute Chancen liegen lassen. An den Chancen gemessen hätte das Ergebnis mindestens ein Tor höher sein müssen. So ging es im zweiten Abschnitt zunächst weiter. Einbahnstraßenfußball in Richtung Alsweiler Tor, die gut dagegen hielten, aber einige Male auch mit dem Glück im Bunde standen. Nach etwa 70 Minuten befreiten sich die Hausherren etwas vom Druck der SG, trauten sich nun auch mal nach vorne zu spielen und mit zunehmender Spieldauer wurden die Gäste immer nervöser. Alsweiler witterte plötzlich seine Chance und in der Tat: Zwei Minuten vor Schluss wurde SCA-Coach Christopher Linn über rechts steil geschickt, dribbelte in den Sechzehner, passte dort quer auf André Gillen, der die Kugel zum viel umjubelten Ausgleich über die Linie drückte. Alsweiler hatte sich zu einem Punkt gefightet, die SG Nahe muss sich ankreiden, ihre vielen Torchancen nicht vorzeitig genutzt zu haben.

Aufrufe: 028.8.2022, 18:50 Uhr
Michael MeiserAutor