
Die Verantwortlichen des SV Biemenhorst haben die Reißleine gezogen und sich am Dienstagabend von ihrem Cheftrainer Daniel Beine getrennt. Der kriselnde Klub in der Oberliga Niederrhein steht vor wichtigen Spielen, ein neuer Impuls soll noch vor der Winterpause den Umschwung bringen.
Am Dienstagabend war die Zeit von Daniel Beine in Biemenhorst abgelaufen. Die Mannschaft war bereits vom Vorstand des Vereins informiert worden, in Anschluss verabschiedete sich der Übungsleiter noch persönlich vom Team. Erst im Sommer war der 38-Jährige zum SVB gekommen und hatte die Nachfolge von Javier Garcia Dinis angetreten, der mit Biemenhorst zuvor zweimal in Folge aufgestiegen war. Beine konnte in elf Partien aber nur drei Siege holen und kassierte acht Niederlagen. In der Tabelle bedeutet das den vorletzten Platz.
Nach zuletzt sechs Pleiten in Folge und dem Sturz auf einen Abstiegsplatz wuchs der Druck auf Beine und vor allem innerhalb des ambitionierten Vereins. Am vergangenen Wochenende stand der Trainer beim 0:3 im Derby gegen Blau-Weiß Dingden zum letzten Mal an der Seitenlinie. Die Stimmung innerhalb des Vereins soll in den zurückliegenden Wochen immer weiter gekippt und trotz zahlreicher Gespräche die Wende nicht mehr möglich gewesen sein. Neben Beine verlässt auch Co-Trainer Dag Demming den SV Biemenhorst.
In die wichtigen Partien die nun anstehen, wird der SVB vom bisherigen Co-Trainer Stefan Wüpping geführt, der dabei Unterstützung von Torwarttrainer Michael Schenda sowie dem ehemaligen Co-Trainer Fabian Herbstritt erhält. Am Sonntag kommt mit der SpVg Schonnebeck gleich eines der Topteams der Liga an die Birkenallee, bevor dann das wichtige Kellerduell beim 1. FC Kleve ansteht. Besonders in der Defensive muss nun der Fokus liegen. Mit schon 40 Gegentoren ist Biemenhorst die Schießbude der Liga.
