2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligabericht
Aufatmen beim VfB Rothenstadt (in Rot): Mit dem 2:1-Heimsieg gegen den SV Kulmain (in Gelb-Schwarz) holte sich die Elf des die beiden Treffer erzielenden Trainergespanns Alex und Manuel Funk endlich den ersten Saisondreier als neuformierte Truppe.
Aufatmen beim VfB Rothenstadt (in Rot): Mit dem 2:1-Heimsieg gegen den SV Kulmain (in Gelb-Schwarz) holte sich die Elf des die beiden Treffer erzielenden Trainergespanns Alex und Manuel Funk endlich den ersten Saisondreier als neuformierte Truppe. – Foto: Rainer Rosenau

Tremmersdorf und Auerbach Derbysieger, Haidenaab gewinnt Kellerduell

Der Halbzeitmeister und sein "Vize" aus Trabitz mit Heimdreiern, Grafenwöhr lässt Punkte liegen +++ Haidenaab und Rothenstadt die Gewinner des Spieltags im Tabellenkeller

Vorrundenfinale in der Kreisliga Nord, das den Fans in Auerbach und Vorbach ein Derby bescherte, den Anhängern in Kohlberg hingegen "Abstiegskampf pur". Der Reihe nach: Mit dem knappen 2:1 gegen den SC Eschenbach (12./10) verteidigte Herbstmeister SV 08 Auerbach (1./34) seinen Fünf-Punkte-Vorsprung gegenüber dem aktuellen Rangzweiten aus Trabitz (2./29 - 6:1 gegen Kirchenthumbach). Bislang mit Trabitz punktgleich, ließ die SV Grafenwöhr (3./27 - 1:1 gegen Erbendorf) zuhause Federn und liegt nun zwei Zähler hinter der Baier-Crew.

Schauen wir noch, wer von den sorgenbehafteten Mannschaften im Keller des Klassements ein positives Erlebnis feiern durfte, welches ihm Auftrieb für den zweiten Saisonabschnitt gegeben haben könnte: Da ist einmal der ASV Haidenaab (9./14) zu nennen, der das "Sechs-Punkte-Abstiegsmatch" beim SV Kohlberg (14./4) mit 1:0 gewann und damit einen kleinen Befreiungsschlag landete. Zum Zweiten freut man sich beim VfB Rothenstadt (10./13) über den ersten Saisonsieg seiner neuformierten Mannschaft gegen den SV Kulmain (6./20), das 2:1 bescherte der Truppe des Trainerduos Manuel und Alexander Funk ebenfalls eminent wichtige Zähler im Buhlen ums Dasein in der Liga. Nichts erbten hingegegen der SC Kirchenthumbach (13./8 - 1:6 in Trabitz), der SC Eschenbach (12./10 - 1:2 in Auerbach) und schließlich der FC Vorbach (11./12 - 0:1 im Derby gegen Tremmersdorf), um damit alle Mannschaften zu nennen, die mit Abstiegsangst in die Rückrunde starten werden. Dabei bietet sich den Vorbachern am kommenden Mittwoch im die Vorrunde endgültig beschliessenden Nachholspiel gegen den TSV Erbendorf (Anstoß 19 Uhr) noch die Möglichkeit, die Ausgangslage vor Beginn der zweiten Saisonhälfte zu verbessern.

Im Überblick die Spielberichte über die Matches der Runde 13 mit Stimmen:

Vierter Saisonheimsieg der Grenzlandelf, der eine doch ein wenig überraschend herausragenden Vorrunde angemessen, weil erfolgreich beendet. Wie zu erwarten war, dominierte die Rackl-Truppe das Geschehen von Beginn an, setzte ihre Dominanz aber vor dem Pausentee nicht in Zählbares um, auch weil Ondrej Kral nach 32 Minuten mit einem an Jonathan Bulenda verwirkten Foulelfmeter an Gästeschlussmann Tobias Schedl scheiterte. Nach Wiederbeginn merzte Kral seinen Fehlschuß dann aber aus, als er nach Vorarbeit von Rene Gall dann doch die 1:0-Führung markierte. Die gab der Heimelf dann aber nicht noch mehr Sicherheit, im Gegenteil, nun drückten die Gäste aufs Gaspedal. In dieser Phase zeichnete sich TSV-Schlussmann Elias Werner aus, oder Reuth fehlte letztlich auch ein wenig das Glück gegen eine allerdings konzentriert verteidigende Heimelf. Nachdem der Ausgleich also nicht gefallen war, betrat dann Ligatorjäger Sebastian Striegl die Bühne und schuf mit dem 2:0 (78.) schon eine Vorentscheidung.

"Der TSV Reuth hat uns von Beginn an Paroli geboten. Spielerisch waren wir vor allem in der ersten Hälfte richtig gut unterwegs und hatten wie erwartet viel Ballbesitz, es fehlte jedoch das Tor. Trotz eines Straftosses und einigen guten Chancen, haben wir die Führung verpasst. Nach Wiederbeginn wollten wir schnellstmöglich in Führung gehen, was uns auch gelungen ist. In der Phase der Spielminuten 60 bis 80 war Reuth dann richtig am Drücker, was wir aber gut wegverteidigen konnten. Einzig und allein der Tabellenführer Auerbach konnte uns in der Hinrunde zuhause schlagen. Im Gesamten eine gigantische Punkteausbeute, die wir im Vorfeld so nicht erwarten haben. Wir bleiben vorne dran und werden den Erfolg auf unserer Kirwa feiern", so TSV-Spielertrainer Peter Rackl am späten Samstagnachmittag.

"Um aktuell ein Spiel gewinnen zu wollen, fehlen uns im Moment Kleinigkeiten - sowohl in Defensive als auch in der Offensive - in jeder Phase des Spiels. Das gilt es, schnellstmöglichst abzustellen. Denn die nächsten Wochen sind entscheidend für den restlichen Saisonverlauf. Das muss jedem klar sein", sagte Gästespielertrainer Tom Wildenauer.

Tore: 1:0 Ondrej Kral (52.), 2:0 Sebastian Striegl (78.) - Schiedsrichter: Georg Weber - Zuschauer: 193 - Besonderes Vorkommnis: Ondrej Kral (Eslarn) scheitert mit Strafstoß an Gästekeeper Tobias Schedl (32.)

"Pflichtaufgabe erfüllt", so könnte man den Heimsieg des Tabellenzweiten überschreiben gegen einen abstiegsgefährdeten Gast, der dem Favoriten im ersten Spielabschnitt und auch zu Beginn des zweiten Durchgangs gut Paroli bot. Erst in der Schlußphase liessen die Gäste die Zügel dann erheblich schleifen und kassierten am Ende eine doch in der Höhe schmerzhafte "Packung".

"Erwartungsgemäß traf unsere Mannschaft auf einen schwer zu bespielenden Gegner, der sich zunächst tief in den eigenen Reihen verschanzte und auf Konter lauerte. Dennoch bewies unser Team über die gesamte Spielzeit hinweg Moral, Geduld und Spielintelligenz. Bereits in der Anfangsphase zeichnete sich ab, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis der Führungstreffer fallen würde. Ein sehenswerter Freistoß von Johannes Renner, der jedoch nur den Pfosten traf, hätte die verdiente 1:0-Führung bringen können. Wenig später war es dann soweit: Mit geduldigem Aufbauspiel gelang es, den kompakten Abwehrblock des SC Kirchentumbach zu knacken. Innerhalb weniger Minuten wurde das Ergebnis auf 2:0 hochgeschraubt. Kurz vor der Pause musste unser Team nach einem unglücklich verursachten Elfmeter den 1:2-Anschlusstreffer hinnehmen, den der Gegner sicher verwandelte.

Nach dem Seitenwechsel tat man sich zunächst etwas schwer, wieder in den Rhythmus zu finden. Doch mit zunehmender Spieldauer setzten sich die spielerische Überlegenheit und der klare Qualitätsunterschied deutlich durch. In der Folge dominierte unsere Mannschaft das Geschehen und baute das Ergebnis konsequent auf ein 6:1-Endresultat aus. Besonders lobend hervorzuheben sind die Spieler aus der zweiten Reihe, die erneut eine starke Leistung zeigten und das Team hervorragend unterstützten. Durch diesen verdienten Sieg konnte nicht nur ein Vorsprung gegenüber der SV Grafenwöhr aufgebaut werden, sondern auch der Anschluss an Tabellenführer SV Auerbach gewahrt bleiben. Ein großes Dankeschön gilt allen Zuschauern für die Unterstützung", so die ausführliche Zusammenfassung durch SpVgg Coach Tom Baier.

"Nach dem 3:1 haben wir die Köpfe hängen lassen, das darf nicht sein, das Spiel darf niemals 6:1 ausgehen, denn wir haben lange gut mitgehalten. Ich glaube, wir haben uns vor allem in der ersten Halbzeit nicht als ein Vorletzter präsentiert, wir hatten auch Chancen, anders als in der Partie gegen Auerbach. Dennoch kann man einem 6:1 nichts Gutes abgewinnen, das ist klar. Wir haben in Halbzeit 2 dann nicht mehr konsequent und konzentriert gearbeitet, dann hast du natürlich gegen eine eiskalt vor dem Tor agierende Trabitzer Mannschaft keine Chance, so kommt dann auch das hohe Ergebnis zustande. Jetzt gilt es, in den restlichen Spielen bis zur Winterpause, in denen es auch gegen die direkte Konkurrenz geht, unbedingt zu punkten. Natürlich schlägt das heutige Ergebnis schon aufs Gemüt", so Gästetrainer Andreas Freiberger.

Tore: 1:0 Ludwig Tannhäuser (29.), 2:0 Manuel Stemmer (31.), 2:1 Fabian Lober (33./Strafstoß), 3:1 Dominik Zawal (73.), 4:1 und 5:1 Ludwig Tannhäuser (78. per Strafstoß/79.), 6:1 Johannes Renner (90.+1) - Schiedsrichter: Marco Spörl - Zuschauer: 150

Mehr Mühe als erwartet hatte der Tabellenführer im Derby gegen den Gast aus der Rußweiherstadt. Der ging völlig überraschend sogar frühzeitig in Front, ehe der Heimelf nach einer Viertelstunde der Gleichstand gelang. Danach war vom deutlich dominierenden Ligaprimus Geduld gefragt gegen einen Gast, der defensiv eine starke Vorstellung bot. Den letztlich verdienten, spielentscheidenden Treffer durch Doppeltorschütze Manuel Trenz konnte der SCE aber dennoch nicht verhindern.

"Es war das zu erwartende unangenehme Derbyspiel. Mit der ersten und einzigen Torchance geht Eschenbach per Sonntagsschuss in Führung. Ansonsten war es ein Spiel auf ein Tor. Eschenbach hat sehr gut verteidigt. Wir mussten geduldig unser Spiel spielen, was uns schlussendlich auch gelang. Wir haben völlig verdient gewonnen. Kompliment an meine Jungs für dieses Geduldsspiel und diese herausragende Hinrunde", so ein sehr zufriedener Auerbacher Coach Daniel Maier.

"In der Entstehung eine unglückliche Niederlage. Hätten uns aufgrund der kämpferischen und läuferischen Leistung einen Punkt verdient gehabt. Auerbach hatte natürlich mehr Ballbesitz und Chancen und hat dadurch letztendlich nicht unverdient gewonnen", sagte Gästetrainer Mo Dal.

Tore: 0:1 Julius Richter (5.), 1:1 und 2:1 Manuel Trenz (17./71.) - Schiedsrichter: Daniel Potenz - Zuschauer: 120

Nach exakt 95 Minuten stand ein 1:1-Unentschieden auf der elektronischen Anzeigetafel des Grafenwöhrer Sportparks, welches nach Meinung beider Seiten auch dem Spielverlauf gerecht wurde. Beide Treffer fielen schon in der Frühphase des Matches, danach gab es Chancen hüben wie drüben, den Lucky Punch zu setzen. Während man bei der Heimelf damit haderte, aus mehr Ballbesitz nicht noch mehr Zählbares gemacht zu haben, lobte man bei den Gästen die kämpferische Einstellung der Mannschaft, die den einen Punkt auch rechtfertigte.

"Am Ende des Tages müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein, ein gerechtes Unentschieden. Erster Angriff Erbendorf - 1:0 Sandro Hösl - zugegeben ein guter Konter. Zuvor müssen wir allerdings das 1:0 selbst machen, als Marcello Siemski den Keeper anschiesst. In der 12. Minute gleichen wir aus, haben dann mehr vom Spiel, die erste Hälfte gehörte definitiv uns. Zweite Halbzeit waren wir nicht mehr bissig genug. Hätten dennoch Chancen gehabt, Latte und Pfosten retteten, allerdings traf Erbendorf ebenfalls die Querstange. Wieder ein Spiel in dem du willst, aber es nicht schaffst. Vorwerfen müssen wir uns wieder, dass wir aus dem vielen Ballbesitz zu wenig gemacht haben. Am Ende müssen wir mit dem Unentschieden leben, welches sich Erbendorf aber auch verdient hat. Mein Trainerkollege Benny Scheidler und ich waren uns einig, das 1:1 ist ein gerechtes Ergebnis", so SVG-Coach Bobby Bafra.

"Die Mannschaft hat heute hervorragend umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Sind sehr gut ins Spiel gekommen und nach 10 Minuten auch verdient zu dieser Zeit durch Sandro Hösl in Führung gegangen. Leider haben wir fast postwendend durch eine Unachtsamkeit den Ausgleich bekommen. Danach haben sich beide Mannschaften mehr oder weniger neutralisiert, wobei beide Mannschaften am Ende des Spiels auch als Sieger vom Platz gehen können. Persönlich bin ich mit dem Auftritt der Mannschaft zufrieden, es wurde um jeden Zentimeter Rasen gekämpft und somit ist der Punktgewinn auch absolut verdient. Bobby und ich waren uns nach dem Spiel auch sofort einig, dass es ein gerechtes Unentschieden war", sagte Gästetrainer Benny Scheidler.

Tore: 0:1 Sandro Hösl (7.), 1:1 Jonas Ertl (12.) - Schiedsrichter: Andreas Kink - Zuschauer: 130

Große Freude herrschte im Weidener Vorort über den ersten Sieg der seit einigen Wochen neu formierten VfB-Truppe. Gegen einen allerdings über weite Strecken total enttäuschenden Gast ließ sich die Heimelf auch nicht durch dessen Führungstreffer nach einer halben Stunde aus dem Konzept bringen. Ein früher Ausgleich nach dem Pausentee und das 2:1 nach 79 Minuten - das Trainerduo Funk/Funk wendete höchstpersönlich das Blatt - stellten die Zeichen auf Sieg und brachten lebenswichtiges Punktegut.

"Endlich konnten wir uns mit drei Punkten belohnen. Über die gesamten 90 Minuten hinweg geht der Sieg in Ordnung, da wir deutlich mehr Ballbesitz und Spielanteile hatten. Kulmain kam durch unsere eigenen Fehler zu einigen großen Chancen - so fiel auch das 0:1. Dennoch haben wir konsequent an unserer Spielidee festgehalten und diese ist am Ende aufgegangen", so ein erleichterter VfB-Coach Manuel Funk.

"Ich bin fast sprachlos heute, deshalb möchte ich mich nur kurz äußern. Eigentlich müssen wir uns bei allen Zuschauern, die uns begleitet haben, entschuldigen für die Leistung, die wir heute gebracht haben. So dürfen wir uns nicht präsentieren, das war richtig schwach, so etwas darf uns nicht mehr passieren. Mehr möchte ich nicht sagen", so ein hochgradig enttäuschter Gästetrainer Oliver Drechsler.

Tore: 0:1 Julian Lautner (30.), 1:1 Manuel Funk (48.), 2:1 Alexander Funk (79.) - Schiedsrichter: Markus Schreiner - Zuschauer: 70

Eine Stunde lang dominierten die Gäste dieses mit Spannung erwartete Derby vor einer beeindruckenden Zuschauerkulisse, so behielt der nach einer halben Stunde erzielte Führungstreffer Christofer Neukams lange auch verdient seine Gültigkeit. Erst in den finalen 30 Minuten bekam der FCV endlich richtig Zugriff, übernahm energisch die Spielführung, ohne daraus zumindest noch den Gleichstand zu erreichen. Der Sieg der Gäste hing am Ende am seidenen Faden, auch weil die Schäffler-Elf ihre vorhandenen Konterchancen nicht nutzte, um die Spannung herauszunehmen.

"Leider konnten wir das Derby in der ersten Halbzeit nicht so annehmen, wie erhofft. Tremmersdorf war hier deutlich besser und giftiger. Wir kamen zu keiner Phase richtig in die Zweikämpfe, waren gedanklich immer einen Tick langsamer, nicht griffig genug und liefen so meist hinterher. Dazu kam beim 0:1 noch ein Abstimmungsfehler. Zur Halbzeit war die Führung für Tremmersdorf hochverdient. Ähnlich lief es zu Beginn der zweiten Halbzeit. Erst in der letzten halben Stunde nahmen wir den Kampf richtig an und waren spielbestimmend. Am Ende fehlte uns das Spielglück, um noch zumindest einen Punkt zu holen. Aufgrund der zweiten Halbzeit wäre ein Punkt verdient gewesen, aber letztendlich hatten wir keinen guten Tag. Am Mittwoch im Nachholspiel gegen Erbendorf brauchen wir drei Punkte, um zumindest unser Minimalziel in der Vorrunde zu erreichen. Dazu ist aber auf jeden Fall eine Leistungssteigerung nötig", sagte FCV-Coach Peter Schramm

"Nach länger Zeit endlich mal wieder in Derbysieg in Vorbach. Es war aber ein hartes Stück Arbeit, bis der Dreier für uns unter Dach und Fach war. Insgesamt betrachtet eher glücklich für uns, weil Vorbach vor allem durch die vielen Standards gegen Ende des Spiels gewaltig am Drücker war. Leider konnten wir bei einigen Kontern in Halbzeit 2 nicht frühzeitig den Deckel drauf machen. So blieb es bis zum Abpfiff ein spannendes und hart umkämpftes Derby", erklärte Wolfgang Seitz, erster Vorstand des FCT.

Tor: 0:1 Christofer Neukam (30.) - Matthias Ehlich - Zuschauer: 380 - Platzverweise: Zeitstrafe für Simon Seitz (40./Tremmersdorf), Gelb-Rot für Haroun Kahouli (Vorbach/90.+4).

Auch im letzten, eminent wichtigen Heimspiel der Vorrunde, sollte dem SVK nicht der erhoffte erste Saisondreier gelingen. Auch wenn die Gäste aus Oberfranken im ersten Spielabschnitt ein Chancenplus verzeichneten, verpasste die kämpferisch alles aus sich heraus holenden Heimelf nach dem Pausentee die große Chance auf den unglaublich wichtigen Führungtreffer, als Michael Forster mit einem Strafstoß an Gästegoalie Christian Reiß scheiterte (52.). Wer weiß, welche Entwicklung das Spiel dann genommen hätte, wäre der SVK da in Führung gegangen. So hielten die Gäste ihren Kasten sauber, um selbst - eine Viertelstunde vor dem Abpfiff - durch Hakan Özkan den vielumjubelten Lucky Punch zu setzen.

"Das Glück war heute nicht auf unserer Seite. Meine Mannschaft hat das heute gut gemacht. Sie hat das 90 Minuten diszipliniert umgesetzt, was wir besprochen hatten. Es war phasenweise ein gutes Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten, wir verschiessen einen Elfmeter und paar Minuten später bekommst das Gegentor. Am Ende wäre eine Punkteteilung gerecht gewesen. Somit stehen wir wieder mit leeren Händen da. Positiv stimmt mich, wie es die Mannschaft heute gemacht hat, wir müssen und werden da weiter daran arbeiten, denn das Potenzial hat sie. Blicken wir nach vorne, irgendwann klappt es schon", so SVK-Trainer Eugenio Wild.

"Das Spiel gestaltete sich so, wie man es erwarten konnte. Viel Kampf und Krampf, wenig richtiger Spielfluß, wobei in Halbzeit 1 doch immer wieder auch Offensivaktionen zu sehen waren. Wir haben vor der Pause zwei, drei Situationen, wo wir mal 1:0 in Führung gehen müssen. Zudem muss es eine Rote Karte geben für Kohlberg, als unser Stürmer dem Innenverteidiger den Ball abnimmt und der ihn daraufhin umstösst. Stattdessen gibt es nach der Pause einen Strafstoß für die Heimelf, wo, so denke ich, keiner mit einem Elfmeterpfiff gerechnet hatte. Unser Keeper - den ich aus der Mannschaft herausheben möchte und der ein extra Lob verdient - hält das Ding aber, wir danach dann noch einmal mit zwei, drei Riesenchancen. Letztlich, so denke ich, war es von der Anzahl und der Qualität der Chancen her ein verdienter, wenn auch hart erkämpfter Sieg, gegen einen alles in die Waagschale werfenden Gegner mit seinem sympathischen Trainer, dem ich alles Gute wünsche. Seine Mannschaft hat alles gegeben, was sie geben kann, war auch gut eingestellt. Und wenn sie den Elfmeter verwertet, dann wird´s sauschwer für uns. Doch wie gesagt, wenn ich das ganze Spiel betrachte, dann war der Dreier für uns verdient. Denn zur Halbzeit müssen wir einfach mit zwei oder drei Toren führen. Dadurch haben wir es uns ein Stück weit selbst schwer gemacht. Unter dem Strich zählen die drei Punkte, sonst nichts. Ich bin heilfroh, dass wir nach der doch schwierigen Phase endlich den Bock umgestossen haben. Jetzt konzentrieren wir uns auf Reuth, alles andere ist uninteressant", so Gästetrainer Michael Kaufmann im ausführlichen Statement.

Tor: 0:1 Hakan Özkan (79.) - Schiedsrichter: Konstantin Uhl - Zuschauer: 120

Aufrufe: 020.10.2025, 12:30 Uhr
Werner SchaupertAutor