2025-12-03T05:51:34.672Z

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Sie hatten das Abendspiel gegen SE Freising (gelbe Trikots) weitgehend unter Kontrolle, Maximilian Bergner und der ASV Dachau.
Sie hatten das Abendspiel gegen SE Freising (gelbe Trikots) weitgehend unter Kontrolle, Maximilian Bergner und der ASV Dachau. – Foto: Lehmann

Traumstart in Freising: ASV Dachau kann endlich die Serie beenden

„Brutal hart erarbeitet“

Der ASV Dachau hat seine Freising-Serie in der Bezirksliga Nord beendet. Durch den Auswärtserfolg feierte man, seit dem gemeinsamen Abstieg, den ersten Sieg gegen den SEF

„Es war das erwartet schwere Spiel. Freising ist einfach eine sehr gute Truppe mit klarer Idee und hohem Tempo“, sagte Trainer Matthias Koston. Doch seine Mannschaft war effizienter – und das machte am Ende den Unterschied.

Dachau erwischte einen Traumstart. Nach einer sehenswerten Kombination über Maximilian Bergner und Sebastian Mack traf Niklas Kiermeier in der 4. Minute zur frühen Führung. Der ASV kontrollierte in der Anfangsphase das Geschehen und setzte Freising konsequent unter Druck. „Das 1:0 war zu diesem Zeitpunkt absolut verdient“, so Koston.

Doch der Treffer gab keine Sicherheit. Dachau verlor nach dem guten Auftakt den Faden. „Wir haben dann zu viele einfache Bälle rausgebolzt, das hat Freising stark gemacht.“

Die Freisinger trotzten dabei der langen Ausfallliste: Im Abschlusstraining am Vortag standen Trainer Michael Schmid nur zwölf gesunde Spieler zur Verfügung. Zudem fehlten mit Christian Schmuckermeier und Joshua Steindorf zwei Offensivkräfte, die den Unterschied ausmachen können. Dennoch drängte die Mannschaft auf den Ausgleich.

Mitten in Freisings Drangphase schlug der ASV eiskalt zu: Bergner spielte einen präzisen Ball in die Tiefe, Mack blieb cool und erhöhte auf 2:0 (38.). Kurz vor der Pause kam Freising dennoch zurück, als Maximilian Rudzki nach einer Ecke den Anschlusstreffer erzielte. ASV-Keeper Stefan Fängewisch, der davor zweimal stark gehalten hatte, war geschlagen.

Nach dem Seitenwechsel stellte Koston taktisch um: „Wir wollten das Zentrum verdichten, um die Null zu halten.“ Der Plan ging auf. Dachau hatte zwar weniger Ballbesitz als Freising, verteidigte aber konzentriert und ließ wenig zu. Auf der Gegenseite vergab Cihan Öztürk die Chance auf die Entscheidung. So blieb es spannend bis in die Nachspielzeit, in der Freisings Louis Goldbrunner Gelb-Rot sah (90.+2). Danach war Schluss.

„Das war ein verdienter, aber brutal hart erarbeiteter Sieg“, resümierte Koston. Seine Elf liefert sich damit weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Walpertskirchen (gestern 0:0 in Garching) um die Tabellenführung in der Bezirksliga Nord.

Bittere Niederlage beim Aufsteiger

Nach nur einem Punkt aus vier Spielen wollten die Bezirksliga-Fußballer der SpVgg Kammerberg in München in die Erfolgsspur zurückfinden. Beim Aufsteiger TSV DJK 1954 fehlten allerdings Effizienz und Konsequenz. Dieser Mix hat zu einer 1:3-Niederlage geführt, die vermeidbar gewesen wäre.

„Wir hätten beim Stand von 1:1 zwei, drei Tore erzielen können, vielleicht sogar müssen. Doch stattdessen haben wir einmal nicht aufgepasst”, sagte Trainer Victor Medeleanu zur entscheidenden Phase des Spiels Mitte der zweiten Hälfte. Bis dahin waren sich beide Teams auf Augenhöhe be㈠gegnet.

Nachdem Florian Morina bereits in der 3. Minute nach einer Flanke die Führung für München 54 erzielte, passierte erst einmal wenig Erwähnenswertes. Die Hausherren hatten zwar mehr Ballbesitz, Kammerbergs Defensive stand aber stabil. Domenik Kaiser und Dario Stanic hatten zwei Möglichkeiten auf den Ausgleich, ihnen fehlte aber die Zielstrebigkeit. So ging es mit einer knappen Münchner Führung. „Wir waren bis dahin etwas zu weit weg von den Leuten”, bemängelte Medeleanu.

Nach dem Seitenwechsel war dies nicht mehr der Fall. Kammerberg war nun besser im Spiel – und erarbeitete sich das Glück. Denn der Freistoß von Thomas Eichenseer in der 50. Minute wäre wohl nicht im Tor gelandet, wenn ihn ein Münchner Spieler nicht abgefälscht hätte. Nach dem 1:1 hatten die Kammerberger die Chance, das Spiel zu drehen. Kaiser tauchte frei vor dem Tor auf, auch Luka Fantisch hatte nur noch Keeper Markus Blohmann vor sich – doch die Gäste ließen die großen Möglichkeiten fahrlässig liegen.

Das rächte sich in der 67. Minute, als Kammerberg nach einem Eckball schwach verteidigte und Ahmet Ünal die Freiheit nutzte. Kammerberg warf nun alles nach vorne. Das eröffnete dem Gegner Räume zum Kontern – und zu einem weiteren Treffer: Mit dem 3:1 machte Dennis Appiiah in der 79. Minute alles klar.

Kammerberg wartet nun seit fünf Spielen auf einen Sieg. Durch die Sieglosserie ging es von der Tabellenspitze zurück auf Platz neun.

Aufrufe: 027.10.2025, 09:40 Uhr
Moritz StalterAutor