
Es war das mit Spannung erwartete Gipfeltreffen in der 1. Kreisklasse des Kreisfachverbandes Salzlandkreis. Pünktlich zum Feiertag am 1. Mai standen sich der ESV Lok Güsten und der Froser SV Anhalt im Duell um die Kreisklasse-Tabellenspitze gegenüber. Die Traumkulisse an diesem Tag war dagegen auf einem ganz anderen Level.
Offiziell verbuchten die Hausherren herausragende 469 Zuschauer am Kiesschacht. Keine Kreisklasse-Partie in Sachsen-Anhalt lockte in dieser Saison mehr Besucher an. Und die Zuschauer sorgten für eine besondere Atmosphäre. So gestalteten die Supporter der Hausherren eine Choreografie: "Im Kreis regiert nur einer! Güsten und sonst keiner!" prangte auf einem großen Banner hinter dem Tor. Dazu zündeten die Anhänger Pyrotechnik.
Auch während der 90 Minuten ging es sehr stimmungsvoll zu. Yves Biermordt heizte dem Support der Gastgeber mit seinem Führungstreffer ein (40.). Am Ende durften sich aber die Gäste aus Frose über den ganz späten Lucky Punch freuen. Nach Gelb-Roten Karten gegen Dennis Beer (Frose/90.+2) und Nils Luca Schwerdtner (Güsten/90.+6) sorgte Philipp Lange im Zehn-gegen-zehn für den Ausgleich. Einen Freistoß verwandelte der 30-Jährige direkt zum 1:1-Ausgleich (90.+7). Wenig später war Schluss am Kiesschacht - und der Froser SV Anhalt verteidigte durch das Remis seine Tabellenführung.
Zwei Tage später hat der ESV Lok Güsten dann aber doch die Spitze der 1. Kreisklasse erobert. Durch einen 2:1-Heimerfolg am Sonntag gegen den SV Einheit Bernburg II ließen die Eisenbahner ihren Titelkontrahenten hinter sich. Vor einer erneut grandiosen Kulisse - 286 Zuschauer verfolgten das Duell zwischen dem bisherigen Zweiten und dem Vierten - trafen Niclas Dolg und Charles Okubire zum Sieg. Durch diesen liegt der ESV Lok nun (bei noch einer Partie weniger) zwei Zähler vor dem Froser SV Anhalt. Am letzten Spieltag kommt es aber noch einmal zum Showdown zwischen den Kreisklasse-Spitzenteams - auch dann sicherlich wieder vor einer besonderen Kulisse.