
Das Finale des Wernesgrüner Sachsenpokals steht fest – und es verspricht Brisanz pur. Am 23. Mai, dem „Tag der Amateure“, kommt es in der Zwickauer GGZ-Arena zum direkten Duell der westsächsischen Rivalen. Sowohl der FSV Zwickau als auch der FC Erzgebirge Aue gaben sich in ihren Halbfinal-Partien keine Blöße und zogen jeweils mit einem 2:0-Erfolg in das Endspiel ein.
Bereits am Dienstag ebnete der FSV Zwickau den Weg für das „Finale dahoam“. Vor 3.600 Zuschauern bei der BSG Stahl Riesa kontrollierten die Westsachsen das Geschehen, auch wenn sich die tapfer kämpfenden Hausherren nach Kräften wehrten. Den Dosenöffner lieferte Cemal Sezer in der 23. Spielminute: Nach einer präzisen Flanke von Veron Dobruna nutzte Sezer die Unachtsamkeit in der Riesaer Hintermannschaft und köpfte völlig freistehend zur Führung ein.
Die endgültige Entscheidung fiel in der Mitte der zweiten Halbzeit, als eine erneute Hereingabe von Dobruna für Chaos im Strafraum der BSG sorgte. Riesas Markus Baumann lenkte den Ball unglücklich ins eigene Netz (67.) und beendete damit die Träume des Außenseiters vom Finaleinzug.
Einen Tag später herrschte im Chemnitzer Stadion an der Gellertstraße echte Pokal-Atmosphäre. 14.658 Zuschauer bildeten die Kulisse für den Klassiker zwischen dem Chemnitzer FC und dem Drittligisten FC Erzgebirge Aue. Lange Zeit begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, wobei der Favorit aus dem Erzgebirge geduldig auf seine Lücken lauerte.
Zum Matchwinner avancierte schließlich Marcel Bär. In der 71. Minute verwertete der Angreifer ein Zuspiel des eingewechselten Jannic Ehlers zur Führung. Der CFC warf in der Schlussphase alles nach vorne, schwächte sich jedoch durch die Gelb-Rote Karte für Jonah Fabisch (90.) selbst. In der Nachspielzeit machte Bär dann alles klar: Nach einem mustergültigen Konter blieb er vor CFC-Keeper Adamczyk cool und schob zum 2:0-Endstand ein (90.+2).
Mit diesen Ergebnissen ist die Bühne bereit für ein hochemotionales Finale. Dass der FSV Zwickau im eigenen Stadion gegen den Erzrivalen aus Aue antreten darf, verleiht dem Endspiel eine zusätzliche Note. Für beide Vereine geht es am 23. Mai nicht nur um die Trophäe, sondern auch um das begehrte Ticket für den DFB-Pokal.