
Die Fußballwelt im Kreis Heinsberg und weiter darüber hinaus steht unter Schock: Mamoudou „Mo“ Salou ist im Alter von nur 36 Jahren verstorben. Der Cheftrainer des C-Ligisten SV Baal, der auf eine beachtliche Laufbahn als Spieler in der Ober- und Landesliga zurückblicken konnte, war für seinen Verein weit mehr als nur ein Übungsleiter. Die Nachricht von seinem viel zu frühen Tod löst tiefe Bestürzung aus.
„Mo“ Salou war in der regionalen Fußballszene kein Unbekannter. Während seiner aktiven Zeit schnürte er unter anderem für den SC Kapellen die Schuhe, für den er 38 Einsätze in der Oberliga Niederrhein absolvierte. Auch in der Landesliga hinterließ er Spuren, unter anderem im Trikot des SV Uedesheim. Im Frühjahr 2023 schlug er ein neues Kapitel auf und übernahm den SV Baal in der Kreisliga C1 Heinsberg, wo er bis zuletzt an der Seitenlinie stand.
Dass der Fußball in der Familie Salou eine alles entscheidende Rolle spielt, liegt in der Natur der Sache. Mamoudous Vater ist kein Geringerer als Bachirou Salou. Der einstige Top-Stürmer absolvierte insgesamt 254 Bundesliga-Spiele und 47 Partien in der 2. Bundesliga für Traditionsvereine wie Borussia Mönchengladbach, Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt. Unvergessen bleibt sein Triumph in der Saison 1994/95, als er mit den Fohlen den DFB-Pokal in den Berliner Nachthimmel stemmen durfte.
Wie tief die Wunden sind, die sein Abschied hinterlässt, verdeutlicht ein hochemotionales Statement des SV Baal. In einem Nachruf auf Instagram verabschiedete sich der Verein mit bewegenden Worten von seinem Coach:
„Wie verabschiedet man einen Menschen, der für einen Verein so viel mehr war als nur ein Trainer? Die Wahrheit ist: Eigentlich gar nicht. Weil es dafür keine Worte gibt. Du warst nie einfach nur der Trainer an der Seitenlinie. Du warst Herzschlag, Seele und Gesicht unserer Mannschaft. Ein Mensch, der diesen Verein nicht nur trainiert, sondern gelebt hat – jeden einzelnen Tag. Du hast Menschen zusammengebracht, wenn sie auseinanderzufallen drohten. Du hast uns gezeigt, dass Fußball nicht nur aus Ergebnissen besteht, sondern aus Zusammenhalt, Vertrauen, Leidenschaft und Herz. Du hast aus Spielern Freunde gemacht, aus einer Mannschaft eine Familie, aus einem Verein ein Zuhause. Mit deiner Art hast du Spuren hinterlassen, die nie verschwinden werden. Und genau deshalb fühlt sich dieser Abschied wie der Verlust eines Stücks Zuhause an.“
Der Verlust trifft den Verein ins Mark. Salou war ein Trainer, der nicht nur taktische Vorgaben gab, sondern Menschen formte. Der Verein führt weiter aus: „Es tut weh. Unfassbar weh. Zu wissen, dass du nicht mehr auf dem Platz stehen wirst. Dass deine Stimme fehlen wird, dein Lachen, deine Emotionen. Deine Art, jeden Einzelnen mitzunehmen und stärker zu machen. Es gibt Menschen, die hinterlassen Ergebnisse. Und dann gibt es Menschen wie dich, die hinterlassen Erinnerungen fürs Leben. Du hast uns so viel mehr gegeben als Fußball. Danke wirkt viel zu klein für das, was du für diesen Verein warst. Aber trotzdem: Danke! Für alles. Für jeden Kampf, jede Träne, jedes Lachen. Für jeden einzelnen Moment. Du verlässt vielleicht die Trainerbank, aber niemals unsere Herzen.“
Der Tod von Mamoudou Salou hinterlässt eine Lücke, die weit über den Fußballplatz in Baal hinausreicht. In Gedanken ist die Fußballfamilie bei seinen Angehörigen und seinem Vater Bachirou.
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