
Der SE Freising verpflichtet den Bayernliga-erfahrenen Stürmer Bastian Lommer. Doch der 23-Jährige war fast ein Jahr verletzt.
Wenn es etwas gibt, wofür die Fußballer des SE Freising in dieser Saison ein Garant sind, dann sind das spektakuläre Personalmeldungen. In der Winterpause präsentierten die Domstädter den langjährigen Regionalliga-Stürmer Mijo Stijepic als neuen Trainer für die Rückrunde. Anfang dieser Woche nun wurde in Lerchenfeld nach zwei absolvierten Partien in der Bezirksliga Nord der nächste Transferkracher öffentlich. Denn mit Bastian Lommer angelten sich die Gelb-Schwarzen einen Stürmer mit reichlich Bayernliga-Erfahrung – und das nicht erst ab der neuen Saison, sondern schon für die laufende Rückrunde. Theoretisch jedenfalls.
Doch der Reihe nach: 43 Treffer in 19 Partien sind an sich kein schlechter Wert, wenn man bedenkt, dass Bezirksliga-Tabellenführer SV Nord auch nur sieben Tore mehr erzielt hat. Und dennoch, gerade in den Partien gegen die Spitzenteams blieben die Domstädter offensiv oft blass und hängen auch deswegen weiter dick drin im Tabellenkeller. Da ist der Transfer von Bastian Lommer (23) ein entsprechendes Signal an die Konkurrenz, aber auch ans eigene Team.
Das Transferfenster hat zwar längst geschlossen, gelegen kam dem SEF jedoch ein entsprechender BFV-Passus: Weil Lommer die letzten sechs Monate für seinen Ex-Club, den SV Heimstetten, kein Spiel bestritten hat, war der ablösefreie Wechsel möglich. Da griff die Eintracht sofort zu. „Wir standen in der Winterpause schon im Kontakt“, erklärte Sportchef Heiko Baumgärtner auf FT-Nachfrage. „Umso mehr freut es uns, dass sich Bastian für uns entschieden hat.“ Nicht ganz unbeteiligt dürfte natürlich auch Trainer Mijo Stijepic gewesen sein. Lommer bestritt unter Freisings neuem Coach 22 Partien in der Bayernliga.
Doch große Wunderdinge erwarten die Lerchenfelder zunächst nicht von ihrem variabel einsetzbaren Offensivmann, der bisher auf 56 Spiele alleine in der Bayernliga zurückblicken kann. Lommer war zuletzt fast ein Jahr verletzt. „Wir schauen jetzt erst einmal, dass wir Bastian spielfit bekommen“, erläutert Baumgärtner. Langwierige Folgeverletzungen sollen tunlichst vermieden werden. Dennoch: „Wir hoffen schon, dass Bastian noch ein paar Spiele in dieser Saison bestreiten kann“, ergänzt Baumgärtner.
Der Sportchef lobt überdies explizit die aktuelle Mannschaft. Lommer, der seit einiger Zeit bereits mittrainiert, sei hervorragend aufgenommen worden. Spätestens 2026/27 soll der 23-Jährige dann eine wichtige Offensivstütze werden. Aktuell müsse man Lommer sogar etwas bremsen, erzählt Baumgärtner. „Der Junge ist heiß darauf, zu spielen.“ So freue man sich schon darauf, den Neuzugang von der Leine zu lassen. Und natürlich auf möglichst viele Scorerpunkte. „Ob als Tore oder Vorlagen, das ist mir fast egal“, schmunzelt Heiko Baumgärtner. Eine Verpflichtung mit Kracherpotenzial ist dem SEF schon jetzt gelungen.