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Transfer-Check bei 1860 München – Einige überzeugen, andere enttäuschen

Trio hat noch Luft nach oben

von Marco Blanco Ucles · 13.09.2024, 08:00 Uhr · 0 Leser
Jacobsen und Vollath haben sich bei 1860 München bereits einen Stammplatz erarbeitet. Hobsch könnte gegen Dresden die Chance bekommen.
Jacobsen und Vollath haben sich bei 1860 München bereits einen Stammplatz erarbeitet. Hobsch könnte gegen Dresden die Chance bekommen. – Foto: Imago/Lackovic;Imago/foto2pres

Der TSV 1860 München war in dieser Saison auf dem Transfermarkt sehr aktiv. Vor dem Spiel gegen Dynamo Dresden wagen wir einen Blick auf die Neuzugänge.

München – Kontinuität und 1860 München: Das passt in dieser Saison bislang auf vielen Ebenen nicht zusammen. Neben wechselhaften Leistungen und personellen Änderungen in der Geschäftsführung gilt das auch für die Startformationen von Löwencoach Argirios Giannikis.

So schlagen sich die elf Transfers des TSV 1860 München bislang

Drei Veränderungen waren es gegen Stuttgart II, vier gegen Viktoria Köln und vier zuletzt beim 2:1-Erfolg in Ingolstadt. Mal verletzungsbedingt, oftmals aus Leistungsgründen, veränderte der Deutsch-Grieche bislang immer auf mehreren Positionen. Auch für die knifflige Heimaufgabe gegen Dynamo Dresden am morgigen Samstag (14.03 Uhr/BR und MagentaSport live) bahnen sich erneut Wechsel an. Julian Guttau könnte den zuletzt am Rücken angeschlagenen David Philipp ersetzen und Patrick Hobsch anstelle von Fabian Schubert stürmen.

Dass Giannikis so häufig seine Anfangsformation verändert, liegt auch daran, dass viele der elf externen Sommer-Neuzugänge mit Anlaufschwierigkeiten in München-Giesing zu kämpfen haben. Die tz zieht rund zweieinhalb Monate nach dem Trainingsstart der Löwen ein erstes Fazit und ordnet die Neuzugänge in verschiedene Kategorien ein.

Klare Verstärkung: Schifferl, Vollath und Jacobsen schlagen bei 1860 München ein

Raphael Schifferl, René Vollath und Thore Jacobsen. Nicht jeder Löwenfan zeigte sich begeistert, als Giannikis kurz vor Saisonbeginn erklärte, dass Publikumsliebling Marco Hiller Neuzugang Vollath den Vortritt lassen muss. Aber auch die Kritik aus der Kurve nach dem irren 60-Meter-Gegentor gegen Stuttgart II (1:3) ließ den 34-jährigen Vollath kalt. Seinen Wert für die Löwen stellte er spätestens mit seiner blitzsauberen Leistung in Ingolstadt unter Beweis.

Auch Schifferl, wie Vollath letzte Saison noch bei Unterhaching unter Vertrag, zeigte bei den Schanzern seine beste Saison-Leistung, ist im Abwehrzentrum gesetzt. Auf der Sechserposition wächst Jacobsen immer mehr in die Leader-Rolle hinein, für die ihn die 1860-Verantwortlichen bei seinem Wechsel vorgesehen hatten.

Voller Einsatz für 1860: Keeper René Vollath (2.v.l.) und Verteidiger Raphael Schifferl (M.) sind in der Löwen-Defensive fest gesetzt.
Voller Einsatz für 1860: Keeper René Vollath (2.v.l.) und Verteidiger Raphael Schifferl (M.) sind in der Löwen-Defensive fest gesetzt. – Foto: IMAGO

Aufblitzendes Potential: Wolfram, Philipp und Schubert kommen bei 1860 immer besser in die Spur

Maximilian Wolfram, David Philipp und Fabian Schubert. Alle drei Offensivkräfte kamen schleppend in die Saison, die Tendenz zeigte zuletzt nach oben. Wolfram und Schubert sammelten in Ingolstadt und Memmingen Selbstvertrauen in Form wichtiger Tore. Bei Philipp wird entscheidend sein, dass er konstant verletzungsfrei bleibt – nur dann kann er dem Löwen weiterhelfen.

Viel Luft nach oben: Deniz, Bähr und Hobsch brauchen aktuell noch Zeit

Tunay Deniz, Florian Bähr und Patrick Hobsch. 17 Scorerpunkte bei Absteiger Halle in der letzten Drittligasaison brachten Deniz ins Blickfeld der Löwen. In dieser Saison jedoch gelang ihm bislang jedoch keine Torbeteiligung. Nicht ins 4-2-2-2-System passte anfangs Stürmer Hobsch. Die neue 4-2-3-1-Formation könnte ihm besser liegen, Hobsch muss mit Bällen gefüttert werden, um erfolgreich zu sein. Einen schweren Stand hat Linksverteidiger Bähr, Konkurrent Kwadwo hat die Nase vorne.

Ohne Bewertung: Danhof fehlte bislang verletzt – Kozuki steht gegen Dresden vor Debüt

Tim Danhof und Soichiro Kozuki. Seit seinem Kurz-Einsatz gegen Saarbrücken Anfang August fehlt Rechtsverteidiger Danhof verletzt, machte zuletzt kleine Fortschritte Richtung Comeback. Problem für ihn: Youngster Reich macht rechts hinten bislang eine sehr gute Figur. Kozuki ist noch ohne Spielminute im 1860-Trikot, könnte gegen Dresden sein Debüt feiern.