
Schon einige Tage vor dem Heimspiel gegen den FC Schwabing (Freitag, 19 Uhr) machte in Hallbergmoos das Gerücht die Runde, wonach sich der VfB nach dem Ausscheiden aus dem Aufstiegsrennen mit einer Transferbombe trösten würde. Diese ist nun geplatzt: Benedikt Orth, Regionalliga-Stammkicker vom TSV Buchbach, übernimmt als spielender Co-Trainer den Platz von Mario Mutzbauer.
Mit 27 Jahren befindet sich Orth im besten Fußballeralter. Umso bemerkenswerter ist sein Wechsel aus der Regionalliga zwei Klassen nach unten. Er spielte einst in der U19-Bundesliga für die SpVgg Unterhaching und wechselte dann nach Buchbach. Dort absolvierte der Defensivspieler 166 Regionalliga-Spiele (acht Tore). Benedikt Orth wurde beim Regionalliga-Dino als Innenverteidiger, linker Verteidiger oder Sechser eingesetzt. In Hallbergmoos soll er die Flut der Gegentore eingrenzen. 53 kassierte Treffer in 30 Spielen sind zu viel für eine Mannschaft, die in die Bayernliga aufsteigen will.
Der studierte Sportmanager hat sich für Hallbergmoos entschieden, um die ersten Schritte der Trainerkarriere zu gehen. „Beim VfB habe ich die perfekte Möglichkeit gefunden, meine Spielerkarriere fortzuführen und gleichzeitig als Co-Trainer wertvolle Erfahrungen zu sammeln“, sagt der Neuzugang. Er wolle in Hallbergmoos allerdings auch mithelfen, etwas aufzubauen.
Sichtlich stolz präsentierte der Sportliche Leiter Anselm Küchle den Königstransfer. Er betonte, dass man einen sehr guten Spieler und einen Trainer dazugewonnen habe. Orth steht quasi für die neue Marschroute „Klasse statt Masse“. Die Hallbergmooser wollen diesen Sommer nur wenige Transfers tätigen, dafür aber Leistungsträger und Anführer holen. „Bene Orth passt menschlich wie fachlich in das Profil“, sagt Küchle.
Auch Trainer Andreas Giglberger ist happy mit dem neuen Mann im Trainerteam: „Er bringt für sein Alter eine beeindruckende Reife mit, sowohl auf dem Platz als auch in seiner Denkweise als angehender Trainer. Seine Persönlichkeit und sein Know-How werden uns als Trainerteam sofort bereichern. Und dass wir mit ihm gleichzeitig einen absoluten Qualitätsspieler für unsere Defensive gewinnen, macht die Sache noch besser.“
Damit hat der Landesligist in der kommenden Saison mit Andreas Giglberger, Andreas Kostorz und Benedikt Orth drei Trainer zur Verfügung, die allesamt auch als Spieler auf der Liste stehen. Es könnte darauf hinauslaufen, dass der Cheftrainer Andreas Giglberger als Stand-By-Spieler meistens der Coach an der Seitenlinie ist. Orth sollte als Abwehrchef ab sofort gesetzt sein.