2026-02-20T12:29:42.904Z

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Trainerwechsel in Günterfürst: Möldner übernimmt ab Sommer

Nach viereinhalb Jahren hört Tobias Hastert im Sommer auf +++ Eigengewächs Marius Möldner tritt die Nachfolge beim TSV Günterfürst an +++ Das sind die Pläne des Kreisoberligisten

von Lutz Reubold · Heute, 10:52 Uhr · 0 Leser
Marius Möldner (rechts) löst Trainer Tobias Hastert ab Sommer beim TSV Günterfürst ab.
Marius Möldner (rechts) löst Trainer Tobias Hastert ab Sommer beim TSV Günterfürst ab. – Foto: TSV Günterfürst

Günterfürst. Der TSV Günterfürst stellt sich für die kommende Saison neu auf: Co‑Spielertrainer Marius Möldner übernimmt den Trainerposten beim Odenwälder Kreisoberligisten. Er folgt auf Tobias Hastert, der nach viereinhalb Jahren im Amt ab Sommer kürzertreten möchte.

Trainerwechsel beim TSV Günterfürst strategisch vorbereitet

Der Abteilungsleiter Fußball des TSV, Oliver Naas, betont, dass die Besetzung strategisch vorbereitet worden sei. „Schon bei der Verpflichtung von Marius Anfang vergangenen Jahres als Co-Trainer für die aktuelle Saison haben wir die Weichen gestellt“, erklärt Naas. Dank der engen Zusammenarbeit zwischen Hastert und Möldner sei der Übergang nahtlos: „Der Wechsel im Sommer wird damit indirekt schon in dieser Saison vorbereitet.“ Möldner sei nach einer Verletzung wieder fit und bekomme nun direkte Einblicke in seine künftige Rolle als Spielertrainer.

Naas unterstreicht, dass der Verein den Rückkehrer Möldner mit offenen Armen empfangen habe: „Der TSV legt großen Wert auf die Ausbildung seiner Kicker. Leider verlässt uns das ein oder andere Talent und spielt in höheren Klassen.“ Allerdings habe der TSV niemals den Kontakt abreißen lassen. Möldner war 2018 zum VfL Michelstadt gewechselt und kam über Eintracht Wald-Michelbach und den SV Fürth wieder zurück nach Günterfürst.
Nachdem Hastert dem Verein im Winter mitgeteilt hatte, nicht weitermachen zu wollen, sagte das Eigengewächs frühzeitig zu. „Marius war die 1A-Lösung, sodass wir uns über weitere Kandidaten keine wirklichen Gedanken gemacht haben“, sagt Naas.

TSV Günterfürst: Familiäre Gründe für Hastert entscheidend

Möldner hatte bei der Anfrage des TSV sofort ein gutes Gefühl. „Mir wurde von Anfang an Vertrauen seitens der Vereinsführung vermittelt“, sagt er. „Zusätzlich hat mich überzeugt, mit einer jungen Mannschaft zu arbeiten, die viel Potenzial hat.“ Für das aktuelle Jahr als Co-Trainer an Hasterts Seite zeigt sich der 27-Jährige dankbar: „Von Tobi habe ich schon sehr viel mitnehmen können, sei es in der Trainingsgestaltung oder auch von der taktischen Komponente – wie er Dinge sieht und auch auf kurzfristige Änderungen reagiert.“
Auch Hasterts Zukunft ist zur Freude des Abteilungsleiters geklärt: „Tobi bleibt uns im Management erhalten. Er ist ein absoluter Fußball-Fachmann und dazu noch ein toller Mensch.“ Der Erbacher soll bei der Kaderplanung sowie der Integration von Jugendspielern erster Ansprechpartner für die jeweiligen Trainer sein.

Der 36-Jährige sah den Zeitpunkt gekommen, mehr Zeit für seine Familie zu haben. „Bei mir hat sich der Gedanke ans ‚Aufhören‘ schon länger gebildet“, beschreibt er. Allerdings sei der Kader im vergangenen Sommer unfassbar stark gewesen, was auch Hastert noch einmal gepackt habe. „Leider konnten wir die Menge an verletzten Spielern nicht kompensieren, stehen dafür aber immer noch gut in der Tabelle da“, bewertet der Trainer.

Mit zwei Kindern, auf die er sich dann voll konzentrieren könne, falle es ihm relativ leicht, im kommenden Sommer das Traineramt niederzulegen. Ihn beruhige es, dass Möldner sein Nachfolger werde. „Mir ist es wichtig, dass er das Angefangene weiterführt, da wir sehr ähnlich ticken und ich seine Gedanken rund um den Fußball sehr schätze.“ Mit einer Verstärkung für die kommende Saison kann der künftige Trainer bereits rechnen: Wie der Verein kürzlich verkündet hat, wechselt Louis Reeg von der SG Rimhorn/Neustadt nach Günterfürst.