
Der 1. FC Greiz und Cheftrainer Kevin Brettfeld werden nach der laufenden Saison getrennte Wege gehen. Im Interview spricht Brettfeld über die Gründe seiner Entscheidung, den Zeitpunkt sowie seine Zukunftspläne.
Statement des 1. FC Greiz:
Der 1. FC Greiz und Cheftrainer Kevin Brettfeld gehen nach der laufenden Saison getrennte Wege. Kevin hat uns kurzfristig zu Saisonbeginn in einer schwierigen Situation übernommen und unsere Landesklassemannschaft durch eine herausfordernde Zeit geführt. Für dieses Engagement und die geleistete Arbeit möchten wir uns ausdrücklich bedanken. Mit seiner Erfahrung und seinem Einsatz hat er einen wichtigen Beitrag für unseren Verein geleistet. Umso mehr bedauern wir, dass er seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Bis zum Saisonende wird Kevin Brettfeld selbstverständlich weiterhin alles für die Mannschaft und den Verein geben – mit vollem Einsatz für einen erfolgreichen Abschluss der Spielzeit.
Lieber Kevin, wir danken dir für deinen Einsatz beim 1. FC Greiz und wünschen dir auf deinem weiteren fußballerischen Weg sowohl sportlich als auch persönlich alles Gute für die Zukunft!
Interview mit Kevin Brettfeld:
FuPa Thüringen: Was sind die Gründe für die Entscheidung, beim FC Greiz als Cheftrainer aufzuhören?
Kevin Brettfeld: Die Entscheidung, beim 1. FC Greiz als Cheftrainer aufzuhören, hat mehrere Gründe. Von Anfang an war klar, dass es sich um eine Übergangslösung zu Saisonbeginn handelt, da es damals keinen Trainer in Greiz gab. In dieser Situation habe ich meinem Vater, der zu diesem Zeitpunkt noch Präsident war, einen Gefallen getan und die Aufgabe übernommen. Grundsätzlich ist es mein Ziel, perspektivisch wieder höherklassigen Fußball zu trainieren. In den letzten Wochen habe ich jedoch zunehmend gemerkt, dass die Aufgabe in Greiz für mich häufiger mit Belastung als mit Freude verbunden war. Dafür trägt niemand konkret die Schuld – wir haben aktuell viele verletzte Spieler und insgesamt mehrere Faktoren, die diese Saison schwierig machen. Wenn sich die Möglichkeit bietet, wieder höherklassig zu arbeiten, werde ich diesen Schritt gehen – dafür sehe ich mich absolut bereit. Meine Lust auf Fußball ist ungebrochen, ich bringe viel Energie mit und habe große Freude an der Arbeit als Trainer. Sollte sich keine passende Option ergeben, werde ich die Zeit konsequent nutzen, um mich gezielt weiterzubilden und noch stärker zurückzukommen.
FuPa Thüringen: Steht diese Entscheidung schon länger fest?
Kevin Brettfeld: Die Entscheidung ist gereift, im Endeffekt habe ich die Entscheidung aktiv am letzten Wochenende gefällt, als ich mich mit meiner Familie intensiv darüber ausgetauscht habe.
FuPa Thüringen: Gibt es schon konkrete Pläne für deine Zukunft als Trainer?
Kevin Brettfeld: Konkrete Pläne gibt es aktuell noch nicht. Im Fußball kann sich vieles sehr schnell entwickeln, deshalb halte ich meine Optionen bewusst offen. Mein voller Fokus liegt jetzt erst einmal auf dem Rest der Saison – wir wollen das Maximum herausholen und in der Tabelle noch ein paar Plätze gutmachen. Alles Weitere wird sich danach ergeben. Ich bin überzeugt, dass sich die richtigen Möglichkeiten zur richtigen Zeit ergeben werden.