2026-10-12T07:15:15.248Z

Ligabericht

Trainerwechsel beim TSV Gersthofen - Ex-Spieler übernehmen

Landesligist trennt sich Aufstiegstrainer Ajet Abazi

von Augsburger Landbote / Oliver Reiser · 01.10.2026, 19:00 Uhr · 0 Leser
Fortan wird die Traineraufteilung beim TSV Gersthofen anders aussehen. Ajet Abazi und Roland Pankratz (von links) werden nicht mehr auf der Bank sitzen.
Fortan wird die Traineraufteilung beim TSV Gersthofen anders aussehen. Ajet Abazi und Roland Pankratz (von links) werden nicht mehr auf der Bank sitzen. – Foto: Dieter Latzel

Beim TSV Gersthofen wird ein Meistertrainer Nachfolger von Meistertrainer Ajet Abazi. Warum das neue Trainergespann beim ersten Training emotional wurde.

Da müssen die Telefone aber geglüht haben. Nur wenige Tage nach der Trennung von Trainer Ajet Abazi hat man beim TSV Gersthofen einen neuen Chefanweiser aus dem Hut gezaubert. Dabei folgt ein Meistertrainer auf den anderen.

„Wir haben unseren Wunschkandidaten bekommen“, zeigt sich Abteilungsleiter Rico Kornisch erleichtert. Sowohl der neue Coach als auch sein Co-Trainer haben eine Gersthofer Vergangenheit. Beide haben sogar in der Saison 2008/09 zusammen für den TSV gespielt.

Dmitrij Peil ist der Wunschtrainer von Abteilungsleiter Kornisch

Neuer Cheftrainer ist Dmitrij Peil, der in der abgelaufenen Saison den TSV Bobingen als Meister der Bezirksliga Süd in die Landesliga geführt hat. Der 46-jährige ehemalige kasachische Nationalspieler war zuletzt als Zuschauer beim Derby in der Gersthofer Sportarena. Dort kennt er sich gut auskennt.

Peil hat schon zweimal das schwarz-gelbe Trikot getragen. Von 2007 bis 2009 und von 2012 bis 2014, als der TSV Gersthofen in der Bayernliga spielte. Zuvor war der Logistikkaufmann unter anderem beim TSV Aindling, TSV Neusäß und SV Mering am Ball. Als Trainer verdiente sich der Vater zweier Söhne, die in der Fußballszene als Schiedsrichter bekannt sind, die ersten Meriten in der Nachwuchsabteilung des TSV Schwaben Augsburg.

„Wir wollten Dmitrij Peil schon seit geraumer Zeit für unsere Jugendarbeit nach Gersthofen holen“, freut sich Rico Kornischüber den gelungen Coup. „Wir haben eine junge Mannschaft und brauchen jemand, der gut mit jungen Spielern arbeiten kann.“ Da Peil aus seiner Zeit bei Schwaben schon Akteure wie Fabian Bühler oder Jermaine Meilinger unter seinen Fittichen hatte, habe es nicht lange mit der Zusage gedauert. „Innerhalb von zwei Stunden habe ich mich entschieden. Gersthofen ist ja nicht fremd für mich“, sagt Peil, der bereits am Dienstag auf dem Trainingsplatz stand.

Bajram Gocevic ist der neue Co-Trainer

Ihm zur Seite steht Bajram Gocevic. Auch der neue Co-Trainer ist in Gersthofen kein Unbekannter. Er hat von 2004 bis 2009 fünf Jahre für den TSV gespielt – unter anderem zusammen mit Dmitrij Peil. Zuletzt war der 46-Jährige trotz fortgeschrittenen Alters noch als spielender Co-Trainer beim TSV Leitershofen im Einsatz. Lange Jahre spielte er für den SV Mering – ebenfalls zusammen mit Peil.

„Wir wollten immer schon zusammen etwas machen. Da hat das in Gersthofen jetzt super gepasst. Wir hatten beide Gänsehaut beim ersten Training in Erinnerung an alte Zeiten“, gibt Dmitrij Peil Einblicke in seine Gefühlswelt. Doch zurück ins jetzt und heute. „Wir müssen so schnell wie möglich abliefern, um in der Liga zu überleben. Jeder Punkt zählt“, sagt Peil vor seiner Premiere am kommenden Samstag im Auswärtsspiel beim FC Kempten. Abteilungsleiter Rico Kornisch nimmt Druck vom Kessel: „Wie Jürgen Klopp ist auch Dimi Peil kein Zauberer. Es wartet viel Arbeit auf alle Beteiligten. Aber ich erwarte eine andere Einstellung wie zuletzt.“ Jetzt ist die Mannschaft gefragt.