Sportlich soll der Wechsel kurzfristig neue Impulse im Abstiegskampf setzen, strategisch war die Neuausrichtung nach Angaben des Vereins ohnehin bereits vorgesehen. Ragnar Törber betonte, dass die Entscheidung kein Bruch mit der Mannschaft sei, sondern Ausdruck des weiter bestehenden Vertrauens: „Das Vertrauen ins Team ist ungebrochen. Wir sind stark genug, in der Liga zu bestehen – das haben die Jungs bereits gezeigt. Wir ziehen damit zusammen mit Andi vor, was wir ohnehin für den Sommer geplant haben.“
Für Bergmann bedeutet das Aus auf der Trainerbank zugleich keinen Abschied vom Verein. Vielmehr soll er dem AFC in verantwortlicher Rolle erhalten bleiben und gemeinsam mit Törber an strukturellen Themen arbeiten. Vorgesehen ist, dass er künftig als sportliche Leitung Fußball die Weiterentwicklung der Vereinsstrukturen begleitet und insbesondere die Verzahnung zwischen Jugendbereich, U19, U23 und Ligateam weiter vorantreibt. Der Klub verweist in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf die zuletzt positive Entwicklung im Unterbau und auf das Ziel, Talente noch gezielter an den Herrenbereich heranzuführen.
Dank an Bergmann – und ein Auftrag für den Saisonendspurt
Zugleich würdigte der Verein die Arbeit von Bergmann, der die Mannschaft über fast fünf Jahre geprägt hat. In seiner Mitteilung hob der AFC vor allem dessen Einsatz und Identifikation hervor und dankte ihm „für alles, was du dieser Mannschaft in den letzten fast fünf Jahren gegeben hast – deine Energie, deine Leidenschaft und dein großes Herz“. Dass Bergmann dem Klub erhalten bleibt, dürfte intern auch als Zeichen der Stabilität verstanden werden: Der sportliche Kampf um den Klassenverbleib läuft weiter, doch personell soll der Übergang ohne Bruch gelingen.