2026-04-03T19:57:16.526Z

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Trainerurgestein aus Neuss trifft Bonhof, Kohler und Toppmöller

Jotis Grigoriadis trainiert seit Jahrzehnten Nachwuchskicker, mit seiner Fußballschule auch wieder in den Osterferien. Nun wurde er für sein Engagement geehrt und traf auf einem Kongress in Mönchengladbach viele Größen aus dem Profifußball.

von RP / MaHa · Heute, 20:00 Uhr · 0 Leser
Für Jotis Grigoriadis gab es eine besondere Auszeichnung.
Für Jotis Grigoriadis gab es eine besondere Auszeichnung. – Foto: Thies Meyer

Der Grieche Jotis Grigoriadis ist auch mit 73 Jahren kaum zu bremsen, sein Leben dreht sich komplett um das runde Leder. Nun verlängerte der Fußballtrainer durch die Teilnahme am „Regionalen internationalen Trainer-Kongress“ seine UEFA-A-Lizenz um drei weitere Jahre, zudem erhielt er auf der Jahreshauptversammlung der DJK Rheinkraft Neuss eine besondere Auszeichnung.

Für Jotis Grigoriadis ist der 25. März ein ganz besonderer Tag, es ist der griechische Nationalfeiertag. Am Abend fand die Jahreshauptversammlung der DJK Rheinkraft Neuss statt, an der der Grieche als Mitglied teilnahm und überrascht wurde: Er erhielt vom Vorstand den Rheinkraft-Ehrenpreis für seine ehrenamtliche Tätigkeit und seinen außerordentlichen Einsatz im Fußball. Der Fußballtrainer war gerührt und vollkommen überrascht. „Das ist natürlich eine tolle Anerkennung und große Wertschätzung meiner Arbeit, damit habe ich überhaupt nicht gerechnet“, sagte der 73-Jährige. „Und das alles am Nationalfeiertag Griechenlands.“

Zwei Tage zuvor war Grigoriadis in Mönchengladbach und nahm am „Regionalen internationalen Trainer-Kongress“ im Borussia-Park teil. Der Neusser war einer von insgesamt 300 Fußballtrainern aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Dort traf der Grieche auf zahlreiche aus dem Fußball bekannte Gesichter wie Rainer Bonhof (Präsident von Borussia Mönchengladbach), Eugen Polanski (Coach Borussia Mönchengladbach), Stephan Engels (ehemaliger Bundesligaspieler 1. FC Köln) sowie Jürgen Kohler (ehemaliger Nationalspieler und Weltmeister 1990) und Dino Toppmöller (ehemaliger Coach von Eintracht Frankfurt).

„Die Teilnahme hat mir enorm viel Spaß gemacht, ich habe dank meiner Mentalität keine Berührungsängste und spreche auch immer jeden an, halte dies auch gerne in einem Bild fest. Und wenn ich Fragen habe, stelle ich diese auch, egal an wen und vor wie vielen Teilnehmern“, berichtete der Grieche, der auch in seinem Alter nicht zu bremsen ist, tagtäglich für den Fußballsport brennt und Kinder und Jugendliche fördern und ausbilden möchte.

So war die Teilnahme in Mönchengladbach für den Griechen, der seit mehr als 30 Jahren in Neuss lebt, auch in diesem Jahr wieder sehr wichtig. „Aus den verschiedenen Vorträgen nehme ich immer wieder neue Erkenntnisse mit“, sagte der 73-Jährige. Vor allem Themen wie „Trainerscouting – Trends und Herausforderungen“, „Entwicklung einer ambitionierten Frauenmannschaft in einem Bundesligaverein“ oder auch „Scouting im Wandel – Herausforderung im Top-Talente-Scouting“ interessierten Jotis Grigoriadis sehr.

Seit Montag ist er nun aber wieder mit seiner mobilen Fußballschule „Hattrick“ unterwegs. Für die ist er seit rund 20 Jahren als Camp-Leiter an der Seite von Geschäftsführer Markus Högner (heute auch Coach der Frauenmannschaft von Borussia Dortmund) im Einsatz und hat unzählige junge Kicker gefördert und ihnen mit seiner einnehmenden Art den Spaß am Fußball vermittelt. Dieses Mal ist der Grieche während der Osterferien mit Kindern und Jugendlichen bei seinem Ex-Verein DJK Gnadental zu Gast. Und seit zwölf Jahren ist auch seine Frau Ilona mit von der Partie. Sie kümmert sich um die Verpflegung und um alle weiteren Belange der Nachwuchs-Fußballer in den Fußballcamps.