
Ein Abschied unmittelbar vor der Winterpause: Vor dem letzten Spiel des Jahres kommt es beim TSV Alteglofsheim, der in der Kreisklasse 1 Regensburg tief im Abstiegskampf steckt, zu einer Veränderung auf der Trainerposition. Am gestrigen Mittwochabend trennten sich die Wege des Vereins und Manuel Lublow (44). In einem Gespräch hatte Abteilungsleiter Christian Haimerl dem Trainer eröffnet, dass man sich im Winter gern einvernehmlich trennen wolle. Noch am selben Abend teilte Lublow mit, dass er sein Amt sofort abgibt – noch vor dem wichtigen Heimspiel am kommenden Samstag gegen den TV Barbing.
„Wir haben ein Gespräch geführt, ob eine Trennung zur Winterpause nicht besser für beide Seiten wäre. Kurz darauf entschied Manu Lublow, besser direkt aufzuhören. Das war natürlich so nicht im Plan“, berichtet Spartenleiter Christian Haimerl. Lublow hatte den TSV während der Corona-Pandemie im Sommer 2020 übernommen. Unter seiner Regie gelang viermal der Klassenerhalt in der Kreisklasse 1. Letzte Saison stand ein toller vierter Platz in der Endabrechnung zu Buche. „Wir bedanken uns bei Lublow für sein Engagement in den letzten Jahren. Es hat immer alles gepasst, nicht umsonst haben wir in unserer nicht optimalen Ist-Situation an ihm festgehalten“, so Haimerl, der die „sehr vielen Verletzten und ständig wechselnden Mannschaftsaufstellungen“ als Hauptgrund für die heuer so durchwachsene TSV-Saison nennt.
„Ich hatte eigentlich schon das Gefühl, dass wir die Mannschaft im Griff haben. Wir hatten große Probleme, weil uns über die ganze Saison bis zu zehn Stammspieler gefehlt haben. Letztlich habe ich besprochen, es sofort zu beenden, weil das Vertrauensverhältnis nicht mehr gegeben ist“, sagt Manuel Lublow, der trotz der Hauruck-Trennung auf eine „wunderschöne Zeit“ in Alteglofsheim zurückblickt: „Es bleiben die schönen Erinnerungen. Wir haben letzte Saison die erfolgreichste Saison in der Kreisklasse gespielt. Da hat man gesehen, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Ich wünsche dem Verein und der Mannschaft nur das Beste und hoffe, dass sie den Klassenerhalt schaffen.“ Einer neuen Aufgabe nach der Winterpause steht Lublow prinzipiell offen gegenüber: „Ich bin gern Trainer und es macht mir Spaß, mit jungen Leuten zu arbeiten. Von daher bin ich immer offen für Gespräche. Es muss natürlich von beiden Seiten aus passen.“
In der Zwischenzeit werden beim TSV Alteglofsheim voraussichtlich der bisherige Spielercoach Sebastian Papilion gemeinsam mit Letwon Stückel das Sagen haben beim letzten Spiel des Jahres. Das wird am heutigen Donnerstag abgesprochen. Anschließend geht's sowieso in die Winterpause. „Nächste Woche werden wir uns zusammensetzen und schauen, was der Plan ist. Wir haben Zeit und werden nichts übers Knie brechen“, betont Christian Haimerl, der für die Restsaison hoffnungsfroh gestimmt ist: „Erste Rückkehrer aus dem Lazarett sind schon wieder da. Wir hoffen, nach der Winterpause die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.“ Als Tabellen-13. mit 13 Punkten hat die Mannschaft um Wortführer Tim Lechinger nur zwei Zähler zum rettenden Ufer aufzuholen. Auf dem letzten Nichtabstiegsplatz steht Samstags-Gegner TV Barbing.