
Bei Türkgücü München gibt es personelle Veränderungen. Ab sofort ist Slaven Skeledzic wieder Trainer des abstiegsbedrohten Bayernligisten.
Diese Nachricht kommt überraschend. Rainer Elfinger ist nicht mehr Trainer von Türkgücü München. Er wechselt den Posten und übernimmt ab sofort die Rolle der Sportlichen Leitung. Seit Montag ist wieder Slaven Skeledzic der Mann an der Seitenlinie des Tabellenschlusslichts. Die Rückkehr des 54-Jährigen ist nach der Trennung in der Hinrunde eine große Überraschung, lief diese doch alles andere als harmonisch ab.
Skeledzic, der im Sommer die damals aus der Regionalliga abgestiegene Mannschaft übernommen hatte, beklagte bei der Trennung massive strukturelle Defizite und rechnete offen mit Türkgücü München ab. So hätte er „kein Cent bekommen“ und sei „angezählt“ worden. Selbst öffentlich wurde man sich nicht einig, ob die Trennung „einvernehmlich“ vonstatten ging. Drei Bayernliga-Spiele lang hatte er den Klub gecoacht, drei Niederlagen setzte es, ehe die Trennung erfolgt war. Doch nun ist er also wieder zurück.
Hintergrund für den Wechsel Rainer Elfingers in die Rolle der Sportlichen Leitung sind gesundheitliche Probleme, die ihn in seiner Trainer-Tätigkeit derzeit einschränken. Als Sportlicher Leiter ist das anders. „Es ermöglicht mir eine freiere Zeiteinteilung. Ich kann mir das anders managen“, so der 59-Jährige im Gespräch mit Fussball Vorort/FuPa Oberbayern über seine neuen Aufgaben. „Ich habe jahrzehntelang an der Seitenlinie gearbeitet. Jetzt ist es spannend, mal etwas anderes kennenzulernen.“ Neben der Unterstützung des Sportvorstands wird er sich um die Kaderbesetzung für die kommende Saison kümmern.
Hier plant er, zweigleisig zu denken, und gibt offen zu: „Es ist schwer, die Relegationsränge noch zu erreichen.“ Mit Skeledzic an der Seitenlinie möchte man zudem einen neuen Impuls mit jemandem setzen, der 100 Prozent geben kann. Skeledzic erhält einen Zwei-Jahres-Vertrag. Türkgücü München steht auf dem letzten Tabellenplatz der Bayernliga, holte in 23 Spielen gerade einmal acht Punkte. Mit einem Torverhältnis von 14:57 hat man sowohl die schwächste Offensive als auch Defensive. Der Rückstand auf einen Relegationsplatz beträgt mindestens acht Punkte. Elf Spieltage bleiben noch, um das Ruder herumzureißen.