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Trainer Gaul verlässt Gauting wegen Job-Angebot aus Hamburg – GSC sucht Ersatz

Gautinger SC im Umbruch

von Tobias Empl · 03.01.2026, 16:06 Uhr · 0 Leser
Verlässt den Gautinger SC nach eineinhalb Jahren: Franz Gaul, bis zur Winterpause Trainer der ersten Herrenmannschaft, zieht es beruflich bedingt nach Hamburg. Die Suche einem Nachfolger läuft.
Verlässt den Gautinger SC nach eineinhalb Jahren: Franz Gaul, bis zur Winterpause Trainer der ersten Herrenmannschaft, zieht es beruflich bedingt nach Hamburg. Die Suche einem Nachfolger läuft. – Foto: Dagmar Rutt

Der Trainer geht aus beruflichen Gründen. Auch der Abteilungsleiter hat seinen Rücktritt erklärt. Jetzt sucht der Verein dringend Ersatz.

Die Fußballabteilung des Gautinger SC ist auf der Suche nach einem Trainer für die erste Herrenmannschaft in der Kreisklasse. Franz Gaul hat aus beruflichen Gründen aufgehört. „Er hat ein Jobangebot aus Hamburg bekommen, das er nicht abschlagen konnte“, berichtet der stellvertretende Abteilungsleiter Julian Feser. „Deshalb ist es ihm leider nicht mehr möglich, das Training beim GSC zu leiten.“

Gaul hatte die Mannschaft vor eineinhalb Jahren übernommen, damals als Nachfolger von Bernd Ziehnert. Zuvor war er bereits im Jugendbereich beim GSC tätig gewesen. Feser, in Personalunion auch Kapitän der ersten Mannschaft, ist voll des Lobes über den scheidenden Coach. „Es war ein sehr emotionaler Abschied nach dem letzten Spiel vor der Winterpause, es ist wirklich schade, dass er aufhört. Was Franz und Ludwig Platzer, der Trainer der Zweiten, zusammen in den letzten eineinhalb Jahren geschafft haben, ist wirklich gut.“

Den beiden sei es gelungen, neues Feuer auf und neben dem Platz zu entfachen. „Wir haben in der Regel um die 30 Leute im Training. Franz hat außerdem seine Spielidee sehr gut umsetzen können“, betont Feser.

Das Einzige, was zuletzt gefehlt habe, seien die Punkte, gibt der Kapitän zu. In der Vorsaison war dem GSC nach schwachem Start dank eines zwischenzeitlich starken Laufs mit elf Spielen ohne Niederlage noch souverän der Klassenerhalt in der Kreisklasse geglückt. In der aktuellen Spielzeit hatte das Team eigentlich den nächsten Schritt gehen wollen – steckt nun aber als Drittletzter auf einem Relegationsplatz im Tabellenkeller fest.

Man habe eigentlich gegen jeden Gegner mithalten können, sich durch individuelle Fehler aber immer wieder um den Lohn der Arbeit gebracht, sagt Feser. Er kündigt an: „Das wird jetzt knallharter Abstiegskampf.“ Der Kapitän ist jedoch fest davon überzeugt, dass die Mannschaft stark genug ist, um die Klasse zu halten. Die Stimmung sei weiterhin gut und die Motivation ungebrochen. So habe man etwa schon jetzt 22 Anmeldungen für das traditionelle Trainingslager am Gardasee Anfang März.

Feser hofft, bis dahin einen neuen Trainer an Land gezogen zu haben. Die Suche im Winter sei nicht sonderlich einfach, aber man habe als Verein durchaus etwas zu bieten. „Wir haben ein sehr junges Team mit viel Potenzial, und dahinter eine noch jüngere zweite Mannschaft, aber auch einige erfahrene Spieler, die die Jungen führen können. Die Spieler kommen zu 95 Prozent aus der eigenen Jugend, was es so auch nicht mehr so häufig gibt.“ Wichtig sei es ihm, dass der Neue zum Verein und dem familiären Umfeld passe.

Feser wünscht sich nach dem erfahrenen Vorgänger erneut einen Trainer im Altersbereich Ü40, am besten mit Trainerlizenz und aus der Umgebung. Interessenten dürfen sich gerne per E-Mail bei ihm melden, sagt Feser (abteilungsleitung.gsc@gmail.com). Sollte sich aber kein passender Kandidat finden, habe man aber auch mehrere „Notfalllösungen“ bis zum Saisonende parat.

Für die Trainersuche ist nun vor allem Feser verantwortlich, denn die Gautinger Fußballer haben neben ihrem Trainer auch ihren Abteilungsleiter verloren. Kurz vor Jahresende trat Oliver Stollbert nach vier Jahren in diesem Ehrenamt aus persönlichen und beruflichen Gründen zurück. Feser kündigt eine baldige Nachfolgelösung an. Nach den Weihnachtsferien will er ein neues Team, zu dem auch er zählen werde, präsentieren.