2026-01-09T09:36:09.492Z

Ligavorschau
Konsequent abschließen: Die Chancenverwertung ist beim SV Rödinghausen, hier mit Stürmer Abdul Moursalim Fesenmeyer (Mitte), noch ausbaufähig.
Konsequent abschließen: Die Chancenverwertung ist beim SV Rödinghausen, hier mit Stürmer Abdul Moursalim Fesenmeyer (Mitte), noch ausbaufähig. – Foto: Joel Beinke

Trainer des SV Rödinghausen fordert mehr Effektivität vor dem Tor

Am Samstag erwartet das Team vom Wiehen den 1. FC Bocholt. Der Vizemeister aus dem Münsterland hat nach schwachem Saisonstart zuletzt erstmals gewonnen.

Für Statistiken kann man sich für gewöhnlich nicht viel kaufen. Dennoch haben sie an der einen oder anderen Stelle eine gewisse Aussagekraft. Und es gibt eine bestimmte Statistik, die Trainer Farat Toku vom Regionalligisten SV Rödinghausen schon seit einiger Zeit beschäftigt. Es geht um die Chancenverwertung in den bisherigen Meisterschaftsspielen in dieser Saison.

Schon vor dem Spiel am letzten Samstag gegen den KFC Uerdingen hatte Toku darauf hingewiesen, dass sein Team im Schnitt 13 Gelegenheiten gebraucht hat, um einen Treffer zu erzielen. Dieser Wert hat sich noch einmal erhöht, nach dem 1:2 gegen Uerdingen ist er auf 14 geklettert. Aus 84 registrierten Torchancen sind sechs Treffer entstanden. Damit ist der SVR weit vorn in der Liga – aber in einem Bereich, in dem er es ganz gewiss nicht angestrebt hat. Zum Vergleich: Tabellenführer MSV Duisburg genügten bisher 47 Möglichkeiten, um zu zehn Toren zu kommen. Allein Fortuna Düsseldorf II (zwei Tore bei 42 Chancen) und Aufsteiger Türkspor Dortmund (drei Tore bei 74 (!) Chancen) schneiden dabei noch schlechter ab als das Team vom Wiehen.

Nun lässt sich in der noch jungen Saison natürlich nicht alles an solchen Zahlen ablesen. Dennoch merkt Toku zu Recht an: „Es ist zunächst einmal positiv, das wir uns die Chancen herausspielen. Wenn wir es nicht hinbekämen, den Ball vernünftig von hinten nach vorne zu transportieren, wäre es eine Frage von fehlender Qualität. Die ist aber ganz offensichtlich vorhanden. Was im Moment aber fehlt, ist die Effektivität. Das ist auch eine Frage der Konzentration beim Abschluss und des Willens. Und das muss besser werden.“

In der Vorsaison gewann Rödinghausen 2:0

An diesem Samstag nun hat sein Team die Gelegenheit, den Wert zu verbessern. Im zweiten Heimspiel nacheinander ist diesmal um 14 Uhr der 1. FC Bocholt zu Gast im Häcker Wiehenstadion. Das Team aus dem westlichen Münsterland nahe der niederländischen Grenze kommt als amtierender Vizemeister nach Rödinghausen. Dass es für Bocholt in der letzten Saison nicht für ganz oben reichte, dazu hat auch der SVR sein Scherflein beigetragen. Am 19. Spieltag gewann das Toku-Team mit 2:0 und beendete eine vorangehende Serie der Bocholter von 13 Spielen ohne Niederlage. Letztlich musste der 1. FC anschließend im Titelkampf Alemannia Aachen noch deutlich den Vortritt lassen.

In der aktuellen Spielzeit sind die Bocholter ähnlich wie der SVR nicht optimal gestartet. In den ersten drei Partien gingen sie als Verlierer vom Platz, erst vor einer Woche fuhren sie durch einen 3:1-Erfolg gegen Schalke 04 II die ersten Punkte ein. „In den ersten Spielen sind sie mit einer ziemlich offensiven Ausrichtung ein Stück weit ins Verderben gerannt. Gegen Schalke II haben sie auf Viererkette umgestellt und sich tiefer gestaffelt. Wir sind auf beide Szenarien vorbereitet, wollen zielstrebig Druck aufbauen und natürlich die drei Punkte hier bei uns behalten“, erklärt Farat Toku.

Bei Standardsituationen besser verteidigen

Um dies erfolgreich in die Tat umzusetzen, sollten sich die Rödinghausener dann tunlichst auch noch in einer anderen Spielsituation verbessern, auf die ihr Coach unter der Woche beim Training besonderes Augenmerk gelegt hat. „Fünf unserer acht Gegentore habe wir durch Standardsituationen gefangen. Das ist einfach ärgerlich, weil sie sich verhindern lassen, wenn man konsequent verteidigt und am Mann klebt. Da müssen wir auch gegen die Bocholter auf der Hut sein, die etwa mit Jan Holldack einen Spieler mit entsprechender Qualität haben“, sagt Toku.

Verzichten muss er am Samstag neben den verletzten Alexander Höck und Kevin Hoffmeier auf den gelb-rot-gesperrten Verteidiger Maximilian Hippe. Die zuletzt angeschlagen fehlenden Dino Bajric und Ayodele Adetula kehren zumindest in den Kader zurück. Toku: „Sie sind noch nicht wieder bei 100 Prozent, aber so haben wir zwei Alternativen mehr.“

Aufrufe: 024.8.2024, 11:00 Uhr
Thomas VogelsangAutor