2026-03-09T15:40:23.061Z

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Trainer-Aus bei Türkiyemspor: "Wurde uns per WhatsApp mitgeteilt"

Landesligist trennt sich vom Trainerteam

von ser · Heute, 15:05 Uhr · 0 Leser
– Foto: Mehmet Dedeoglu Dedepress

Nach der 0:1-Niederlage gegen den Köpenicker FC hat Türkiyemspor personelle Konsequenzen gezogen.

Der Köpenicker FC hat am Sonntagmittag bei Türkiyemspor gewonnen und den direkten Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg damit auf drei Punkte distanziert. Türkiyem hat nun sieben Zähler Rückstand auf Rang zwei. Hakan Matur, sportlicher Leiter im Verein, sieht damit das Ziel, oben angreifen zu wollen gefährdet. Auf FuPa-Nachfrage sagte er, man habe sich aus sportlichen Gründen für die Trennung von Trainer Deniz Özkaya und Co-Trainer Yunus Tonbul entschieden, weil man „einen Gesamt-Impuls benötigt".

Özkaya erklärte FuPa gegenüber, der Verein habe ihn am Sonntagabend nach dem Spiel per WhatsApp über die sofortige Trennung informiert. „Es war meiner Meinung nach nur eine Frage der Zeit. Es gab von Saisonbeginn an Probleme". Dass man ihn nun aus sportlichen Gründen von seinen Aufgaben entbunden hat, kann Özkaya dennoch nicht nachvollziehen. Im Januar erklärte Matur noch, dass man nach dem Umbruch zwar oben mitspielen, aber erst in der nächsten Saison aufsteigen wolle.

Özkaya übernahm das Amt im Sommer, war zuvor vier Jahre lang beim BSC Rehberge tätig, hat dort unter anderem den Aufstieg aus der Bezirks- in die Landesliga geschafft. Bei Türkiyemspor war in den letzten Spielen ein Aufwärtstrend erkennbar, doch der hat den sportlich Verantwortlichen wohl nicht gereicht. Özkaya: „Wir haben auch Fehler gemacht, aber können erhobenen Hauptes gehen. Wir haben viel Kraft und Arbeit investiert und von außen auch viel positives Feedback für die Entwicklung in den letzten Monaten erhalten. Es wäre sicherlich noch mehr drin gewesen, aber die Probleme im Hintergrund haben vieles verhindert und uns nicht vernünftig arbeiten lassen."

Konkret soll das Verhältnis zum sportlichen Leiter ein durchweg schwieriges gewesen sein. Özkaya und sein Team seien dabei immer wieder auf taube Ohren gestoßen. „Wir haben die Mannschaft immer verteidigt, für unsere Spieler eingestanden und das hat uns am Ende das Genick gebrochen. Das war im Verein wohl nicht gern gesehen", so der 36-Jährige.

Wer bei Türkiyemspor künftig auf der Bank Platz nehmen wird, ist bisher unklar. Schon am Freitag steht das nächste Spitzenspiel auf dem Programm. Dann gastiert der Tabellensechste beim Spitzenreiter, dem BFC Meteor.