
Hinein in den 22. Spieltag der Kreisliga Nord, der einige, sowohl für den Aufstiegskampf, als auch für das Buhlen um den Klassenerhalt wichtige und deshalb hochinteressante Partien auf dem Plan hat. Das sind beispielsweise die ersten Vier der Tabelle unter sich: Im zweiten Topduell in Folge für die SpVgg Trabitz (3./44) erwartet die Truppe von Thomas Baier am Samstag um 17 Uhr den Tabellenzweiten SV 08 Auerbach (2./45) auf dem Sportplatz an der Troglauer Straße. Beide Kontrahenten gehören zu den Verlierern des letzten Wochenendes und wollen, ja müssen in dieser mit Spannung erwarteten Partie auf Sieg spielen, um gegenüber der Konkurrenz aus Grafenwöhr (1./47) nicht noch mehr Boden zu verlieren. Die Sportvereinigung auf der anderen Seite reist nach dem Derbysieg gegen Trabitz an die Landesgrenze zu Tschechien, um sich bei der Grenzlandelf des TSV Eslarn einer schweren Auswärtsaufgabe zu stellen. Auch sie wird natürlich alles in die Waagschale werfen, um mit einem Dreier die Pole und damit ihre aktuell gute Ausgangsposition zu verteidigen, bevor es in die so gennante "Crunchtime" der Spielzeit 2025/26 geht.
Nicht nur in den Höhen des Klassements finden wichtige Matches statt, auch der Tabellenkeller bietet zwei Auseinandersetzungen, in denen für die beteiligten Teams ebenfalls nur ein Sieg zählen darf. Möchte der SV Kohlberg (14./5) tatsächlich noch auf den Relegationszug aufspringen, dann muss er beim SC Eschenbach (13./12) ohne Wenn und Aber gewinnen und damit den ersten Saisonsieg einfahren. Bei einer erneuten Niederlage wird man beim SVK endgültig mit der Kreisklasse planen können. Die Gäste haben sich vor dieser eminent wichtigen Partie von ihrem Trainer Muhammet Dal vorzeitig getrennt, vor den "Endspielen" um den Ligaerhalt übernimmt Rückkehrer Benjamin Scheidler die Mannschaft. Scheidler stand zuletzt schon als Spieler beim SCE wieder am Feld und sollte ja in der kommenden Saison ohnehin wieder auf den Trainerstuhl bei den Rußweiherstädtern wechseln.
Nur etwa acht Kilometer von der Rogers Arena in Eschenbach entfernt, findet das nächste megaspannende Duell zweier Teams aus dem hinteren Tabellendrittel statt, wenn der SC Kirchenthumbach (12./17) im Derby mit dem FC Vorbach (11./21) die klingen kreuzt. Hier will der SCK mit einem vollen Ertrag seinem am rettenden Ufer platzierten Gegner bis auf einen Punkt auf die "Pelle" rücken, dort will man den Abstand zu Relegationsplatz 12 natürlich vergrößern. Es steht also viel auf dem Spiel.
Nach dem 1:1 gegen Erbendorf beträgt der Abstand des SVK zu den Relegationsplätzen zehn Punkte, mit einem Derby-Heimsieg gegen den Tabellennachbarn aus dem nahen Oberfranken wäre wohl endgültig die Messe in puncto Klassenerhalt gelesen. Die Gäste allerdings kommen nach dem sensationellen Coup gegen Auerbach mit breiter Brust, der Dreier tat natürlich gut, dennoch gilt es, weiterhin kräftig Zählbares zu sammeln, um ebenfalls vorzeitig die Ligazugehörigkeit in trockene Tücher zu legen.
SVK-Trainer Oliver Drechsler: "Derby gegen den ASV Haidenaab, der aktuell ja einen guten Lauf hat. Für beide geht es ja eigentlich um nicht mehr viel, da beide Mannschaften den Klassenerhalt sicher haben dürften. Für uns steht schon im Vordergrund, sich einzuspielen für die neue Saison, dabei wollen wir unseren Jungen möglichst viel Spielzeit geben. Damit hätten wir den Vorteil, dass sich die Jungs zu Beginn der kommenden Spielzeit schon eingewöhnt hätten, haben wir doch in der Offensive schon jetzt eine brutal junge Mannschaft. Die Youngsters fordern und fördern lautet die Devise für die restlichen Partien dieser Saison."
Gästetrainer Michael Kaufmann:"Wir wollen den Sieg gegen Auerbach nicht zu hoch aufhängen, unsere bisher beste Saisonleistung. Natürlich motiviert das und hat beim ein oder anderen eine Blockade gelöst. Dennoch gab es nur drei Punkte, die wir aber dringend brauchten. Auch in Kulmain ist das Ziel zu punkten, mit leeren Händen wollen wir nicht heimfahren. Ich erwarte ein erneut enges, bis zum Schluß spannendes Derby. Danke an den SV Kulmain, in persona Flo Greger, der trotz eines Vereinsausflugs das Spiel nicht auf Samstag verlegt hat, das ist nicht selbstverständlich. Kadertechnisch haben die vielen Spiele zuletzt ihre Spuren hinterlassen, wir werden wohl rotieren müssen und Spieler bringen, die in den letzten Partien nur wenig Einsatzzeit bekamen."
Die 7 empfängt die 5, beide Mannschaften sind im Tabellenmittelfeld zuhause und wollen die Bemühungen, bis zum Saisonende noch die ein oder andere Stufe auf der Tabellenleiter hochzuklettern, mit Zählbarem befeuern. Eine Partie ohne großartige taktische Zwänge ist zu erwarten, der Ausgang ist offen.
TSV-Coach Andreas Häupl: "Wir wollen mit der gleichen kämpferischen Einstellung der letzten Spiele in das Spiel gegen Tremmersdorf gehen und die Punkte in Erbendorf behalten. Wichtig wird, dass wir hinten wieder kompakt stehen, wenig Chancen zulassen und vorne unsere Chancen besser nutzen. Personell ändert sich zu letzter Woche nichts, alle kranken und angeschlagenen Spieler sollten bis Sonntag wieder fit sein."
FC-Vorstand Wolfgang Seitz: "Trotz des Derbysiegs gegen den SCE läuft es bei uns aktuell immer noch nicht wirklich rund - zu überschaubar waren die bisherigen Leistungen unserer Mannschaft nach der Winterpause. Vielleicht schaffen wir es ja beim TSV Erbendorf, endlich wieder unsere bewährten Tugenden zu zeigen und an die Form vor der Winterpause anzuknüpfen."
Es ist angerichtet für das nächste Spitzenspiel, in dem beide Mannschaften natürlich bestrebt sein werden, ja müssen, den vollen Ertrag zu ergattern, um im packenden Dreikampf an der Tabellenspitze keine weiteren Punkte an die Konkurrenz zu verschenken. Die Tagesform und Kleinigkeiten werden sicherlich mitentscheidend dafür sein, wer nach 90 und ein paar mehr Minuten als Sieger den Platz verlassen darf.
SpVgg-Coach Thomas Baier: "Nach dem Derby ist die Situation klar für uns: Wir sind nach wie vor im Rennen und freuen uns auf das nächste Topspiel. Das Hinspiel in Auerbach haben wir deutlich verloren, das haben wir auch klar angesprochen. Jetzt wollen wir zeigen, dass wir daraus gelernt haben. Entscheidend wird sein, dass wir über 90 Minuten konzentriert bleiben und unsere Aktionen im letzten Drittel klarer und konsequenter zu Ende spielen. Die Mannschaft ist fokussiert und ist bereit für die Aufgabe. Wir wollen ein anderes Gesicht zeigen, als im Hinspiel und wollen das Spiel zuhause gewinnen."
Gästespielertrainer Daniel Maier: "Den letzten Spieltag haben wir analysiert und abgehakt. Jetzt richten wir den Fokus nach vorne: Trotz einer kurzen Trainingswoche haben wir mit großem Ehrgeiz gearbeitet und sind bestens vorbereitet auf das Topspiel. Am Ende werden wieder die kleinen Details den Unterschied machen. Wir werden alles daransetzen, unser Spiel konsequent umzusetzen."
Nach zwei Heimniederlagen in Folge ist der TSV in Rothenstadt wieder in die Spur zurückgekehrt, rechtzeitig, bevor sich mit dem Gast aus der Garnisonsstadt eine hohe Mauer vor den Rackl-Männern aufbaut. Mit größtmöglichem Einsatzwillen und Leidenschaft will man den Gästen Paroli bieten. Die reisen mit breiter Brust an nach zwei Dreiern gegen die direkte Konkurrenz ganz oben. An der Landesgrenze will man den erarbeiteten Schwung auf den Platz bringen, um - selbstredend - mit vollem Ertrag die Heimreise antreten zu können. Alles andere, wird nicht zählen für die Bafra-Truppe.
TSV-Spielertrainer Peter Rackl: "Mit Grafenwöhr wartet natürlich ein ganz schwerer Brocken auf uns. Klar wir sind zuhause, der frischgebackene Tabellenführer ist allerdings richtig in Fahrt und wird uns alles abverlangen. Motivieren brauche ich von meiner Mannschaft niemanden, allerdings sind wir uns der Mammutaufgabe bewusst. Ein Punktgewinn wäre sicherlich ein Erfolg."
Gästetrainer Bobby Bafra: "Zwei Spitzenspiele gewonnen, die Mannschaft ist dementsprechend gut drauf. Nun haben wir eine sehr schwere Auswärtsaufgabe in Eslarn. Der TSV verfügt ja über den Toptorjäger der Liga, auf den es ein besonderes Augenmerk zu richten gilt. Ansonsten wollen wir unser Spiel durchdrücken, dass wir weiterhin hochmotiviert sind ist klar. Es gilt, in keinster Weise nachzulassen, wir haben bislang schon einiges erreicht, das wollen wir bis zum Ende durchziehen. Wir wollen ober dranbleiben, vielleicht gelingt es uns ja, die Tabellenspitze zu verteidigen. Kadertechnisch sind wir bestens aufgestellt, wir fahren nach Eslarn, um das Spiel erfolgreich zu gestalten."
Drei Siege und ein Unentschieden nach der Winterpause, Platz 6 mit 35 Punkten, der TSV kann mit dem Re-Start sehr sehr zufrieden sein. Gegen die Weidener Vorstädter, die im neuen Jahr erst einen Punkt erben konnten und seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs große personelle Probleme beklagen, soll der Punktesack natürlich weiter gefüllt werden, ohne die Gäste zu unterschätzen. Der VfB reist als Außenseiter an und würde sicherlich einem Punktgewinn positiv gegenüberstehen.
TSV-Spielercoach Martin Bächer: "Wir freuen uns nach einer wortwörtlich "holprigen" Partie wieder auf heimischem Rasen zu spielen und können selbstbewusst auftreten. Natürlich wissen wir, dass mit Rothenstadt eine spielstarke Mannschaft zu Gast ist, die den Klassenerhalt noch nicht ganz in der Tasche hat. Deren letzte Ergebnisse machen schon aufmerksam. Einen Punkt in Grafenwöhr holt man nicht im Vorbeigehen."
VfB-Trainer Roland Lang: "Unser Kader bleibt weiterhin aufgrund von Verletzungen extrem dünn besetzt. Bei den formstarken Reuthern hängen die Trauben sehr hoch für uns. Wir werden trotzdem alles versuchen, um etwas Zählbares mitzunehmen."
Nach dem 2:1-Sieg in Kohlberg eröffnet sich dem SCK im Nachbarduell die Möglichkeit, den Rängen auf sicherem Untergrund ganz nah zu kommen. So wird man sicherlich versuchen, das Gaspedal so weit wie möglich durchzudrücken, denn die Chance will man, ja sollte man sich nicht entgehen lassen. Mit fünf Punkten in den bislang fünf Partien des neuen Jahres ist dem FCV der erhoffte Befreiungsschlag noch nicht gelungen. Dieser soll nun im Derby gelingen, zumindest der Abstand zu den Dumbachern soll gehalten werden. "Verlieren verboten" lautet also die Devise.
SCK-Übungsleiter Andreas Freiberger: "Nach dem Sieg in Kohlberg konnten wir bis auf vier Punkte an Vorbach aufschließen. Am Sonntag geht es für beide Mannschaften um alles oder nichts. Um die Chance auf den direkten Klassenerhalt aufrecht zu erhalten, darf nichts anderes, als drei Punkte zählen. Ich erwarte einen harten Kampf um jeden Zentimeter des Platzes, der Fokus auf eine stabile Defensive ist Basis für ein Derby, bei dem alles passieren kann."
Gästetrainer Markus Tusek: "Das Gastspiel in Dumba ist gefühlt wie ein Endspiel, ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel! Sie werden alles in die Waagschale werfen, um näher an uns heranzurücken. Ich gehe davon aus, dass es ein sehr umkämpftes Spiel wird. Daher müssen wir von Anfang an dagegenhalten, konzentriert und gewissenhaft spielen. Ich fordere absoluten Willen und Biss meiner Jungs, denn wir wollen gewinnen ohne Wenn und Aber. Wir freuen uns auf das Derby."
Sieben Punkte Vorsprung zum sonntäglichen Gegner, neun Punkte Abstand zum rettenden Ufer, beim SCE wird man sich sicherlich schon ein wenig mit dem Thema Relegation auseinandersetzen. Um nun das Thema Direktabstieg schon endgültig zu den Akten legen zu können, soll der Tabellenletzte niedergehalten werden. "Last chance", so kann man das Gastspiel des SVK in der Rußweiherstadt überschreiben. Alles andere, als der erste Saisonsieg würde wohl das "Aus" im Kampf um den Klassenerhalt bedeuten.
Benjamin Scheidler gibt vor seinem vorzeitigen Comeback als Coach eine ausführliche Stellungnahme ab: "Es erwartet uns mit dem SV Kohlberg eine unangenehme und anspruchsvolle Aufgabe. Auch wenn wir den Abstand in der Tabelle natürlich weiter vergrößern wollen, ist uns bewusst, dass uns ein schweres Spiel bevorsteht. Kohlberg ist eine kompakte und kämpferisch starke Mannschaft, die es jedem Gegner schwer macht. Deshalb müssen wir von der ersten Minute an voll da sein und bereit sein, ans Limit zu gehen. Nur mit hoher Intensität, Konzentration und der nötigen Leidenschaft können wir unser Ziel erreichen. Entscheidend wird eine geschlossene Mannschaftsleistung sein. Wenn wir als Team auftreten, füreinander arbeiten und unsere Qualitäten auf den Platz bringen, haben wir gute Chancen, den ersten Heimdreier zu landen. Wir freuen uns auf die Herausforderung und wollen jetzt gemeinsam als Mannschaft den Bock endlich umstoßen!
Zum Trainerwechsel möchte ich klar sagen, dass es zwischen Mo und mir keinerlei böses Blut gibt. Im Gegenteil, ich schätze ihn sowohl menschlich als auch fachlich sehr. Die Zusammenarbeit war stets respektvoll und vertrauensvoll. Persönlich tut es mir sehr leid für ihn, dass der Verein letztlich die Reißleine ziehen musste. Leider sind die Ergebnisse zuletzt ausgeblieben, sodass die Verantwortlichen sich zu diesem Schritt gezwungen sahen. Ich wünsche Mo für seinen weiteren Weg nur das Beste und bin überzeugt, dass er mit seinen Qualitäten der DJK Neustadt in der nächsten Saison auf Anhieb weiterhelfen wird!"
Gästetrainer Eugenio Wild nimmt den Zwang, gewinnen zu müssen, heraus, in der Hoffnung auf eine gewisse Lockerheit der Seinen: "Wir gehen ohne Druck am Sonntag gegen Eschenbach ins Spiel. Es soll Spaß machen und wir wollen mit Leidenschaft Fussball spielen. Vielleicht klappt es dann."