2026-04-08T12:04:42.690Z

Allgemeines

Torwart Dresen hält dem FC Deisenhofen das 0:0 fest

Bayernliga-Derby in Heimstetten

von Umberto Savignano · Heute, 14:44 Uhr · 0 Leser
Der FC Deisenhofen setzt auf junge Spieler und holt einen Punkt. Torwart Konstantin Dresen überzeugt besonders in der Schlussphase.

Das 0:0 beim SV Heimstetten darf der FC Deisenhofen getrost auf der Habenseite verbuchen. Zum einen, weil der SVH mit der beeindruckenden jahresübergreifenden Bilanz von fünf Siegen und zwei Remis in dieses Derby ging, zum anderen weil FCD-Coach Andreas Pummer noch stärker als zuletzt auf nachdrängende Youngster setzte: Andreas Perneker (22) und Luke Gandl (19) feierten ihre Startelf-Premiere in der Bayernliga, dazu spielte Georg Jungkunz (22) nach langer Verletzungspause erstmals wieder von Beginn an. Außerdem erhielt Jonas Herrmann (22) seinen zweiten Einsatz hintereinander vom Anpfiff weg.

„Die Ausbildung der Jungen steht bei uns im Vordergrund und wir haben ihnen die Chance gegeben, sich zu zeigen, sich auch an das höhere Tempo im Vergleich zu den Bezirksliga-Spielen der U23 zu gewöhnen“, begründete Pummer die Aufstellungsrochaden keineswegs mit der Englischen Woche. Und er lobte seine jungen Feldspieler: „Sie waren sehr diszipliniert und haben es absolut ordentlich gemacht.“ Besonders stach aber sein Torwart heraus. Der 21-jährige Konstantin Dresen ersetzte, wie schon zuvor beim 1:1 gegen Geretsried, Stammkeeper Maximilian Obermeier. „Obermeier war gegen Geretsried angeschlagen, hätte aber in Heimstetten wieder halten können. Konsti hat aber dieses Spiel noch bekommen, denn er macht seine Sache sehr gut. Er ist ein junger, qualitativ sehr guter Torwart“, begründete Pummer diese Personalie. „Wir haben da ein absolutes Luxusproblem, was die Nummer zwei im Tor betrifft.“

Der FCD lieferte im Verfolgerduell (durch das Unentschieden blieb die Pummer-Truppe Sechster, Heimstetten kletterte auf Rang vier) eine grundsolide Vorstellung. „In der ersten Halbzeit haben wir bis auf eine Torchance nichts zugelassen. Nach vorne haben wir ganz gut gespielt, aber ehrlich gesagt, haben wir Heimstetten auch nicht groß in die Bredouille bringen können“, so Pummer. „Es war bis zur Pause ein 0:0-Spiel, aber eines der besseren Sorte, weil beide Mannschaften schon versucht haben, Fußball zu spielen.“

Nach der Pause ergaben sich für die Blauhemden einige aussichtsreiche Schussmöglichkeiten, doch sie hatten ihr Visier unpräzise eingestellt. In der Schlussphase kamen dann noch einmal die Heimstettner, die auf den zuletzt angeschlagenen Lukas Riglewski, immerhin 17-facher Saisontorschütze, als Joker setzten. „Mit ihm wurde es gefährlich“, räumte Pummer ein. Doch bei Ringlewskis bester Chance in der Nachspielzeit konnte sich der Deisenhofner Trainer einmal mehr auf Dresen verlassen und so am Ende gelassen und zufrieden Bilanz ziehen: „Im Großen und Ganzen war es ein gerechtes Unentschieden.“