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Torwart-Dirigent von Schott löst »Lauffeuer« aus

Sechsmal zu Null: Der TSV kann sich auf seinen Keeper Robin Balters verlassen

von Torben Schröder · 07.11.2024, 16:44 Uhr · 0 Leser
Garant im Schott-Tor: Robin Balters.	Foto: René Vigneron
Garant im Schott-Tor: Robin Balters. Foto: René Vigneron

Mainz. Er ballt die Faust, feiert die Aktion wie ein Tor. Zum sechsten Mal hat der TSV Schott Mainz in dieser Oberliga-Saison beim SV Gonsenheim die Null gehalten. Auch wegen zweier Paraden von Keeper Robin Balters gegen tückische Flachschüsse von SVG-Stürmer Yannik Ischdonat.

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„Der erste war gutes Teamwork“, erzählt der 23-Jährige. Dominik Ahlbach machte das kurze Eck zu, Balters tauchte ins lange ab. Und hatte bei der zweiten, sehr ähnlichen Aktion freie Sicht. „Da konnte ich dann mal helfen.“ Oft ersticken seine Vorderleute die Angriffe im Keim. Restverteidigung ist beim spielstarken Dritten das große Thema, auch gegen Abstiegskandidat FV Eppelborn (Samstag, 14 Uhr).

Es gilt, sich stets so zu staffeln, dass bei Ballverlust sofort Zugriff ist. Balters dirigiert dabei oft, redet und pusht viel. „Die stimmliche Präsenz von hinten trägt sich wie ein Lauffeuer nach vorn“, sagt Trainer Samuel Horozovic. „Restverteidigung läuft viel über Kommunikation, und das ist meine Art“, sagt Balters, der auf der Schott aktiv wurde und danach bei Hoffenheim II sowie mit USA-Stipendium professionell Sport trieb: „Eine sehr lehrreiche Zeit, ich habe viel mitgenommen.“

Der Management-Student aus Sprendlingen bewundert die große Eigenmotivation, die beim TSV zur Leitkultur geworden. Professioneller kann man Amateursport kaum betreiben. Zum Start hatte Horozovic den Konkurrenzkampf im Tor ausgerufen. Balters, im DFB-Pokal gegen Fürth zum Spieler des Spiels gewählt, setzte sich durch. „Ich habe aktuell keinen Grund zu wechseln“, sagt der Trainer. Konkurrent Jan Schulz sei dicht dran, spielt deshalb im Verbandspokal. Am 20.11. geht es zur Viertelfinal-Wiederholung nach Kandel. Vorher will Balters noch zweimal die weiße Weste tragen.