
Dieses Oberliga-Spiel hat die Zuschauer sicher mehr erfreut als die Trainer, die sicher vor allem mit den Defensiv-Leistungen nicht einverstaden waren. Der FC Hertha Wiesbach unterlag am Samstag dem FV Engers mit 4:5 (2:2).
Ein echtes Torspektakel erlebten die 200 Zuschauer am Samstagnachmittag im Eppelborner ProWin-Stadion, wo der gastgebende FC Hertha Wiesbach trotz zwei Führungen dem Tabellenvierten FV Engers mit 4:5 (2:2) unterlag. Den Torreigen eröffnete Sören Maas bereits nach sieben Minuten, die Gäste vom Rhein brauchten aber nur fünf Minuten, um auszugleichen. Nils Wambach konnte nach 12 Minuten das 1:1 erzielen. Auch auf das 2:1 durch Maas in der 16. Minute wussten die Gäste aus Neuwied durch Ayman Ed-Daoudi (37.) eine Antwort. Mit einem Gleichstand ging es in den zweiten Durchgang und nun nahm die Partie endgültig ihre Wendung zugunsten der Gäste. Justin Willma sorgte für die erste FVE-Führung (51.), die Pascal Piontek zwei Minuten danach schon wieder egalisierte. Nun war es Manuel Simons, der die zweite Führung für das Team vom Wasserturm erzielte (75.). Wieder konnte Wiesbach ausgleichen, Alexio Brauer traf in der 78. Minute zum 4:4. Das letzte Wort des Tages hatten wieder die Gäste. Diesmal war Joker Evren Akahiskali zur Stelle und markierte den 4:5-Endstand (89.).
Gäste-Trainer Julian Feil sagte nach dem Spiel: "Wir waren in der Verteidigung nicht konsequent genug, vor allem bei langen Bällen ist uns heute viel durchgegangen. Wir hatten Probleme bei Kopfballduellen. Wir wollten in der Rückrunde mehr eigene Tore erzielen, das hat heute gepasst. Aber das darf nicht zu Lasten der defensiven Stabilität gehen. Es war wild, wir haben es aber auch darauf angelegt. Wir haben bei einem heimstarken Team gewonnen. Wir wollten dieses intensive Spiel. Wir konnten Qualität eintauschen, das hat funktioniert. Wir wollen in den Top fünf bleiben, haben jetzt acht Punkte Vorsprung vor Worms, die ganz andere Ziele verfolgen. Wir haben heute Dinge gesehen, die wir in den kommenden spielen besser machen wollen. Wir haben einige ausfälle. Hasan Kesikci wird im Pokal am Mittwoch dabei sein, fehlt aber am kommenden Wochenende wegen einer Sperre. Kevin Lahn (fr. u.a. SV Elversberg) und Goran Naric könnten zurück kommen".
Michael Petry vom FC Hertha Wiesbach meinte: "Wir haben vier eigene Treffer gemacht und verlieren dennoch. Es war ein gutes Spiel für die Zuschauer. Ich spiele lieber 4:4 wie 0:0, aber sie waren heute das eine Tor besser. Es war auch nach dem Pokalspiel über 120 Minuten hart, nun wieder bis zum Ende voll zu gehen, aber wir haben ja auch nach den Rückständen im zweiten durchgang nicht nachgelassen. Der fünfte Treffer war ein Freistoß in den Winkel, den konnten wir nicht verteidigen. Sie konnten was von der Bank bringen. Wir haben viele junge Spieler, auch wenn wir Brauer als Joker hatten. Sie sind nicht umsonst Vierter. Wir haben noch mal alles rausgehauen und kassieren zwei Sonntagsschüsse. Edonis Metaj, Yannik Ernst und Marvin Böbe könnten bis zum kommenden Wochenende zurück kommen".
Für Engers, das in der Tabelle die TuS Koblenz überholt hat und nun Dritter ist, geht es am Mittwoch auf dem heimischen Kunstrasenplatz "Am Wasserturm" um 19 Uhr mit dem Rheinlandpokal-Spiel gegen den Regionalligisten SV Eintracht Trier 05 weiter. Wiesbach spielt am kommenden Samstag um 15.30 Uhr bei den Sportfreunden Eisbachtal, die Begegnung wird auf dem Kunstrasenplatz in Nentershausen (Eppenroder Str.) ausgetragen. In der Tabelle ist Wiesbach Achter, kann am Sonntag aber noch vom FC Cosmos Koblenz, der drei Punkte weniger hat, auf Rang Neun verdrängt werden.