
Waldalgesheim. Das 36. Rhein-Nahe-Liga-Turnier von Alemannia Waldalgesheim läuft. Zum Auftakt gab es vor rund 200 Zuschauern gleich einen Kantersieg der Hausherren gegen einen schwachen Turnierneuling von Barbaros Mainz, der wie die SG Meisenheim bereits ausgeschieden ist. Einem Überfallkommando gleich lag die Eintracht gegen Marienborn nach einer halben Stunde 6:0 vorne, um am Ende 7:4 zu gewinnen.
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Gruppe 1
DasErgebnis war klar, das Spiel über die kompletten 90 Minuten hinweg absolut einseitig. Dennoch war das 7:0 der Gastgeber irgendwie weder Fisch noch Fleisch. Der Gegner aus Mainz, stark ersatzgeschwächter Aufsteiger in die Landesliga, agierte teilweise nur zu zehnt, brachte den Ersatzkeeper als Feldspieler. Erkenntnisse konnte SVA-Trainer Elvir Melunovic entsprechend nur wenige gewinnen. Vielleicht am ehesten den, dass Jan Wingenter von den eingesetzten Neuzugängen auch wegen seiner Erfahrung den besten Eindruck machte. Der Ex-Kreuznacher traf zwischenzeitlich mit einem beherzten Schuss aus knapp 25 Metern zum 5:0 (70.). Insgesamt zeigte sich, dass auf den erfahrenen Coach viel Arbeit zukommt, will die Alemannia in der Verbandsliga ähnlich erfolgreich sein wie in den vergangenen Jahren.
In die Torschützenliste eintragen konnten sich von den „Neuen“ auch Aiman Abdelaali (4:0. 32.) und Luca Kurth (6:0, 78.). Den Auftakt zum Schützenfest hatte David Shamshon (3.) gemacht, Mahdi Mehnatgir traf per Doppelpack (7., 17.), Bertin Gelenbevi machte den Deckel drauf (89.). Schiedsrichter Dustin Vogt (FC Sprendlingen) hatte mit einer absolut fairen Begegnung wenig Mühe. „Das war wirklich einfach zu pfeifen, alles waren super faire Spieler“, bilanzierte der.
Durch ein frühes Tor revanchierte sich im Duell der Ost-Landesligisten der Aufsteiger gegen den Absteiger zumindest teilweise für die Auftaktklatsche. Lee Weber traf bereits nach sieben Minuten für Barbaros, das aber trotzdem beim RNL-Turnier sicher ausgeschieden ist.
Gruppe 2
Beide Teams starteten mit jeweils drei Neuzugängen in der Anfangsformation. Von Beginn an entwickelte sich eine sehr ansehnliche und im ersten Abschnitt auch ausgeglichene Partie, in der der Underdog aus Hackenheim, bei dem sich der von der TSG Planig ans Felseneck gewechselte Noel Schywalski im zentralen Mittelfeld eine überragende Rolle spielte, zurecht in Führung ging. Spielertrainer Tim Hulsey luchste im frühen Pressing Tim Müller den Ball ab, Routinier Pierre Merkel bedankte sich mit einem technisch perfekten angesetzten Lupfer über den chancenlosen SG-Keeper Mark Becker hinweg ins lange Eck (33.). Die Freude beim Landesligisten währte ganze sechs Minuten. Dann erzielte SG-Neuzugang Leon Kern seinen ersten Treffer für den neuen Verein zum Pausenstand. In der Schlussphase machte sich dann der Klassenunterschied vor allem deshalb bemerkbar, weil SG-Trainer Christian Lüllig Qualität nachschieben konnte, während der TuS immer müder wurde. Die beiden Treffer des eingewechselten Tim Reidenbach (78., 83.) waren die logische Folge.
„Noel macht Spaß. Er ist immer unterwegs, ist mutig, und er hat uns auch defensiv gut unterstützt“, lobte Hulsey Schywaski. Insgesamt war der 38-jährige Spielertrainer „absolut fein“ mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Ähnlich wie sein Gegenüber Lüllig. „Es war ein guter Start ins Turnier. Wir wollen uns sukzessive steigern und am Montag gegen Ingelheim nachlegen“, sagte der. Insgesamt komme es darauf an, sich Wettkampfhärte zu holen und die Abläufe zu stabilisieren.
Gruppe 3
Sechs Minuten brauchte die SG vom Glan, um den Führungstreffer der klassenhöheren Hessen durch Tim Emmel (7.) auszugleichen. Dann traf Nico Praß und sorgte dafür, dass die Begegnung bis zur Pause offen blieb. Niclas Siefert (57.) und Niklas Stegmaier (71.) entschieden die Partie für den Favoriten. Bei den Meisenheimern, die nur zwei Feldspieler auf der Bank hatten, musste in der Schlussviertelstunde sogar der 54-jährige Trainer Jens Bohr auf den Platz, nachdem sich Pascal Mohr verletzt hatte.
Mit einer Einzelleistung brachte Silas Schwarz den Oberligisten in Führung (34.). Der West-Landesligist hielt lange dagegen, aber innerhalb von wenigen Minuten ging die Partie nach der Pause dahin: Takero Itoi (66.), Daniel Rudi (68.), Jacob Roden (71., 90.) und Seokmin Park (78.) sorgten für Standesmaß.
Gruppe 4
Wer die wenig spektakuläre Verbandsligabegegnung der beiden Teams vor zehn Monaten im Nahe-Stadion verfolgt hatte, musste sich verwundert die Augen reiben. Diesmal agierten beide Mannschaften offensiv, wobei die Kurstädter wie die Feuerwehr begannen, während die TuS kaum ein Bein auf den Boden brachte. Genau 1:58 Minuten standen auf der Uhr, als Deniz Darcan bereits seinen rekordverdächtigen Doppelpack(!) geschnürt hatte. Deniz Cinar und Niko Neal trafen außerdem noch innerhalb der ersten zehn Minuten. Vier Angriffe, vier Tore, effektiver geht es nicht. Malik Schäfer (23.) und Darcan per Strafstoß (31.) machten dann früh alles klar. Alles, bevor Marienborn überhaupt richtig mitspielen durfte. Dass sich die Mainzer Vorstädter nicht aufgaben, ist ihnen hoch anzurechnen. Carlos Borger (35.) und Ex-SGEler Edis Sinanovic (45.) betrieben noch vor dem Wechsel Ergebniskosmetik, weil die SGE einen Gang zurückschaltete. Antonio Serratore (69.) und wieder Borger (79.) ließen sogar wieder Hoffnung aufkeimen. Endgültig den Deckel drauf machte Alan Kurpejovic (83.) mit dem siebten Kreuznacher Treffer.