2026-06-09T05:59:15.975Z

Spielbericht

Torloses Remis bewegt beide Lager

Der TSV 1861 Bad Tennstedt und der FSV Sömmerda trennten sich am Wochenende torlos 0:0. Ein Punkt, der alles offenlässt – und gleichzeitig vieles beendet.

von Christopher Plischka · Heute, 15:00 Uhr · 0 Leser
Die Torhüter, wie hier Denny Zier, waren die Hauptakteure beim torlosen Remis.
Die Torhüter, wie hier Denny Zier, waren die Hauptakteure beim torlosen Remis. – Foto: Ronny Krähmer

In einer umkämpften Partie schenkten sich beide Mannschaften nichts, am Ende waren es vor allem die beiden Schlussmänner, die mit starken Paraden den Punktgewinn für ihre Teams festhielten.

„Unterm Strich war es ein verdientes Unentschieden“, bilanzierte Bad Tennstedts Trainer Markus Thalmann nach der Begegnung. Beide Mannschaften hätten ihre guten Phasen gehabt, dazu seien auf beiden Seiten „zwei überragende Torhüter“ gestanden. „Das Spiel hätte auch 2:2 ausgehen können. Sömmerda hatte sicherlich die bessere Spielanlage, aber wir haben wie so oft alles reingehauen und uns die Punkte redlich verdient.“

Auch aus Sicht der Gäste spiegelte das Ergebnis den Spielverlauf wider. „Es war ein sehr umkämpftes Spiel, bei dem beide Mannschaften alles gegeben haben“, sagte Sömmerdas Kapitän Paul Kunze. Chancen habe es auf beiden Seiten gegeben, doch ein Treffer wollte nicht fallen. „Das Unentschieden bringt am Ende keinem so richtig etwas.“

Während der Punktgewinn den Gastgebern zumindest die Hoffnung auf den Klassenerhalt erhält, bedeutet das Remis für die Gäste das endgültige Aus im Aufstiegsrennen. Kunze sieht darin jedoch keinen Grund zur Enttäuschung: „Natürlich ist das ein Reiz, wenn so eine Chance quasi aus dem Nichts kommt. Aber aus meiner Sicht ist es der langfristig erfolgreichere Weg, sich langsam da oben ran zu arbeiten und dann vielleicht einmal selbst alles in der Hand zu haben.“ Das Potenzial dafür besitze die Mannschaft auf jeden Fall.

Beim FSV überwiegt nach dem dritten Spiel in Folge ohne eigenen Treffer dennoch der Ärger. „Wir ärgern uns vor allem darüber, dass wir jetzt drei Spiele ohne eigenes Tor geblieben sind und zudem noch auf Platz acht abgerutscht sind“, so Kunze.

In Bad Tennstedt richtet sich der Blick dagegen voll auf den letzten Spieltag. Durch den Punktabzug für Dingelstädt ist Tabellenplatz zwölf für den TSV wieder in Reichweite. Dafür müssen die Kurstädter jedoch ihre Hausaufgaben erledigen und in Arenshausen gewinnen. „Wir hauen alles rein und werden dann sehen, wofür es reicht“, betont Thalmann.

Zu seiner eigenen Zukunft und möglichen personellen Entscheidungen wollte sich der Trainer bewusst noch nicht äußern. „Der volle Fokus liegt auf dem letzten Spiel. Das wollen wir gewinnen, um die Klasse zu halten.“ Zudem seien viele Entwicklungen noch von anderen Ligen und Vereinen abhängig. Klar ist, dass der Abstiegskampf nochmal Fahrt aufgenommen hat undi´ in Bad Tennstedt derzeit einzig das große Ziel Klassenerhalt zählt. Ob am Ende der direkte Ligaverbleib oder der Gang in die Kreisoberliga steht, wird sich erst nach dem Saisonfinale entscheiden.