
Hohe Temperaturen hielten den FSV Babelsberg 74 nicht davon ab, im Landesliga-Duell gegen den 1. FFC Turbine Potsdam III ein Offensivfeuerwerk abzubrennen. Am Ende stand ein souveränes 11:0 für die neuen Spitzenreiter auf der Anzeigetafel. Herausragende Akteurin der Partie war Luana Gehrke, die drei Tore erzielte und folgerichtig zur FuPa-Spielerin der Woche gekürt wurde.
Luana Gehrke vom FSV Babelsberg 74 wurde zur FuPa-Spielerin der Woche gewählt. Bereits in der Vorwoche stand die Offensivakteurin in der Elf des Spieltags der Landesliga. Die neuerliche Ehrung kam für sie dennoch unerwartet. „Ehrlich gesagt habe ich nicht damit gerechnet“, räumt Gehrke ein. Auch wenn sie sich über die Auszeichnung freut, betont sie den kollektiven Gedanken: „Für mich steht die Teamleistung immer im Vordergrund.“
Ihre individuelle Leistung war beim jüngsten 11:0-Heimsieg gegen den 1. FFC Turbine Potsdam III ein zentraler Baustein. Gehrke steuerte drei Treffer (7., 36., 77. Minute) zum Erfolg bei. Neben ihr trugen sich Denise Simon mit drei und Luise Karaszewski mit vier Toren sowie Samantha Spurtaz für die Mannschaft der Trainer Stephan Zenthoefer und Clemens Haack in die Torschützenliste ein.
Das gegnerische Team von Trainer Gordon Engelmann blieb dabei chancenlos. Rückblickend lobt Gehrke das Zusammenspiel: „Für uns als Team hat einfach vieles zusammengepasst.“ Trotz hoher Temperaturen habe die Mannschaft den Ball gut laufen lassen, souverän von hinten herausgespielt und schnell die Tiefe gefunden. „Wir standen zwar häufig im Abseits, konnten uns dann aber im Endeffekt mit den elf Toren belohnen“, analysiert die Spielerin.
Auf dem Rasen profitiert Gehrke vor allem von ihren physischen Attributen. Am liebsten agiert sie im Sturm oder auf dem Flügel. „Da ich so meine Schnelligkeit in das Spiel einbringen kann und so am besten der Mannschaft helfen kann“, erklärt sie.
Bei den Abschlüssen favorisiert sie den rechten Fuß und meidet eher das Kopfballspiel. „Nicht per Kopf“, sagt sie zu ihren Vorlieben und ergänzt: „solange der Ball reingeht, ist es eigentlich auch egal, wie.“ Im Spiel gegen Potsdam III wurde sie von ihren Mitspielerinnen ideal in Szene gesetzt, da sie die Bälle gut in den Raum gespielt bekam und so leicht zum Abschluss kam.
Die aktuelle Spielzeit ist Gehrkes erste Saison im Frauenbereich. Umso mehr schätzt sie die reibungslose Integration in Babelsberg. „Der FSV Babelsberg ist für mich etwas Besonderes, weil im gesamten Verein eine sehr familiäre Atmosphäre herrscht“, hebt sie hervor.
Das Umfeld erlaube es ihr, sich sowohl sportlich als auch menschlich weiterzuentwickeln. Besonders der ehrgeizige Charakter der Mannschaft und der gegenseitige Rückhalt auf dem Platz zeichnen den Verein für sie aus.
In puncto Einsatz und Spielweise orientiert sich die Stürmerin an der Nationalspielerin Linda Dallmann. „Sie ist eine sehr ehrgeizige und vielseitige Spielerin, deren Präsenz ich auf dem Platz einfach beeindruckend finde“, sagt Gehrke über ihr Idol.
Vor allem die Ruhe, die Dallmann am Ball ausstrahlt, imponiere ihr. Auch abseits des Platzes sei die Profispielerin durch ihre konsequente körperliche Arbeit, die sie auf ihrem Fitnessaccount „Stahlmann“ dokumentiert, ein Vorbild.
Wenn Gehrke nicht auf dem Fußballplatz trainiert oder spielt, widmet sie sich anderen Leidenschaften. In ihrer Freizeit verbringt sie gerne Zeit mit Freunden, zudem hat sie eine weitere sportliche Vorliebe: „Und wenn ich nicht gerade auf irgendeinem Fußballplatz stehe, dann findet man mich auch sehr oft in der Handballhalle.“
Obwohl Gehrke erst seit vier Jahren im Vereinsfußball aktiv ist, kann sie bereits auf Erfolge zurückblicken. Besonders der Gewinn des BFV-Pokals mit der U17 von Union Berlin ist ihr in Erinnerung geblieben. Aktuell steht sie mit Babelsberg an der Tabellenspitze. „Bis jetzt spielen wir eine gute Saison und haben uns eine sehr gute Ausgangslage für die restlichen Spiele erarbeitet“, bewertet sie die Situation.
Für die entscheidende Phase fordert sie einen hohen Fokus. Individuell möchte sie an ihrer Technik arbeiten, konstante Leistungen abrufen und langfristig viele weitere Erinnerungen mit der Mannschaft sammeln.