2026-04-03T19:57:16.526Z

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Torhüter Kriukov der Mennrather Held in letzter Sekunde

Mit großem Einsatz holt Victoria Mennrath ein Remis gegen den 1. FC Wülfrath. Der Torschütze: Torhüter Mykyta Kriukov. Trainer Marc Trostel haderte nach der Partie trotzdem mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Denn der Punkt war in Summe zu wenig.

von RP / Heiko Van der Velden · Heute, 20:30 Uhr · 0 Leser
Kriukov der Mennrather Held in letzter Sekunde
Kriukov der Mennrather Held in letzter Sekunde – Foto: Andreas Bornewasser

Im richtungsweisenden Kellerduell hat der SC Viktoria Mennrath eindrucksvoll Moral bewiesen. Gegen den 1. FC Wülfrath erkämpften sich die Gastgeber nach einem zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand ein 3:3. Der Ausgleich fiel in letzter Sekunde – ausgerechnet durch Torhüter Mykyta Kriukov.

Aus Mennrather Sicht begann die Partie alles andere als vielversprechend. Wülfrath wirkte von Beginn an präsenter, war aggressiver in den Zweikämpfen und setzte die Gastgeber früh unter Druck. Die Folge war die verdiente Führung: Timo Conde nutzte die Anfangsphase konsequent und traf bereits in der 11. Minute zum 0:1.

Mennrath wirkte zunächst beeindruckt, fand nur schwer in die Partie und bekam vor allem gegen den Ball keinen Zugriff. Erst nach rund 20 Minuten stabilisierten sich die Gastgeber, gewannen mehr Zweikämpfe und arbeiteten sich ins Spiel. Der Ausgleich fiel folgerichtig: Nach einer starken Balleroberung im Mittelfeld schaltete Mennrath schnell um, Moussa Coulibaly zog entschlossen Richtung Tor und traf zum 1:1 (25.).

Trotz guter Phase der nächste Gegentreffer

In dieser Phase hatte Mennrath die Partie eigentlich im Griff, bestimmte das Geschehen und ließ Ball und Gegner laufen. Vieles deutete darauf hin, dass die Gastgeber das Spiel drehen könnten – doch stattdessen folgte der nächste Rückschlag. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld bekam Mennrath den Ball nicht konsequent geklärt, ein individueller Fehler ermöglichte Ebrahim Omayrat die erneute Führung für die Gäste zum 1:2 (44.).

Auch nach dem Seitenwechsel erwischte Wülfrath den besseren Start. Während Mennrath weiter um Struktur bemüht war, nutzten die Gäste die Unsicherheiten eiskalt. Ein Ballverlust im eigenen Aufbau führte schließlich zum 1:3 durch Conde (68.). In dieser Phase schien die Partie entschieden – zumal Mennrath zuvor mehrere gute Chancen ausgelassen hatte.

Doch die Gastgeber zeigten eine beeindruckende Reaktion. Anstatt sich dem Spielverlauf zu ergeben, erhöhte Mennrath den Druck, schnürte Wülfrath phasenweise in dessen Hälfte ein und kam zu zahlreichen Abschlüssen. Der Anschlusstreffer gelang Noah Kubawitz (75.), der den Ball aus der Distanz sehenswert im Tor unterbrachte.

In der Schlussphase entwickelte sich ein echtes Powerplay. Mennrath warf alles nach vorne, gewann zweite Bälle und erspielte sich weitere Chancen, während Wülfrath zunehmend nur noch verteidigte. Die Gäste wollten das Ergebnis über die Zeit bringen, hatten aber Mühe, für Entlastung zu sorgen.

Als die Partie bereits in der Nachspielzeit lief, setzte Mennrath zur letzten Aktion an. Nach einer Hereingabe blieb Torhüter Mykyta Kriukov vorne – und wurde tatsächlich zum Matchwinner. Am zweiten Pfosten stieg er hoch und köpfte den Ball in der sechsten Minute der Nachspielzeit zum viel umjubelten 3:3 ins Netz.

„Müssen das eigentlich gewinnen“

Trainer Marc Trostel zeigte sich nach dem Spiel hin- und hergerissen: „Wenn du in der 96. Minute noch den Ausgleich machst, musst du den Punkt natürlich mitnehmen. Gerade für die Moral kann das extrem wichtig sein.“ Gleichzeitig fand er deutliche Worte: „Wenn man das gesamte Spiel betrachtet, müssen wir das eigentlich gewinnen. Wir hatten genug Chancen und machen uns durch eigene Fehler das Leben schwer.“ Der späte Treffer könnte dennoch Wirkung entfalten: Mennrath bleibt durch das Remis über dem Strich.

Trotz des frühen Tores von Toya Okada (1.) verloren die VSF Amern beim Spitzenreiter 1. Spvg. Solingen-Wald mit 2:5. Selman Sevinc (36.) traf kurz vor der Pause per Strafstoß zum 2:2-Ausgleich. Nach dem Wiederanpfiff schlugen jedoch erneut die Gäste zu. Als dann auch noch Malte Knop (54.) die Rote Karte sah, wurde es für Amern doppelt schwer. Zwei weitere Treffer des Spitzenreiters besiegelten schließlich die Heimniederlage.

Der SC Union Nettetal kam im Heimspiel gegen den SC Velbert nicht über ein 2:2 hinaus. Mats Platen (18.) und Tom Gray (39.) brachten Union in der ersten Halbzeit jeweils in Führung. Trotz Überzahl ab der 66. Minute reichte es am Ende nicht zum Sieg. Allerdings gab Nettetal erneut Spieler an die eigene zweite Mannschaft ab, die in der Bezirksliga um den Klassenerhalt kämpft.