Torgelows Jakub Hilicki sowie Victorias Mirko Marulli und Anastasios Alexandropoulos im Seelower Strafraum in Erwartung eines Torgelower Eckballs.
Torgelows Jakub Hilicki sowie Victorias Mirko Marulli und Anastasios Alexandropoulos im Seelower Strafraum in Erwartung eines Torgelower Eckballs. – Foto: Udo Plate

Victoria Seelow erkämpft sich Punkt

Mit Teilerfolg gegen den Torgelower FC in den Lockdown.

Oberligist Victoria Seelow rettet mit tadelloser kämpferischer Vorstellung ein Remis gegen den Torgelower FC Greif. Theo Hahn trifft per Kopf zum wichtigen Punktgewinn.
Mit einem wichtigen Teilerfolg verabschiedeten sich Seelows Oberliga-Kicker in den verordneten November-Lockdown. Das freitäglichen Flutlicht-Heimspiel gegen die Gäste vom Torgelower FC Greif endete mit einem 1:1 Remis.

Dass die Platzherren einen schmeichelhaften Zähler ergatterten, stand nicht nur für Teamchef Jens Gundlach außer Frage. Vielmehr wusste er sehr wohl, bei wem er seinen Dank abzustatten hatte. Für Schlussmann Artur Tumaszyk gestaltete sich der Gang in die Kabine zu einem regelrechten Spießrutenlauf, wollte dem Blondschopf fast jeder noch einmal ob seiner sensationellen Leistung auf die Schulter klopfen. Der Schlussmann hatte mit fantastischen Paraden in der Schlussphase den Punkt gerettet.

Die Mannen aus Torgelow hatten gut begonnen und die Heimelf umgehend unter Druck gesetzt. Folgerichtig erzielte die Elf von Übungsleiter Dariusz Bucinski im Anschluss an einen Eckball durch Jan-Jakub Kimko das 0:1 (18.). Schocken ließen sich die Gastgeber von diesem Rückstand aber nicht. Zwar hatten die Gäste mehr vom Spiel, aber die Victorianer schlugen eiskalt zu. Einen Freistoß von Mariusz Wolbaum wuchtete Theo Hahn zum 1:1-Ausgleich (24.) in die Torgelower Maschen. Ein Treffer mit Initialzündung: Fortan diktierten die Mannen von Trainer Flaig das Geschehen, verstanden es allerdings nicht, die sich bietenden Möglichkeiten (29./31.) in Zählbares umzumünzen.

Im zweiten Abschnitt berannten die Kicker aus Mecklenburg-Vorpommern das Victoria-Gehäuse und schnürten die Platzherren mit zunehmender Spieldauer regelrecht in deren Hälfte ein. Mit einer riesigen kämpferischen Leistung stemmten sich die Seelower vehement gegen den drängenden Kontrahenten und schafften es tatsächlich ihren Strafraum weitgehend sauber zu halten. Abgesehen von Marian Goldbach, der bei seiner unglücklichen Abwehraktion Torgelows Jakub Hilicki von den Beinen holte und der Unparteiische Tom Channir auf Strafstoß entschied. Es folgte der erste große Auftritt von Artur Tumaszyk, der den Elfmeter von Ndubuisi Okoye großartig entschärfte (62.). Damit nicht genug: Drei Minuten vor dem Abpfiff fischte der Teufelskerl einen wuchtigen Kopfball des hochgewachsenen Hubert Bylicki mit einer sensationellen Flugeinlage noch aus dem Winkel, während der Torgelower bereits mit erhobenen Armen zum Jubellauf ansetzen wollte

"Unglaublich, der Ball war eigentlich gar nicht zu halten. Das war unmöglich", staunte hinterher nicht nur Seelow Teamchef Jens Gundlach Bauklötze. "Wir haben den Kampf angenommen", lobte er seine Elf wegen der kämpferisch tadellosen Vorstellung. "Genau so muss agiert werden, um dem Abstiegsstrudel zu entgehen. Mit Schönspielerei ist nichts zu holen."

"Wir haben bisher in Seelow stets gewonnen. Diesmal hatten wir ein dickes Chancenplus, aber die Tore nicht gemacht und müssen uns mit einem Punkt begnügen. Das geht in Ordnung", meinte indes Torgelows Mannschaftsleiter Uwe Wandt.

Alle Daten und Fakten zum Match, die Wahl zum Mann des Tages sowie den Liveticker zum Nachlesen: Spielbericht

Aufrufe: 02.11.2020, 05:55 Uhr
Udo PlateAutor

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