
Torfestival am Brookdeich: Haren besiegt Twist 5:4

Wenn neun Tore in 90 Minuten fallen, weiß man: die Abwehrreihen hatten frei, die Torhüter ein hartes Nachsehen und der Liveticker-Schreiber (Grüße an Dennis Hagen) schwitzte vermutlich mehr als jeder Spieler auf dem Platz.
Beim 5:4-Spektakel zwischen TuS Haren und SV Grenzland Twist war alles dabei, was Kreisliga-Fußball so liebenswert macht: direkte Freistöße, Slapstick-Momente in der Mauer, Aluminiumtreffer und das obligatorische „Hätte man pfeifen können“-Elfmeter-Gemurmel.
Schon nach sechs Minuten eröffnete Helder Cutala für Haren den Torreigen, natürlich nach einer Ecke, weil in der Kreisliga noch nie jemand „kurz gespielt“ hat. Twist antwortete prompt: Marten Hessel, der an diesem Nachmittag offenbar im „Torhunger“-Modus war, glich aus.
Dann drehte Haren auf: Mirco Husmann, der Mann für die schönen Dinge im Leben und die direkten Freistöße, traf in der 8. Minute zum 2:1 und legte bis zur 59. Minute noch zwei weitere Buden nach. Ein lupenreiner Hattrick, garniert mit einer Volleyabnahme - Kreisliga-Gourmetkost.
Doch Twist ließ sich nicht abschütteln. Immer wieder war es Marten Hessel, der für Unruhe sorgte und am Ende selbst seinen Dreierpack schnürte. Zwischendurch verirrte sich auch ein Pfostenschuss von Luc Kettler in die Statistik, der vermutlich heute noch im Schlaf das metallische „Ping“ hört.
Als Helder Cutala in der 76. Minute zum 5:3 traf, schien die Messe gelesen, doch Nico Imming hatte noch einen Freistoß in der Hinterhand. Haren stellte die Mauer, wie man das halt so macht: nett anzusehen, aber leider durchlässig. 5:4.
Danach wurde’s wild: Ecken, Gelbe Karten, Nachspielzeit, alles dabei. Nur Tore fielen keine mehr. Torwart Nüsse blieb wachsam und rettete, was zu retten war.
Nach 91 Minuten dann der Schlusspfiff. Haren jubelt, Twist hadert und irgendwo legt Dennis Hagen endlich das Handy beiseite und atmet durch.
Ein Spiel, das man nicht erklären, sondern erlebt haben muss. Und eins, das wieder zeigt: In der Kreisliga wird nicht immer alles richtig gemacht, aber selten wird’s langweilig.
____________________
Neue Trikots für den VfL Rütenbrock!

Dank der Unterstützung von Marek Heyne und seiner Allianz-Agentur ist das Team nun nicht nur spielerisch, sondern auch optisch top aufgestellt!
_____________________
Diesmal kein enges Match in Rütenbrock - Baccum gewinnt auswärts!

Nachdem beide Teams am letzten Wochenende gewonnen hatten (Rütenbrock 3:4 in Haselünne und Baccum 0:1 in Haren) trafen die Teams am Sonntag in Rütenbrock auf dem Sportplatz an der Mühle aufeinander.
Von Anfang an entwickelte sich -wie in jeder Saison- ein umkämpftes Spiel, in dem das Heimteam von Trainer Vitali Malsam den besseren Start erwischte. Bereits nach knapp vier Minuten scheiterte Maik Müller freistehend per Kopf und rüttelte damit die Baccumer Defensive wach. Fortan gestalteten beide Teams das Spiel auf Augenhöhe und Baccum zeigte sich an diesem Sonntag ungewohnt abgeklärt vor dem Tor und verwertete die Chancen eiskalt. Nach Zuspiel von Gen Zejnulahi traf Lars Hense, der von seinem Coach erstmalig als Sturmspitze aufgestellt wurde, zum 0:1 in der 12.Minute. Felix Jansen erhöhte nach einer knappen halben Stunde für die Gäste auf 0:2 und das Spiel nahm den Verlauf, den sich die Gäste erhofft hatten. Rütenbrock gelang es nicht zahlreiche verletzte Spieler, darunter die besten Torschützen Marek Heyne und Michael Stevens zu ersetzen und so kam es wie es kommen musste: Baccum erhöhte durch Gen Zejnulahi nach 50.Minuten mit einem Distanzschuss auf 0:3 und sorgte damit zu einem frühen Zeitpunkt für die Vorentscheidung. Ein enges Match war es an diesem Sonntag wahrlich nicht. Nach der deutlichen Führung neutralisierten sich beide Teams weitestgehend im Mittelfeld, Rütenbrock war bemüht aber die grün-weißen aus Lingen hatten keine Mühe die Angriffe zu verteidigen. Nicht umsonst stellt das Team von Andreas Hüsken die beste Abwehr der Liga, die bisher erst neun Gegentore hinnehmen musste. Dennoch gelang es Rütenbrock den Anschlusstreffer zu erzielen, als Baccum in der 85.Minute nicht mehr konsequent genug verteidigte und Niklas Müller die Unentschlossenheit der Gäste ausnutzte und ins rechte Eck einschob. Die Ergebniskosmetik hielt jedoch nur 5 Minuten. Nachdem Bastian Kroner im Sechzehner der Gastgeber zu Fall gebracht wurde, verwandelte Benjamin Kramer vom Elfmeterpunkt sicher zum 1:4 Endstand.
Rütenbrock wird nun am Sonntag in Herzlake gefordert sein die Niederlage wett zu machen.
Für Baccum hingegen geht‘s bereits am Freitagabend weiter: Im Heimspiel erwartet der mittlerweile Drittplatzierte den Derbysieger aus Eltern.
____________________
Neue Kleider, alter Knipser: Der FC 47 Leschede präsentiert seine neuen Trikots

Neues Trikot, derselbe Instinkt fürs Tor: Der FC 47 Leschede läuft ab sofort in frischem Gewand auf, gesponsert von niemand Geringerem als Michael Knieper, Vereinsikone, Torjäger und inzwischen erfolgreicher Unternehmer.
Mit seiner Firma von Poll Immobilien Rheine hat Knieper nicht nur für ein stylisches Outfit gesorgt, sondern auch wieder selbst Maßstäbe gesetzt: 9 Tore und 2 Assists in dieser laufenden Saison sprechen eine deutliche Sprache. Knieper trifft, wie andere Leute Kaffee brühen - regelmäßig, verlässlich und meistens mit Stil.
Neben seiner Rolle als treffsicherer Stoßstürmer ist er auch als Gesellschafter und Geschäftsstellenleiter aktiv und leitet die drei Standorte von Poll Immobilien in Rheine, Ibbenbüren und Coesfeld. Viel Verantwortung, wenig Freizeit und trotzdem noch jede Menge Torjubel.
Der Fußballvorstand des FC 47 bedankte sich im Namen des Vereins bei Micha für die großzügige Unterstützung und überreichte ihm eine kleine Anerkennung.
Ob das neue Trikot die Gegner jetzt zusätzlich einschüchtert, wird sich zeigen, aber fest steht: Wenn Knieper aufläuft, wissen alle, wo das Tor steht.
_____________________
Endlich wieder zu Null - Börger feiert kontrollierten 3:0-Heimsieg

Manchmal läuft’s einfach wie am Schnürchen. Und wenn der Sonntag mit Sonne, Kaffee und einem 3:0-Sieg endet, dann weiß man: In Börger stimmt die Welt wieder. Gegen den SV Grenzland Twist zeigte die Mannschaft von Beginn an, dass sie den Dreier fest eingeplant hatte und das sogar mit Stil.
Schon nach 17 Minuten war der Plan das erste Mal aufgegangen: Johannes Gertken tänzelte sich auf links durch, als wäre die Seitenlinie nur Zierde, und legte so präzise quer, dass Mathis Albers am zweiten Pfosten nur noch den Fuß hinhalten musste. 1:0 und das Gefühl: Heute passiert nichts mehr, was schiefgehen könnte.
Auch danach blieb Börger dran, spielte, kombinierte, ließ Chancen liegen – aber nie den Ball. Der zweite Treffer ließ trotzdem ein Weilchen auf sich warten. Erst in der 65. Minute nahm sich Marc Wöste ein Herz, zog von der rechten Strafraumkante ab und traf in die lange Ecke, so platziert, dass man fast applaudieren musste, bevor der Ball überhaupt im Netz zappelte.
Und wer dachte, das war’s, wurde direkt eines Besseren belehrt: Nur eine Minute später segelte eine Ecke von Yanneck Kuhr in den Strafraum, Tim Mattis Terhalle stieg hoch und mit einem entschlossenen Kopfball war die Sache entschieden. 3:0, Deckel drauf, Feierabend.
Der Rest war Routine: Ball laufen lassen, nichts mehr anbrennen, noch ein, zwei Chancen liegen lassen, weil’s einfach dazugehört. Nach 90 Minuten stand ein verdienter und vor allem souveräner Heimsieg, der ganz ohne Drama auskam.
Und das Beste daran: Die Null stand. Endlich wieder.
Am Freitag wartet dann der Tabellenführer in Bokeloh. Schweres Spiel? Vielleicht. Aber wer so auftritt wie gegen Twist, darf ruhig mit einem Lächeln hinfahren.
____________________
Zwei Teams, ein Ziel: Kein Gegentor
Manchmal ist ein 0:0 mehr als nur ein Ergebnis. Es ist ein Statement. Drei Spiele ohne Gegentor, das gab’s beim SV Listrup schon länger nicht mehr. Und so standen an diesem Sonntag zwei Mannschaften auf dem Platz, die sich 90 Minuten lang gegenseitig versicherten: „Heute schießen wir lieber kein Tor.“
Die erste Halbzeit gehörte leicht den Listrupern, ein paar gute Szenen, ein bisschen Schwung, ein Hauch von „da könnte was gehen“. Doch die zweite Hälfte drehte das Drehbuch um: Teglingen kam besser rein, schnupperte an der Führung, aber auch da blieb es beim Schnuppern.
Spannung kam trotzdem auf, weniger durch Torchancen, mehr durch Gelbe Karten (fünf an der Zahl für Listrup, zwei für Teglingen). Man kennt das: Wenn der Ball nicht rollt, rollt wenigstens der Schiri mit dem Arm.
Taktisch war’s durchaus ansehnlich, kämpferisch sowieso. Und so trennte man sich am Ende mit einem 0:0, das irgendwie genau passte. Kein Spektakel, aber ein solides Stück Emslandliga-Handwerk, gewürzt mit der Erkenntnis: Auch ein torloser Sonntag kann sich gut anfühlen.
Weiter geht’s für Listrup am Sonntag in Haselünne. Anstoß um 15:00 Uhr. Vielleicht fällt da ja wieder ein Tor. Muss aber nicht.
_____________________
Selbstvertrauen trifft Tabellenführer und verliert.

Drei Siege in Serie, Sonne über dem Parkstadion und das Gefühl, dass da heute was gehen könnte. Doch noch bevor der Gedanke richtig zu Ende gedacht war, lag der Ball schon im eigenen Netz. Ballverlust im Aufbau, Flanke, Kopfball - 0:1 nach sechs Minuten.
Dabei fing alles so vielversprechend an: Vitus Plate schickte David Schwennen steil, der verpasste nur um eine Fußspitze, Jerome Hensen kam noch ran, brachte den Ball aber nicht entscheidend aufs Tor. Fast das 1:0, stattdessen das 0:1. Fußball kann so einfühlsam sein.
Zehn Minuten später dann die kalte Dusche Nummer zwei: Niklas Hermes zimmerte das Ding aus spitzem Winkel unhaltbar oben rein, ein Sonntagsschuss. Danach brauchte Papenburg einen Moment, um wieder Ordnung zu finden. Das gelang immerhin, und so blieb’s bis zur Pause beim 0:2.
Nach dem Seitenwechsel kam das, was Trainer später gern „eine gute Reaktion“ nennen: höher anlaufen, mutiger sein, zweite Bälle holen. Das funktionierte kurz, bis erneut ein Fehler im Aufbau das 0:3 einleitete. Erik Lüßing bedankte sich artig, schnürte seinen Doppelpack und feierte Saisontor Nummer 17.
Bokeloh verwaltete danach souverän, Papenburg mühte sich, und das Spiel verlor sich in kleinen Fouls, langen Bällen und der Erkenntnis, dass man an diesem Tag wohl Lehrgeld bezahlt. Ganz zum Schluss dann doch noch ein Moment zum Mitnehmen: Ben Lünsmann setzte stark nach, legte quer, Marten Bogena vollendete sehenswert zum 1:3, immerhin für die Galerie.
Unterm Strich: Eine Niederlage, die weh tut, weil sie vermeidbar war. Aber auch eine, die zeigt, dass Papenburg gegen den Tabellenführer mitspielen kann, solange die eigenen Fehler nicht zu Stichwortgebern werden.
Nächste Woche wartet das Derby in Surwold. Da brennt der Baum und vielleicht auch wieder das Selbstvertrauen.