2026-03-09T15:40:23.061Z

Allgemeines

Topspiel der Landesliga: Grünwald verliert in Wasserburg

Landesliga Südost

von Umberto Savignano · Heute, 09:00 Uhr · 0 Leser
Keine Punkte im Topspiel gab es für den TSV Grünwald (weiß).
Keine Punkte im Topspiel gab es für den TSV Grünwald (weiß). – Foto: Bernhard Schmöller

Der TSV Grünwald unterlag dem Tabellenführer TSV Wasserburg deutlich. Trainer Koch kritisierte den Platz und eine Schiedsrichterentscheidung.

Die Hoffnungen, sich im direkten Duell an den Spitzenreiter heranzupirschen, eröffneten sich für den TSV Grünwald nicht: Der TSV Wasserburg gewann mit 2:0 (1:0), festigte damit seinen ersten Platz und vergrößerte den Vorsprung auf die weiterhin auf Rang sechs liegenden Grün-Weißen auf sieben Punkte.

Die Top-Begegnung der Landesliga Südost war kein spielerischer Leckerbissen und das lag nach Ansicht von Sebastian Koch an den Bodenverhältnissen: „Es war klar, dass es unter diesen Bedingungen keinen schönen Fußball geben wird. Der Rasenplatz hat das kaum zugelassen, sodass sich die Partie über weite Strecken zu einem klassischen Kick-and Rush-Spiel entwickelt hat“, lautete die Analyse des Grünwalder Trainers, der „viele lange Bälle, viele zweite Bälle und viele Zweikämpfe“ sah und einräumte: „Wasserburg hat dieses Spiel heute besser angenommen als wir.“

Dabei begannen die Isartaler gut. Marcel Kosuch scheiterte in bester Position an Wasserburgs Schlussmann Lino Volkmer (10.). Praktisch im Gegenzug köpfte aber Robin Ungerath nach einem Freistoß zum 1:0 ein (12.). Wenig später dann eine Schlüsselszene aus TSV-Sicht: Gabriel Wanzeck, der auf der Sechser-Position für Stabilität sorgen sollte, hatte den Ellenbogen eines Gegenspielers abbekommen (22.). „Das war für uns besonders bitter. Er hat ein Cut am Auge und musste ausgewechselt werden, was uns in dieser Phase zusätzlich aus dem Rhythmus gebracht hat. Für mich war das eine Rote Karte, also eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters in einer wichtigen Phase“, kritisierte Koch. „Solche Szenen sind natürlich ärgerlich, weil sie Einfluss auf ein Spiel nehmen können. Trotzdem müssen wir den Fokus auf uns selbst legen.“ Denn sein Team hatte nur noch eine hochkarätige Ausgleichsmöglichkeit durch Yannick Frey, der Volkmer bereits ausgespielt hatte, aber aus spitzem Winkel über das Tor schoss (28.).

Auch die Wasserburger mussten im ersten Durchgang mit Manuel Kerschbaum und dem Torschützen Ungerath zwei Verletzungsausfälle verkraften. An den vielen Umstellungen lag es aber nicht, dass Chancen nach der Pause Mangelware waren, so Koch: „Fußballerisch war auf diesem Untergrund kaum etwas möglich. Umso wichtiger sind dann Mentalität, Präsenz in Zweikämpfen und die Bereitschaft, jeden zweiten Ball unbedingt haben zu wollen. Da hat Wasserburg in einigen Situationen einfach mehr Konsequenz gezeigt.“ Und so bedeutete Josef Stellners Traumtor in den Winkel zum 2:0 (52.) die Entscheidung. „Wir haben versucht, dagegenzuhalten, aber in solchen Spielen entscheiden oft Kleinigkeiten, und die sind heute eher in Wasserburgs Richtung gefallen“, lautete Kochs Fazit. (um)