
Der FC Deisenhofen überwintert auf Platz drei. Nun geht einer der Top-Scorer. Trainer Andreas Pummer will den Abgang intern kompensieren.
Frühzeitig abgesagt wurde die letzte im Jahr 2025 terminierte Bayernligapartie des FC Deisenhofen. Das ursprünglich für kommenden Samstag angesetzte Heimspiel gegen den SV Kirchanschöring soll nun am Mittwoch, 11. März 2026, stattfinden.
Die Blauhemden, die am vergangenen Wochenende spielfrei waren, dürfen die Winterpause nun richtig genießen, nicht nur wegen der damit verbundenen Erholung, sondern auch und vor allem wegen ihrer Erfolgsserie zum Jahresausklang: „Fünf Siege in Folge: Toll, was die Jungs in den vergangenen Wochen abgeliefert haben. Die Leistung und der Einsatzwille sind schon sehr imponierend“, hatte Trainer Andreas Pummer seine Mannschaft nach dem letzten Erfolg, dem 2:1 über den SV Erlbach, gelobt.
Durch diesen Sieg waren die Deisenhofner an ihren Gästen vorbeigezogen und hatten den dritten Platz erobert. Selbst wenn alle anderen Spiele am kommenden Wochenende stattfinden könnten, würde der FCD mindestens auf Rang vier überwintern und wäre dank des Nachholtermins auch noch in Tuchfühlung mit den zwei Top-Teams, der U21 des TSV 1860 München und dem TSV Landsberg.
Der Weg aus der Jugend in die Erste Mannschaft, die immerhin in der 5. Liga in Deutschland spielt, ist beim FC Deisenhofen schon sehr durchlässig.
FCD-Trainer Andreas Pummer
Kein Wunder, dass Pummer zufrieden ist, wobei er nicht nur die bisherige Saison im Blick hat, sondern den Bogen über seine gesamte bisherige Amtszeit spannt, die im Sommer 2022 begann.
„Im Großen und Ganzen geht es darum, die Mannschaft zu entwickeln und das gelingt uns ganz gut“, sagt er. „Gefühlt haben wir seit drei Jahren einen Umbruch. Ich glaube, dass uns, seit ich da bin, 13 Leute verlassen haben.“ Tatsächlich ist die Liste der Leistungsträger, die es in dieser Zeit zu ersetzen gab, lang: Martin Mayer, Michael Vodermeier, Marco Finster, Michael Bachhuber, Nico Karger, Tobias Rembeck, Maxime Schneiker, Torwart Enrico Caruso. „Das waren ja alles feste Größen“, so Pummer.
Obwohl die etablierten Spieler fast ausschließlich durch den eigenen Nachwuchs ersetzt wurden, seien die Fortschritte, auch wieder in der laufenden Runde, unverkennbar: „Wir sind schon cleverer und souveräner in unseren Aktionen geworden“, findet der Coach, der in der Ende Januar beginnenden Vorbereitung den gewohnten Weg gehen wird: „Wir werden Jugendspieler einbinden und bei mir oder in der U23 testen. Es geht dann ja oft schnell, wie bei Lennard Jung, der bis auf ein paar Spiele seine Einsatzzeiten bekommen hat.“
16 von 18 Partien hat der 19-Jährige bestritten, er ist für den Trainer ebenso ein Gewinner der bisherigen Saison, wie Leo Edenhofer und Georg Jungkunz, die sich jetzt in ihrem zweiten Jahr im Herrenbereich so richtig durchgesetzt und alle Spiele mitgemacht haben, fast immer in der Startelf standen.
„Der Weg aus der Jugend in die Erste Mannschaft, die immerhin in der 5. Liga in Deutschland spielt, ist beim FC Deisenhofen schon sehr durchlässig“, so Pummer. Einer der wenigen externen Zugänge der vergangenen Jahre, Paul Schemat, der 2023 vom FC Augsburg II kam, wird sich in der Winterpause verabschieden, zu Pummers Bedauern: „Er spielt eine sehr gute Saison, hat in 16 Spielen sechs Tore geschossen, aber er hat einen Studienplatz in Wien bekommen. Da sind wir machtlos.“
Ersatz von außen ist auch diesmal nicht geplant, stellt Pummer klar: „Das wird intern gelöst, dann müssen andere die Chance nutzen.“