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Töging: Christoph Karch folgt auf Alex Sommer

Bezirksliga-Schlusslicht trennt sich schweren Herzens von seinem zweifachen Aufstiegstrainer und engagiert den ehemaligen Beilngries-Coach als Nachfolger

von Florian Würthele · 10.02.2026, 14:00 Uhr · 0 Leser
Tögings neuer Trainer Christoph Karch (Mitte) wird von den Verantwortlichen Robert Werner (links) und Herbert Wolfsteiner willkommen geheißen.
Tögings neuer Trainer Christoph Karch (Mitte) wird von den Verantwortlichen Robert Werner (links) und Herbert Wolfsteiner willkommen geheißen. – Foto: SV Töging/Max Meier

Trotz des letzten Tabellenplatzes in der Bezirksliga Süd und einer ewig langen Durststrecke vor der Winterpause, hat man beim SV Töging die Flinte noch nicht ins Korn geworden. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt weiter. Realistisch ist für die Frühjahrsrunde jedoch nur noch das Erreichen eines Relegationsplatzes. Seit dem Trainingsauftakt vor gut einer Woche arbeiten die Fußballer aus dem Altmühltal auf dieses Ziel hin.

Von draußen gibt es nun eine neue Ansprache. Mit dem Vorbereitungsstart übernahm ein neuer Trainer das Ruder. Mit Christoph Karch haben die Verantwortlichen einen in der Region bekannten Namen als „Feuerwehrmann“ verpflichtet. Der 42-Jährige folgt auf den bisherigen Übungsleiter Alexander Sommer, von dem sich der SVT im Januar einvernehmlich trennte.

Sommer gab seit dem Sommer 2021 die Kommandos in Töging. Gleich in der ersten gemeinsamen Saison feierte man die Rückkehr in die Kreisliga. Letztes Jahr folgte dann die Meisterschaft in der Kreisliga 2 und der damit verbundene Aufstieg in die Bezirksliga. Ein Riesenerfolg für den Dorfverein! Tögings Spielleiter Robert Werner hebt im Gespräch mit FuPa hervor, dass dem Verein die Trennung nach viereinhalb Jahren sehr schwer gefallen sei. „Wir sind Alex sehr dankbar, sind mit ihm zweimal aufgestiegen. Er hat eine sehr gute Arbeit geleistet und ist bei uns nach wie vor willkommen“, so Werner, der von einer „einvernehmlichen Trennung“ spricht. Nach einem längeren und offenen Gespräch kamen beide Seiten zum Schluss, dass der Mannschaft ein neuer Impuls guttun würde.

Das betont auch Alexander Sommer selbst. Im „Donaukurier“ lässt sich der 44-jährige Paintener so zitieren: „Ich war selbst nicht zufrieden und habe mir viele Gedanken gemacht. Schon während der Vorrunde haben wir uns offen ausgetauscht und überlegt, was das Beste für Mannschaft und Verein ist.“ Sommer geht keineswegs im Groll: „Ich bin unfassbar dankbar für die tolle Zeit in Töging. Die erfolgreichen und freudigen Momente überwiegen allemal.“

Rasch konnte der Klub aus dem Landkreis Neumarkt die Nachfolgelösung regeln. Mit Christoph Karch sagte ein durchaus bekannter Trainername der Region zu. Der 42-Jährige kennt den Verein und auch die Liga bereits. Von 2014 bis 2018 coachte er nämlich den 1. FC Beilngries in der Bezirksliga Süd. Später stand Karch ebenso lange an der Seitenlinie des FC Plankstetten (Kreisklasse Neumarkt). Nun soll er Töging zum Klassenerhalt führen. Die Zusammenarbeit ist zunächst bis zum Saisonende ausgelegt. „Er bringt – auch höherklassige – Erfahrung mit, war in Beilngries und Plankstetten erfolgreich tätig“, erklärt Spielleiter Robert Werner und fügt an: „Jetzt gibt es eine neue Ansprache. Die Spieler hören und sehen was Neues. Vielleicht können wir dadurch nochmal einen Impuls setzen.“

Die sportliche Ausgangslage ist prekär. Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf den untersten der drei Relegationsplätze. Derer zehn sind es aufs rettende Ufer. Zudem hat die Konkurrenz ein bis zwei Spiele weniger absolviert. Nichtsdestotrotz kommen vom Funktionär des SV Töging kämpferische Töne: „Die Flinte werfen wir nicht ins Korn. Wir geben nicht auf, sonst hätten wir den Schritt mit dem neuem Impuls ja nicht machen brauchen. In den ausstehenden zehn Spielen sind noch 30 Punkte zu vergeben. Sechs der Partien sind Heimspiele. Von daher gesehen ist alles drin.“ Am bisherigen Spielerkader änderte sich über den Winter nichts.