
Tobias Hartl steht nach starken Leistungen im Kader, während Walter Wasinger vor seinem Abschied das Team verlässt.
Krün – Der Start war soweit in Ordnung. Als Vierter der A-Klasse sind die Krüner Fußballer voll im Soll, auch wenn nicht alles nach Plan verläuft. „Die kurze Schwächephase mit den Ausreißern tut natürlich etwas weh“, sagt Spielertrainer Matthias Schmidt über die drei Niederlagen in Folge Anfang September. „Im Großen und Ganzen können wir aber glücklich sein.“ Mit 18 Zählern befindet sich der Kreisklassen-Absteiger in direkter Schlagdistanz zur Tabellenspitze.
Am morgigen Mittwoch (19.30 Uhr) wartet auf den SVK der nächste Gradmesser: Mit der Habacher Reserve kommt eines der Spitzenteams ins Isartal. „Gegen Habach ist es nie leicht zu spielen, sie sind extrem giftig und uns gar nicht so unähnlich.“ Eigentlich war die Partie fürs Wochenende geplant, doch die Krüner verlegten die Begegnung. Der Grund ist durchaus ungewöhnlich: Einige der Fußballer spielen zeitgleich Eishockey in Mittenwald und fuhren am Wochenende ins Trainingslager.
Eine der Geschichten der noch jungen Saison schreibt bei den Isartalern Tobias Hartl. Eigentlich spielt er noch in der A-Jugend, doch inzwischen steht der Stürmer bei den Herren bereits bei sechs Treffern. „Als wir zu wenig Leute waren, war er dabei und hat direkt gezeigt, dass er eine Verstärkung für uns ist.“ Auch im Training ließ Hartl immer wieder sein Talent aufblitzen. Freilich profitiert er auch davon, dass heuer der Nachwuchs zusammen mit der Ersten Mannschaft trainiert.
„Da können sich gleich etwas an den Herrenfußball gewöhnen.“ Zwar wollen sie beim SVK Hartl weiter behutsam aufbauen, weshalb er vorrangig für den Nachwuchs eingeplant ist. Doch morgen wird er gegen Habach im Kader stehen.
Dann wird sich auch Walter Wasinger ein letztes Mal aufwärmen. Den Argentinier zieht es zurück in seine Heimat. Bitter für die Krüner, wie Trainer Schmidt betont: „Er hat sich wirklich super integriert und auch die ein oder andere Bude geschossen.“ Dem Spiel soll das keinen Abbruch tun. „Derjenige, der mehr Willen zeigt und kämpft, wird gewinnen.“