
Mit SW Eppendorf stand bereits am frühen Freitagabend der erste Finalteilnehmer beim Geno-Cup des SV Burgaltendorf fest. Der A-Kreisligist aus Westfalen besiegte den hiesigen Bezirksliga-Aufsteiger SV Hösel mit 3:0 (1:0). Tags darauf wollte der 1. FC Wülfrath im Duell mit dem SC Frintrop 05/21 nachziehen. Doch die Sache ging gehörig schief.
Obwohl mit „voller Kapelle“ angetreten unterlag der Neu-Landesligist den zwei Klassen tiefer spielenden Essenern mit 1:3 (0:1). Der Gegentreffer durch Zugang Jacob Sami Jawad in der Nachspielzeit war nicht mehr als Ergebniskosmetik. Bereits in den Begegnungen zuvor vermochten die Wülfrather trotz der vier Siege nicht zu überzeugen. Der Auftritt gegen Frintrop, viel mehr als Eifer hatte auch der, bei allem Respekt, fußballerisch limitierte Gegner nicht zu bieten, war eine einzige Enttäuschung. „Frintrop machte es uns vor, zeigte die bessere Einstellung, wollte den Sieg einfach mehr“, brachte es der sichtlich frustrierte Joscha Weber auf den Punkt.
Auch die Einwechselungen von sechs frischen Kräften in den zweiten 45 Minuten brachte keinen Umschwung. Dabei nahm Wülfrath im Vorfeld das Spiel und den Gegner durchaus ernst. Der Chefcoach schickte eine auf dem Papier starke Elf aufs Feld: Neun „Aufsteiger“ und die hoch eingeschätzten Zugänge Daniel Ivezic und Takamasa Kaneko. Schließlich winkte der Einzug ins Endspiel und dort im Falle eines Sieges eine stattlich Geldprämie. Offensichtlich nicht genügend Motivation für die Jungs um Kapitän Maik Bleckmann. Joscha Weber machte nach dem Abpfiff seinem Ärger Luft: „Was ein Großteil der Mannschaft anbot, war eine Frechheit und in allen Mannschaftsteilen viel zu wenig. Keiner hat heute sein normales Leistungsniveau erreicht. Wir werden Klartext mit der Mannschaft reden und deutlich machen, dass sich so etwas wie heute nicht wiederholen darf.“
Nach dieser „Nichtleistung“ ging es für den FCW am frühen Sonntagnachmittag gegen den SV Hösel folgerichtig nur noch um Platz drei. Vorweg: Auch diese Partie verlief nicht nach den Vorstellungen der Wülfrather, selbst wenn in spielerischer Hinsicht eine Steigerung zu erkennen war. Am Ende stand indes die 12:13-Niederlage nach Elfmeter-Schießen. Nach 90 Minuten hieß es 1:1. Justin Morr brachte Hösel früh in Führung (8.), FCW-Kapitän Maik Bleckmann glich aus (56.). Gegen defensiv eingestellte Angerländer hatte das Weber-Team zwar optische Vorteile, doch fehlte es an Überzeugung und Passgenauigkeit im letzten Drittel. „Wir entwickelten zu wenig Ideen, um wirklich torgefährlich zu sein. Optische Überlegenheit reicht da einfach nicht. Alles in allem haben wir uns als Pokalverteidiger beim Geno-Cup nicht gut verkauft, sind unter unseren fußballerischen Möglichkeiten geblieben. Und das gegen jeweils klassentiefere Gegner. Das war, ohne Wenn und Aber, absolut enttäuschend“, stellte der FCW-Coach ernüchternd fest.
Am Dienstag (Anstoß 19.30 Uhr) kommt das Regionalligateam des Wuppertaler SV zum freundschaftlichen Vergleich in den Lhoist Sportpark. Da wollen (und müssen) die Wülfrather ganz anders auftreten, ansonsten droht im vorletzten Testspiel und zehn Tage vor dem Landesligaauftakt erst recht eine böse Pleite.