
Zum Saisonende hört Christoph Stahn beim VfL Güldenstern Stade II als Trainer auf. Mögliche Erfolge blieben ihm verwehrt. Endet diese Saison mit dem ersehnten Titel?
Wenn diese Kreisligasaison endet, schaut Christoph Stahn auf vier durchaus erfolgreiche Jahre mit der zweiten Mannschaft des VfL Güldenstern Stade zurück. Nur ein Titel, ein möglicher Aufstieg, eine Krönung guter Arbeit - dies blieb dem 36-Jährigen - bisher - verwehrt.
Als Stahn 2022 den VfL Güldenstern Stade II übernahm, marschierte die Mannschaft nach der Vorsaison abermals ins Finale des Kreispokals. „Klar hätten wir gerne den Titel geholt“, sagt Stahn, „aber Deinste war einfach besser.“ Im Jahr zuvor hatten die Stader wesentlich dramatischer im Elfmeterschießen gegen Immenbeck II das Finale verloren.
„Ich glaube, das hat mit den Jungs etwas gemacht, der Stachel saß tief“, sagt Stahn, in den Folgejahren war zumindest im Pokalwettbewerb die nötige Wettkampfhärte nicht mehr gegeben.
Im Ligabetrieb blieben Enttäuschungen nicht aus
In seiner ersten Saison wurde Stahn mit Stade Vierter, punktgleich mit dem Dritten Wiepenkathen. In der Folgesaison 2023/24 wurde der VfL Güldenstern dann Zweiter, punktgleich mit dem Dritten Wiepenkathen. Erstmals wurde wieder eine Relegation um den Aufstieg ausgespielt. Stahn und seiner Mannschaft blieb „der mögliche Aufstieg“ aber verwehrt, weil die erste Mannschaft in die Bezirksliga abgestiegen war. Wiepenkathen stieg stattdessen auf.
In die Saison 2024/25 war Stahn mit dem Ziel gestartet, einen Stader „Doppelaufstieg“ zu meistern. Die Erste kehrte in die Landesliga zurück. „Wir hatten dann in der Hinrunde durch Verletzte und Abgänge einfach nicht die Qualität“, sagt Stahn, in der Rückrunde kämpfte sich die zwischendurch abstiegsbedrohte Zweite noch auf den fünften Platz.
In seiner Abschiedssaison wünscht er sich den Titel
In der aktuellen Saison führt der VfL Güldenstern Stade II derzeit die Kreisliga an und hat bei zwei Punkten Vorsprung auf den Zweiten Wiepenkathen (derzeit personell angeschlagen) noch ein Spiel weniger. „Ich möchte natürlich gerne Meister werden“, sagt Stahn. Es wäre eine Belohnung für die „insgesamt eigentlich vier erfolgreichen Jahre“.
Das „eigentlich“ verdeutlicht, dass Stahn ein wenig hadert mit dem verpassten Aufstieg. Auch in dieser Saison ist die Zweite abhängig von der Ersten, die wiederum stark abstiegsgefährdet ist.
„Es waren vier intensive Jahre“, sagt Stahn. Während der Winterpause hatten er und Co-Trainer Hauke Dittmer sich dann Gedanken gemacht. Er sei „geschlaucht“ gewesen und wolle aus „privaten Gründen“ sowieso kürzertreten.
Nachfolge ist intern gelöst worden
„Beide haben über die Jahre ausgezeichnete Arbeit geleistet“, sagt Abteilungsleiter Torben Milbredt. Das spiegele auch die derzeitige Tabellenführung.
Milbredt und Vorstand Dennis Drechsel bemühten sich anschließend um eine interne Lösung. Ab nächster Saison übernehmen Walerij und Alexander Hettich, die derzeit die Dritte trainieren und den Verein bestens kennen. Die VfL-Verantwortlichen sind von dieser Lösung überzeugt.
Zumal: Stahn bleibt dem VfL im Hintergrund treu, kann beim Übergang helfen. „Es war mir wichtig, eine intakte Mannschaft zu übergeben“, sagt Stahn. Das Team habe Potenzial und könne sich noch immer weiter entwickeln.
Stahn möchte jetzt mit dem Titel gehen. Ob es dann auch für den Aufstieg reicht, haben er und sein Team nicht in der Hand.