
Der VfL Osnabrück hat die zentrale Personalie für die kommende Drittliga-Saison geklärt: Timo Schultz übernimmt ab sofort das Amt des Cheftrainers. Der 47-Jährige unterschrieb am Dienstagmittag seinen Vertrag an der Bremer Brücke und wird damit Nachfolger von Marco Antwerpen. Mit dieser Entscheidung schließt der Klub die erste zentrale Etappe seiner strukturellen und sportlichen Neuausrichtung ab.
Timo Schultz ist in der deutschen Fußballszene kein Unbekannter. Als aktiver Spieler vor allem beim FC St. Pauli aktiv, schlug der gebürtige Ostfriese nach seiner Karriere früh den Weg als Trainer ein – zunächst in Hamburg im Nachwuchsleistungszentrum, später als Cheftrainer der Profis. Mit den Kiezkickern gelang ihm in seiner ersten Zweitliga-Saison ein souveräner Klassenerhalt, gefolgt von einer starken Saison mit Platz fünf – nur knapp hinter dem Relegationsrang.
Weitere Stationen führten ihn in die Schweiz zum FC Basel und zuletzt zum 1. FC Köln, den er unter schwierigen Rahmenbedingungen übernahm. Trotz verbesserter Leistungen in der Rückrunde konnte er den Bundesliga-Abstieg des FC nicht verhindern.
Für den VfL Osnabrück ist Schultz ein Wunschtrainer – fachlich wie menschlich. Geschäftsführer Dr. Michael Welling und Direktor Fußball Joe Enochs betonten unisono die gute Chemie in den Gesprächen sowie die große Schnittmenge in der Fußballphilosophie. Schultz steht für einen aktiven, dynamischen und pressingorientierten Stil – Eigenschaften, die auch zur geplanten Identität des VfL im Umbruch passen.
„Timo Schultz erfüllt unser Profil sowohl sportlich als auch menschlich“, erklärt Joe Enochs. „Er ist ein Teamplayer, der Entwicklung fördert – bei Spielern wie auch im gesamten Staff.“ Dass Schultz sowohl Nachwuchs- als auch Profi-Erfahrung mitbringt, wertet der Klub als zusätzlichen Pluspunkt in einem Umfeld, das auf Durchlässigkeit und Entwicklung setzt.
Der neue Trainer selbst zeigte sich bei seiner Vorstellung angriffslustig und motiviert: „Ich habe richtig Lust auf die Aufgabe beim VfL. Die Gespräche mit den Verantwortlichen haben mir das Gefühl gegeben, dass hier etwas entstehen soll. Ich kenne die Bremer Brücke gut, das Umfeld ebenso – das passt.“ Besonders bemerkenswert: Schultz absolvierte in seiner aktiven Laufbahn gegen keinen anderen Verein mehr Pflichtspiele als gegen Osnabrück – nun wird er erstmals auf der anderen Seite an der Seitenlinie stehen.