
Seit der Spielzeit 2020/21 ist Tim Schneider Übungsleiter der ersten Mannschaft beim VfB Hilden. In der aktuellen Saison steht der Trainer mit seiner Mannschaft auf dem zweiten Platz - punktgleich mit Tabellenführer Ratingen 04/19. Im Sommer werden sich die Wege des 44-Jährigen und des Oberligisten jedoch trennen, denn die Vereinsführung des VfB teilte mit, dass sie den Vertrag des jahrelangen Cheftrainers im Sommer nicht verlängern werden.
Beim VfB Hilden könnte es im Jahr 2026 nicht besser laufen - aus den sechs Spielen sicherte sich die Mannschaft von Chefcoach Schneider 18 Zähler und somit die bestmögliche Punkteausbeute. Dadurch spielte sich sein Team zurück in den Aufstiegskampf der Oberliga. Aktuell steht der VfB punktgleich mit Tabellenführer Ratingen 04/19 auf dem zweiten Rang.
Für einen möglichen Aufstieg in die Regionalliga wird der VfB die Lizenzunterlagen einreichen. Doch auch bei einem Sprung in die höhere Klasse wird Schneider in der kommenden Spielzeit nicht mehr an der Seitenlinie Hildens agieren. Der Verein entschied sich dazu, seinen auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern.
"Für mich kam es nicht überraschend. Es gab am 27. Januar ein Gespräch mit der Sportlichen Leitung. Danach habe ich sechs Wochen nichts gehört, bis ich erfahren habe, dass man den Vertrag nicht verlängern möchte. Wenn du sechs Wochen nichts hörst, kannst du dir deinen Teil schon denken. Grundsätzlich ist es aber für die meisten wie auch für mich schon überraschend", sagte der Cheftrainer dem RevierSport.
Nach sechs Jahren im Amt des Oberligisten war dies ein harter Schlag für den 44-Jährigen. Doch der Übungsleiter akzeptierte die Entscheidung der Vereinsführung und zeigte sich dankbar für die Zeit: "Mir ist wichtig zu sagen, dass ich das Ganze sportlich nehme und die Entscheidung akzeptiere. Ich bin enttäuscht, auch über die Art und Weise, aber bin den Verantwortlichen auch dankbar, dass sie mir vor sechs Jahren das Vertrauen als Trainer der zweiten Mannschaft ausgesprochen haben. Dieses Vertrauen habe ich zurückgezahlt."
Im Bezug auf die Entscheidung den Vertrag des Erfolgstrainers nicht verlängern zu wollen, nannte der Vorstand des VfB noch kein Motiv. "Wir haben vereinbart, dass wir erst einmal nicht über die Beweggründe sprechen. Tim hat sich nichts zu Schulden kommen lassen, wir auch nicht. Die Entscheidung fiel uns sehr schwer. Letztendlich hatten wir sportliche Gründe und haben die Entscheidung getroffen", erklärte Daniel Wittke, zweiter Vorsitzender des VfB.
Wohin es nach der Spielzeit für den 44-Jährigen gehen wird, ist noch unklar. Für Schneider und seine Mannschaft stehen nach diesem Schock jedoch schon die nächsten wichtigen Aufgaben für den Kampf um den Aufstieg an. Am kommenden Spieltag warten die Sportfreunde Baumberg auf den Tabellenzweiten. Mit einem weiteren Erfolg könnte Hilden die Siegesserie ausbauen.