2026-01-09T09:36:09.492Z

Allgemeines
Marco Wetscheck (Bildmitte) ist ab der neuen Saison Chefanweiser des FC Tiefenbach DJK
Marco Wetscheck (Bildmitte) ist ab der neuen Saison Chefanweiser des FC Tiefenbach DJK – Foto: Verein

Tiefenbach: Wetscheck folgt auf Ortmeier

Beim Kreisklassisten hört die Vereinslegende mit Ablauf der Spielzeit 2025/2026 auf

Der Begriff Kultspieler passt beim FC Tiefenbach DJK für Tobias Ortmeier wie die Faust aufs Auge. Der inzwischen 40-jährige Klassefußballer prägte den Verein aus dem Landkreis Passau mehr als zwei Jahrzehnte entscheidend mit und trug einen großen Teil dazu bei, dass sich die Blau-Weißen zwischen 2008 und 2012 sowie 2014 und 2017 in der Bezirksliga beweisen durften. 2018 wurde das Eigengewächs zum spielenden Chefanweiser befördert.

Bis zum vergangenen Sommer konnte sich Tiefenbach in der Kreisliga behaupten, stieg dann aber aufgrund einer knappen 2:3-Relegationsniederlage gegen den FC Egglham in die Kreisklasse ab, der man zuletzt zwei Jahrzehnte zuvor angehörte. Der sofortige Wiederaufstieg ist längst vom Tisch, zur Winterpause belegt das Team einen Mittelfeldplatz.





Tobias Ortmeier (re.) gibt seinen Spielertrainerposten im Mai ab
Tobias Ortmeier (re.) gibt seinen Spielertrainerposten im Mai ab – Foto: Robert Geisler







"Tobi wohnt seit ein paar Jahren im Rottal in Julbach und hat daher einen riesigen Aufwand zu leisten. Er hat unseren Verein über Jahrzehnte die Treue gehalten und maßgebend geprägt. Man kann ihn eigentlich gar nicht genug würdigen und wir hoffen, dass er uns als Spieler noch die eine oder andere Saison erhalten bleibt", sagt Tiefenbachs Abteilungsleiter Roland Lindinger, der überzeugt ist, mit Marco Wetscheck einen guten Ortmeier-Nachfolger gefunden zu haben: "Marco bringt jede Menge Erfahrung mit und passt auch als Typ gut zu uns. Wir sind überzeugt, dass das passen wird. Selbstverständlich wollen wir auch mit unseren beiden Urgesteinen Raphael Lux und Hans-Christian Seidl weitermachen, die enorme Verdienste haben und immer noch sehr wichtig für unseren Verein sind." Für die Zukunft sieht der Fußballchef seinen Verein ordentlich aufgestellt: "Die Mannschaft ist deutlich verjüngt worden und wir haben wieder einen richtig guten Haufen beisammen, mit dem in der Zukunft viel möglich ist."



Der neue Mann gibt folgendes Statement zu Protokoll: "Nach der Enttäuschung in Jandelsbrunn ist es ein wohlüberlegter Schritt zu einem sehr gut geführten Verein. Zudem ist sehr viel Potenzial in der Mannschaft sowie besten infrastrukturelle Bedingungen mit Rasen und Kunstrasen. Jetzt hoffe ich vor allem noch, dass Raphael Lux weitermacht und mein Trainerkollege wird." Der spielende Assistenzcoach laboriert noch an den Folgen eines Kreuzbandrisses und hat noch nicht entschieden, ob er sein Engagement fortsetzt.




Zunächst gilt es aber für die FCT-Kicker den "Worst Case" zu verhindern und die noch fehlenden Punkte für den Klassenerhalt einzufahren. "Zwei, drei Siege werden wir noch brauchen. Wir wollen aber nicht bis zum Schluss zittern, sondern haben vollstes Vertrauen in unsere Jungs, die sich weiterentwickeln werden und in der Tabelle noch Boden gutmachen wollen", betont Roland Lindinger.

Aufrufe: 013.1.2026, 12:30 Uhr
Thomas SeidlAutor