
Es war so etwas wie das vorentscheidende Spiel im Aufstiegsrennen der 3. Liga für den MSV Duisburg. Nur ein Sieg zählte im Verfolgerduell gegen den TSV 1860 München. Schon vor dem Spiel gingen die Fans in Vorleistung. Mehrere tausend Duisburger Anhänger bereiteten dem Mannschaftsbus einen stimmungsvollen Empfang, Auf den Rasen sprang der Funke zunächst aber nicht über. Am Ende entschied ein Spieler die Partie, der zuletzt lange außen vor war.
Zwar begannen beide Seiten durchaus schwungvoll und übersprangen damit die eigentlich übliche Phase des gegenseitigen Abtastens, doch damit war nach wenigen Minuten Schluss. Es folgte ein taktisch geprägter erster Durchgang, in dem die Gäste aus München eine Großchance, die Duisburger eine Halbchance verbuchten. Die Meidericher agierten in der eher ungewohnten Fünferkette. Kapitän Alexander Hahn musste nach einem Schlag auf die Wade passen, für ihn rückte Ben Schlicke in die Innenverteidigung. Auch Joshua Bitter rutschte eine Position weiter in die Mitte, die Außenbahnen wurden von Niklas Jessen und Can Coskun beackert.
Diesen Umstand versuchten die Löwen mit langen Bällen auszunutzen, doch die Duisburger Defensive hielt dem Stand. So sollte es bis zur 22. Minute dauern, ehe überhaupt der erste Torschuss notiert werden konnte. Bitter zog aus 30 Metern ab, stellte Thomas Dähne damit aber vor keine große Herausforderung. Auf der Gegenseite war es Kevin Volland, der mit einem satten Schuss aus 16 Metern an den Innenpfosten die beste Gelegenheit auf seinem Fleißzettelchen niederschreiben konnte. Duisburgs Keeper Max Braune war in dieser Situation bereits geschlagen, ansonsten verlebten beide Schnapper einen ruhigen ersten Durchgang.
Ohne Wechsel ging es für beide Mannschaften nach der Pause weiter. Duisburg wirkte in der Anfangsphase zielstrebiger, Conor Noß prüfte Dähne immerhin mal mit einem Distanzschuss (56.). Vier Minuten später brachte Noß eine Ecke hoch in den Fünfmeterraum. Im Getümmel zog Bitter voll durch und drückte das Spielgerät mit aller Wucht über die Linie. Die Gäste fanden wenig später die passende Antwort. Nachdem Sigurd Haugen im Strafraum gelegt wurde, schnappte sich Thore Jacobsen den Ball und versenkte sicher zum Ausgleich (69.). Kurz zuvor waren Thilo Töpken, der zuletzt sieben Mal in Folge nicht im Kader stand, und Christian Viet eingewechselt worden. Für Noß und Florian Krüger war der Arbeitstag damit beendet.
Mit einem Dreifachwechsel leitete der MSV die Schlussoffensive ein. Simon Symalla, Dominik Kother und Jesse Tugbenyo kamen für Jessen, Lex-Tyger Lobinger und Steffen Meuer auf das Feld (81.). Symalla brachte auch gleich Schwung rein. Aus spitzem Winkel versuchte er sein Glück, traf aber nur das Außennetz (86.). Mit verrinnen der Minuten wurde es immer hitziger. Duisburg wollte, Duisburg brauchte den Sieg, 1860 schien mit dem möglichen Unentschieden nicht ganz unzufrieden. Dann nahm der Wahnsinn von der Wedau seinen Lauf. Nach Pfostenschuss von Tugbenyo stand ausgerechnet Töpken an der richtigen Stelle und traf zum 2:1 (90.).
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