2026-02-20T12:29:42.904Z

Ligabericht

Thalmassing: Mit Wohlmann und Marhöfer in die Restsaison

Der abstiegsgefährdete Bezirksliga-Dino hat den Trainerstab intern besetzt und konnte sich im Winter zweifach verstärken

von Florian Würthele · Heute, 16:30 Uhr · 0 Leser
Niko Wohlmann coacht auch während der Frühjahrsrunde die Thalmassinger Mannschaft.
Niko Wohlmann coacht auch während der Frühjahrsrunde die Thalmassinger Mannschaft. – Foto: Dominik Adlhoch

Bezirksliga-Stammgast FC Thalmassing hat eine durchwachsene Herbstrunde absolviert, die durchzogen war von großem Verletzungspech. Auf dem obersten der drei Relegationsränge platziert, ist in der Restsaison aber noch alles drin für die „Roosters“. Die ersten Matches haben dabei sogleich richtungsweisenden Charakter. Personell gab es im Winter ein paar Neuigkeiten vom Sauberg – sowohl auf der Trainerbank als auch im Spielerkader.

Die Trainerfrage wurde intern geregelt. Ein Duo soll die Mannschaft zum Klassenerhalt führen. Als Übungsleiter fungiert weiterhin Niko Wohlmann, der im Herbst nach dem Ausscheiden von Gregor Mrozek in die Bresche sprang. Der langjährige Goalgetter des FCT „war ein gutes Jahrzehnt unsere Lebensversicherung, kennt Verein, Umfeld und Spieler. Mit den meisten Spielern hat er ja noch zusammengespielt“, beschreibt es Abteilungsleiter Oliver Brunnberg. Unterstützung erfährt Wohlmann künftig von seinem Schwager Raphael Marhöfer. Der 35-jährige Torhüter wechselte vor fünf Jahren nach Thalmassing, um schließlich am Ende der letzten Saison seine Torwarthandschuhe an den Nagel zu hängen. „Auch Raphi ist der Verein sehr ans Herz gewachsen. Er musste nicht lange überlegen, um zuzusagen, Niko zu unterstützen“, so Brunnberg. „In Verbindung mit Niko ist das eine gute Lösung.“

Während der Winter-Wechselperiode hat sich auf der Zugangs- wie auf der Abgangsseite etwas getan beim FC Thalmassing. Nicht mehr zur Verfügung stehen David Ezeibe, der sein Glück beim FC Kosova in der Landesliga versucht, und Eddievaldo Dos Santos mit unbekanntem Ziel. Dafür konnten die Verantwortlichen zwei Verstärkungen an Land ziehen. Mit Younes Benslimane (20) wurde ein junger und talentierter Angreifer verpflichtet, der zuvor für Ligakonkurrent SV Wenzenbach kickte und schon höherklassige Luft schnupperte (Tegernheim, Donaustauf und Bogen). „Offensiv ergab sich mit Younes eine Chance, die wir wahrgenommen haben.“ Ganz bewusst wurde nach einem neuen Offensivspieler Ausschau gehalten: „Mit Ahmed Ahmedov, der sich im letztjährigen Pokalfinale die Achillessehne gerissen hat, ist ein wichtiger Stürmer weggebrochen.“ Nur 21 Tore hat die Thalmassinger Mannschaft in 19 Spielen geschossen. Diese magere Quote soll – auch mithilfe des „Neuen“ – nun nach oben geschraubt werden. Weiterer Winter-Neuzugang ist Tobias Hoch. Der 29-jährige Regenstaufer kommt mit reichlich Regionalliga- und Bayernliga-Erfahrung im Gepäck, er verließ im Winter die DJK Vilzing aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen. Ab wann und in welchem Rahmen der Schienenspieler einsetzbar ist, wird sich erst noch herausstellen.

Trotz des strammen Winters kamen die Thalmassinger bisher ganz gut durch die Vorbereitung. Mehrere Einheiten konnten auf den Kunstrasenplätzen in Oberhinkofen und Bad Abbach abgehalten werden. „Bei den beiden Vereinen möchten wir uns für die Flexibilität und das Entgegenkommen bedanken. Dadurch konnten wir relativ gut trainieren“, berichtet Oliver Brunnberg, der hinsichtlich der Restrückrunde in der Bezirksliga Süd ein gutes Gefühl hat: „Nach einer Herbstrunde mit großem Verletzungspech sind jetzt die meisten Spieler wieder an Bord. Wir haben wieder eine gute Mannschaft beisammen und – auch angesichts der zwei neuen Spieler – gute Optionen. Die Trainingsbeteiligung ist sehr gut; wir haben früh angefangen und in der bisherigen Vorbereitung viel machen können. Grundsätzlich sind wir kader- und trainertechnisch sowie vom Spirit aller davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen.“

Mit Blick aufs Thalmassinger Restprogramm fällt auf: sieben der ausstehenden elf Partien sind Heimspiele. In den ersten drei Spielen gegen den BSC, Breitenbrunn und Hainsacker – allesamt direkte Konkurrenten – genießt man stets Heimrecht. „Das sind gleich wichtige Partien“, weiß Brunnberg, wie wichtig ein guter Start nach der langen Pause ist.